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Nadcwin —
Wien 18-19; Schneidawind, Feldmarschall Graf R.,Augsb. 1851; Der Feldmarschall Graf R.,Stnttg.u.Angsb. 1858; Denkschriften militärisch-politischenInhalts ans den: handschriftlichen Nachlasse desFeldmarschalls Graf R., ebend. 1858; Trubetzkoi,öampnAnss än IPIckmarsebal 6omts ik. cians Isnorääsi'Italissn 1848—49, Lpz, 1860. Kl-inschmidt.
Nadewin , Florentius, mittelalterlicherMystiker, geb. 1350 in Leerdam, stndirte in Prag,wurde Vicar bei St. Lebuin in Deventer n. lerntehier Gerhard Groot kennen, nach dessen Tode er inWindesem ein Kloster der regnlirten Chorherrn alseine Art Ceutralanstalt für die Bruder des Gemein-samen Lebens gründete n.der Nector der ganzen Ge-nossenschaft wurde; er st. 1400.
Radial, in NaLiusform.
Radialen, Strahlthiere (Echinodermen u. Cö-lentcraten).
Radiatus, strahlenförmig.
Radikal (v. Lat.), von der Wurzel aus, gründ-lich. Daher R°mittel, ein Mittel, welches eineKrankheit oder sonst ein Übel von Grund ans heilt,die Ursachen desselben zerstört; R-cnr, eine Be-handlung, welche die völlige, gründliche Beseitigungeiner Krankheit bezweckt, sodaß namentlich keine Rüct-bleibsel derselben mehr vorhanden sind n. keine Rück-fälle wieder eintreten. Eine Denkart, die vorzugs-weise zur Anwendung solcher Mittel hinneigt, nenntman daher Radicalismus; vorzugsweise als Be-zeichnung einer politischen Anschanungs- u. Hand-lungsweise, welche socialen u. politischen Zuständenu. Einrichtungen gegenüber, die ihr als unberechtigtod. als schädlich u. verderblich erscheinen, tieseingrei-fende, heftige u. gewaltsame Mittel anznwcnden ge-neigt ist. Der Radicalismns bezeichnet daher immerdas Extrem einer politischen Ansicht u. die tadelndeNebenbedeutung, welche sich an dieses Wort knüpft,hat ihren Grund darin, daß eine solche politischeDenk- u. Handlungsweise in der Beurtheilnng derwirklichen Zustände leicht einseitig u. unbillig u. inder Umgestaltung derselben oft leidenschafilich u. ge-waltsam wird u. in ihrem Kampfe gegen das Ver-werfliche n. Schädliche auch das Gute u. wenigstensErträgliche zu schonen nicht geneigt ist.
Radikal (Chem.), zunächst so v. w. Grundstoff,Element. Von diesen einfachen R-en unter-scheidet man die zusammengesetzten R-e, dassind Atomgruppen, welche die Nolle von Elementenspielen, also wie diese mit Elementen und unter ein-ander Verbindungen eingehen u. von einer Verbin-dung durch Austausch in andere übertragen werdenkönnen. Da diese Atomgrnppen zumeist Kohlenstoffenthalten, so wird der Ausdruck R. oft auch in dergleichenBedeutnngwie organisches zusammen-gesetztes R. genommen. Die Bezeichnung R-ewird zuerst bei Lavoisier für die aus gewissen Säu-ren noch nicht dargestellten hypothetischen Elementegefunden. Durch die Entdeckung Gay-Lussacs 1815,daß sich Cyan wie ein einfacher Körper verhalte,wurde die Grundlage fllrdieR-theorie gelegt, alsderen eigentliche Begründer Liebig u. Wähler anzu-sehen sind, indem sie zuerst kennen lehrten, daß inorganischen Verbindungen ein Theil der Elementeunter sich in einer innigeren Verbindung stehen kann,als mit den andern, u. rationelle Constitution orga-!ruscher Verbindungen u. die Existenz organischer R-e s
- Radkasten«.
annahmen. Man suchte die rationelle Constitutionorganischer Verbindungen dadurch ausfindig zumachen, daß man sie mit analogen anorganischenVerbindungen verglich, Bemühungen, die dahinführten, daß die organische Chemie zum Theil syste-matischer n. verständlicher dargelegt werden konnte(Chemie der organischen R-e). Je nachdem die R-eans zwei, drei rc. Grundstoffen bestanden, wurdenbinäre, ternäre rc. R-e unterschieden. Die Namender R-e endigen meist auf yl (iili?;, Stofs), z. B.Äthyl, Benzoyl. BrogNe.
Radicalessig, so v. w. Eisessig.
Radikand (v. spätlat. raciiears, Wurzel ans-ziehen, Math.), die Zahl, aus welcher eine Wurzelgezogen werden soll; die Zahl unter dem Wurzel-zeichen.
Radtkircn (v. lat. raäix, Wurzel, Math.), dieWurzel ans einer Größe ziehen.
Radicüla, das Würzelchcn des Keimlings.
Radieschen oder Monatsrettig (Raxinmnssativus var. Kaäionla Dse.), Abart des gemei-nen Rettigs (s. d.). Die Cultur der verschiedenenrothen, weißen, violetten u. gelben, runden u. läng-lichen Sorten ist einfach, wenn mau sehr fruchtbaren,lockeren Boden n. eine warme Lage hat. Sie werdenschon zeitig ins Mistbeet u. im März ins Freie aus-gesäet, welches alle drei Wochen wiederholt wird,wenn man sie stets jung haben will; nach Ausbildungdes vierten Blattes werden sie benutzt, gewöhnlichmit Salz gegessen u. gelten als eine die Verdauungbefördernde Zuspeise. Wolde.
Radimin, Kreishauptstadt im russ. Gouv. War-schau, nordöstl. von Warschau in sumpfiger Ebene;3866 Ew.
Radiolarien, s. Wurzelfüßler.
Radiometer, so v. w. Lichtmühle.
Radiren jv. Lat.), Schaben, Kratzen; bes. 1)beimSchreiben entstandene Fehler mit einem Radir-Messer od.mitRad irgn m m i wegkratzen. 2) (Ra-Lirmanier), s. Graphische Künste, S. 426.
Nadirnadel eine wie „ein Bleistift zugespitzteStahlnadel, womit beim Ätzen von Kupfer- oderStahlplatten der Deckfirniß, womit dieselben über-zogen sind, dnrchritzt wird, so daß die dadurch her-vorgebrachte Zeichnung blank auf dunkelem Grundeerscheint. (S. Ätzen). Zn bemerken ist, als Ergänz-ung zu dem citirten Artikel, daß das Atzen nicht bloßden Zweck hat, Formen zu vertiefen od. zu erhöhen,sondern auch überhaupt, namentlich beim Kupfcr-stichdruck, nur eine Platte für den Flächendrnck zu-zubereiten. (S. Graphische Künste 14). Schaslcr.
Radius (lat.),Strahl; Speiche(amNad;aucheinArmknochen); Halbmesser,?.Kreis, Kugel; ik. vsetoreiner krummen Linie, die Verbindungslinie einesPunktes derselben mit einem gegebenen Punkte inder Fläche der Curve; bei denKegelschnitten die Ver-bindungslinie eines ihrer Punkte mit einem Brenn-punkt; daher auch die gerade Linie von einem Pla-neten nach der in einem Brennpunkt der Bahn be-findlichen Sonne.
ktaäms (Curve), s. Eisenbahnbau, S. 120.
fislüx (lat.), Wurzel.
Radkasten, Ausbau bei den Nädern der Nad-dampfschiffe, der sich, wie die Räder, entweder zu! beiden Seiten des Schiffes, od. hinten befindet. Der,N. besteht zunächst aus einem horizontalen, trapez-
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