Die Thürme sind zerfallen, vermorscht im ZeitgctriebDie Hallen, die Kapelle, die knnstgefügte, blieb.
Was Trotz crschnf nnd Hochnmth, ist in der Zeit versprcnt,lliur alte Kunst erhalten und alte Frömmigkeit.
Daß dies der Wahlsprnch werde, so lang mein Volk nur blüht,Sei es dir anbefohlcn ernstlich in meinem Lied.
Jetzt uni ein Riff gebogen, das auch mit Blut getränkt,
Dcß oft der fromme Winzer nüt Schauern noch gedenkt;
Hier ward am Hochzeittagc ein junges Paar geneckt,
Dem Bräutigam im Busen die Eifersucht erweckt.
Lustwallcnd drängten die Schäker den Liebsten von ihrer Seit' ;Dem schien, als ob ihr behaglich das, was ihr tiefes Leid,
Bald ward sein Reden bitter, daß cs die Traute kränkt',
Daß sic im Gehn verstummte, das schöne Haupt gesenkt.
Doch schau, sic lacht und scherzet, zum Scherze nicht geneigt,Wer hätte vor den Gästen auch offen den Gram gezeigt!
Da griff cs in den Busen dem unglücksclgen Knab,
Er ruft: leb wohl du Liebste! und stürzet sich hinab.
Und wie erstarrt die Gäste noch stehn bei diesem Sturz,
Ruft auch die Braut: „ich folge, die Trennung ist nur kurz!"Und wirft sich auch hinunter zur Hochzeit, Gott erbarm!
Die Gäste trugen lange davon noch tiefen Harm.
Zu Diebelich am Felsen, wie hold nnd lieb cs scheint,
Hab ich auf meinem Gange oft manche Nacht durchweint,
Unter Kurfürst Johann VH. wurden allein 25 Opfer in Dicklich verbrannt,dessen Berg ein berühmter Hexentanzplatz, d. h. vielleicht in grauen Jahren, wie der