Was gab Fülle des Ruhms, Eicgkränzc dem fünften der Karle?Jenes Erhabenen Rath gründet im Schwerte zuletzt!
Auf, Lcupold, heb kühn rnhmstrahlcnde Waffe der Väter,
Nicht durch Berathnng mehrst du das vertrauerte Reich!
Bald bricht über den Wall unbändig die gallische FlammeBalm sich; drum wach auf! Zögere länger nicht mehr.
Rathlos wird nur gcrathcn, im Rathen verlieren wir Alles,
WaS uns an Hoffnung blieb, hängt an der Schärfe des Stahls.Auf bläht hoch sich der Franzc ob nnscrm unseligen Blödsinn,Bald zwingt er uns zur Frohn gar durch des Willens Gcheisch.Ach, wie entartet war stehn vor den hohen Gestalten der Ahnherrn,Schamroth wcrd ich, gedenk ich der vergangenen Zeit!
Wir Obsicgcr des Römers, der hunnischen Brut und des Mauren,Stichblatt sind wir des Spotts, leider die Märchen des Tags!Unsere Freiheit feil, machtlos und gebunden der ObhcrrTraurt, von der Ahnherrn Staat blieb nur ein Schatten zurück.Wenn nun der Hahn Hohn kräht, wen sollte das wundern ? er wählteSich zu dem Ränbergewinst nimmer gelegnere Zeit.
Wo ist die Waffengewalt? wo die frühere Treue der Deutschen?Bleib ich der Einzige hier, welcher die Liljcn verschmäht?
Treu bleib ich, so lang ich nur athmc, mir stinken die Liljcn,
Du, mein Leupold, bleibst immer mein tröstender Hort!
Lebend und sterbend nur dein, ausharr ich im wechselnden Kampfe,Ludwig, wie du mir drohst, glaub, ich verachte dich nur!
Nimm mein Trier, verwüste mir Stadt, Burg, Flecken und Weiler,Senge, nicht sterb ich drob, werde der Deine nicht drum.
Eher noch will hcimflüchtig ich eilen hinauf in das Ostland,
Eh gutwillig das Haupt beugen, Franzose, dem Joch!
Magst anschnaubcnd das Land entreißen, die Mosel mir rauben,