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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Jojakim Jokuhama.

im Gesängniß, bis Evil Merodach, König vonBabel, ihn aus dem Gefängniß entließ, und anseinen Hof zog. Fürst.

Jojakim (früher Eljakim), ältester Sohn desJosia, folgte seinem Bruder Joahas als König vonJuda, 607596(608598), von Necho, ägyptischemKönig, eingesetzt, welchem er eine bedeutende Schatz-ung zahlen mußte. Nach Nechos Niederlage beiKarkeinisch war I. Basall Nebukadnczars. Wievorher den ägyptischen, so begünstigte er nun denbabylonischen Götzendienst; er verfolgte die Pro-pheten, namentlich den,.Jeremias, ließ den Pro-pheten Nria, der nach Ägypten geflohen, sich vonNecho ausliefern und hinrichten. Er fiel wiedervon Babels König ab, worauf chaldäische, am-monitische u. moabitische Streisschaaren sein Landverwüsteten. I. war verschwenderisch, baulustig,grausam und sittenlos. Fürst.

Jökai, Mör (Maurus), bedeutender und sehrbeliebter ungarischer Romanschriftsteller, Publicistu. Politiker, geb. 19. Febr. 1825 in Komorn,besuchte zuerst das resormirte Gymnasium seinerBaterstadt, setzte seine Studien dann in Preßburg,Papa u. Kecskemet fort, wurde 1846 Advocat, be-schäftigte sich in seinen Mußestunden erfolgreich mitMalerei, widmete sich aber bald ausschließlich derheimischen Literatur, redigirte vor der Revolution dieMonatsschrift IRottzspsk (Lebensbilder), u. betheiligtesich, in Pest lebend, an mehreren Journalen; erschr.: HötüöMapoir (die Wochentage); Vackvirä^(Blumen der Wildniß); die Türkeuwelt in Ungarn;Geschichte des Ungarn-Volkes u. über 200 BändeRomane u. Novellen, wovon viele ins Deutscheu. in andere europäische Sprachen übersetzt sind.Auf der Bühne hatte er Erfolg, so neuerdings(1877) mit seinem Schauspiel: Die schöne Michaele.Die Freiheitsbewegung von 184849 sah ihn alseinen der begabtesten Stimmführer; zu Anfangd. I. 1849 floh er mit der ungar. Regierungnach Debreczin, wo sich der Reichstag wieder ver-sammelte; hier redigirte er die in feurigem Pa-triotismus geschrieb«ien Lstä I-apoli (Abendblät-ter), die sich aber sehr verständig von dem Radi-calismus der meisten Abgeordneten fernhielten u.Mäßigung predigten. Nach Wiederherstellung derRuhe kehrte er nach Pest zurück und entfaltetes.owol als Redacteur des Non (Vaterland), desVotöicös (Komet, humoristisches Wochenblatt), deslAurmoiräö (der Wahrhafte, populäre Zeitschrift),wie auch als Schriftsteller und Deputirter eineenorme Thäligkeit und gediegene Schaffenskraft.Seit 1860 ist er Mitglied der hochverdienten Kis-faludygesellschaft; 1861 nahm ihn die ungar. Akade-

mie als solches in ihre schönwissenschaftliche Ab-theilung auf. I. ist bei seinengroßen persönlichenVorzügen zur Zeit der gefeiertste u. anerkanntesteSchriftsteller der Magyaren. Magyarisch u. deutscherschienen die bedeutenderen Novellen u. Romane:Die weiße Rose, Pest 1854; Ein ungar. Nabob,ebd. 1856; Schwarze Diamanten, ebd. 1870; Wieman grau wird, Pest 1872; Die Narren der Liebe,Berl. 1873; Der Goldmensch, ebd. 1873; DerRoman des künftigen Jahrhunderts, ebd. 1876;Mein, Dein, Sein, ebd. 1876,5 Bde. Booch-Arlossy.

Jokaste, s. Ödipus.

Jäkel (Jöknll), in Norwegen s. v. w. Eismasse,Gletscher.

Joklama (türk.), Zollrevision, das Zollamt;J-naziri, oberster Zollrevisor.

Joko, Name, welcher häufig, ohne wissenschaft-lich oder sonst gebräuchlich zu sein, verschiedenenAffen, z. B. dem Orang-Utang, beigelegt wird.

Joktanrden, die alten Volksstämme, welcheJemen und das Glückliche Arabien bewohnten u.deren Stammvater Joktan (bei den Arabern Kach-tan) angeblich vor Abrahams Zeit über den Eu-phrat einwandert«; s. u. Arabien S. 797.

Joktheel, früher Sela (d. h. im Hebräi-schen Feld, daher auch Petra), einst Hauptort derEdomiter auf der Peträischen Halbinsel (Arabien),liegt längst in Trümmern. Eratosthenes bezeich-net Petra um 250 v. Ehr. als Haupthandelsstationzwischen Ägypten und Babylonien; unter Trajanwurde es (105 n. Ehr.) dem römischen Reicheeinverleibt. Bon da an waren Name und LagePetras in der Geschichte verschwunden; erst Burck-hardt entdeckte es 1812 wieder. Arendts.

Jokuhama (Uokohama), Hafenstadt in Japan,an der gleichn. Bai, mit Kanagawa und Tokio(Jedo) durch eine 30 Lm lange Eisenbahn ver-bunden, mit (1872) 61,553 Ew., aber beständigsteigender Bevölkerung. I. ist jetzt der wichtigsteAusfuhrhafen Japans und, seit 1858 den Euro-päern eröffnet, aus einem kleinen Dorf zu demjetzigen Umfang gestiegen, weßhalb auch die Stadtmanche europäische Einrichtungen bietet. 1874liefen 358 fremde (meist englische u. amerikanische)Schiffe hier ein. Die einen tiefen Grund bietendeRhede ist den Taifunen ansgesetzt. Der Werthder Einfuhr bezifferte sich 1874 auf 16,716,000Dollars, der der Ausfuhr (hauptsächlich Thee u.Seide) auf 12,579,000 Doll. I. ist der Sitz derBehörde des japan. Bezirks Musassi und 8 aus-wärtiger (darunter auch eines deutschen) Consuln.Hier erscheinen auch die Berichte der deutschen Ge-sellschaft für Ostasieu. Thielemann.

Berichtigung. Der Art. Hydrographie hat aus Versehen einen falschen Schlußsatz erhalten; derselbe muß heißen:Vorsteher desselben ist der Capitän zur Lee Frhr. v. Schleinitz, welcher sich des. als Lommandant der Corvette Gazelle ansihrer Kerguelen-Expedition sl8747«s Verdienste um die H. erworben hat.

Verzeichnis -er Illustrationen zum zehnten Band.

Lcrt-a:

Hessen-Nassau.

Jerusalem zur Zelt Christi.. ....

. ru seinem heutigen Zustande.

Indianer-Reservationen '.

Indien.

§ asela:

Hüttenkunde H. . . . ...

Äiechanik V.

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Elektricität VIIJnseclen I. II.Optik II. . .

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