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Johannes.
nach der Gefangennehmmig I.' durch HerodesAntipaS in Galiläa hervor. Möglich ist, daß I.»n Gefäuguiß die Matth. 11. 1 ff. erzählte Fragean Jefum richtete ». darauf die, äniginatische Ant-wort desselben erhielt. Erst Äußerungen Jesu,wie die Matth. 11,16,10 ff. erzählten, mögen An-laß zu den mit der Zeit sich steigernden Berichtenüber die Nähe des Verhältnisses beider gegebenhaben. Der Anlaß zur Gesangennehmung undHinrichtung des Täufers wird von Josephns soerzählt, Herodes habe die von ihm veranlaßteVolksbewegung gefürchtet. Ob die Erzählung derSynoptiker über den Anlaß zu seiner Hinrichtunghistorisch ist, wird aus manchen Gründen bezwei-felt. Immerhin ist soviel sicher daran richtig, daßHerodes jene Volksbewegung durch I. hauptsäch-lich deßwegen haßte, weil seine Heirath mit He-rodias, die auch sonst für ihn verhängnißvollwurde, im Volke starte Mißbilligung fand. Ihmzu Ehren wird gefeiert: der 24. Sept. als Tagder Empfängniß I. des Täufers; der 24. Junials Johannistag, sein Geburtstag; der 29. Äug.Gedächtniß seiner Enthauptung. Er war von Altersher der Schutzheilige der Bauleute in England;in Bezug daraus stehen die Johannismaurerei,die Johannisloge, das Johannisfest, s. u. Frei-maurerei l.; manche Logen feiern auch den 27.Der. ein Fest zu Ehren Johannes des Evangelisten, u. nennen dieses das Winter-, jenes dasSommer-Johannisfcst. Über ihn s. Literatur zuJesus Christus. 3 ) St. I. derApostel, Sohndes Zebedäus u. der Salome, mit seinem Bruder,dem älteren Jakobus, ursprünglich ein Fischer,einer der zuerst berufenen Jünger Jesu Christi;er u. sein Bruder erhielten von Jesu den Namen:Donners Kinder. „ Dementsprechend erscheint I. inder synoptischen Überlieferung als ein Mann vollstürmischen Eifers, der Feuer auf die Samariterregnen lassen will, weil sie Jesum nicht aufnahmen,der einem Menschen das Teufelaustreiben imNamenJesu verbietet, weil er diesem nicht Nachfolge. MitPetrus u. Jakobus bildet I. den engsten Kreisder vertrautesten Jünger Jesu unter den zwölfAposteln, ist mit diesen zugegen bei der Auferweck-ung der Jairus Tochter, bei der Verklärung, inGethsemane. Nach der Apostelgeschichte ist er mitPetrus besonders thätig bei der Gründung derJernsalemischen Christengemeinde, n. auch Pauluserwähnt ihn um 50 noch im Galaterbrief alseinen der Säulenapostel in Jerusalem mit Petrusu. Jakobus, dem Bruder des Herrn. Nach einerNotiz des Papias, bei Georgios Hamartolos (9.Jahrh.) erhalten, wurde I. von Juden, alsowahrscheinlich in Palästina, getödtet. — Dieser I.der Apostel wird seit 170 ungefähr ganz allge-mein als der Verfasser der sog. Apokalypse I.angesehen, wofür nicht nur das hohe Alter dieserTradition, sondern auch der judenchristliche Cha.rakter der Apokalypse, der darin sich äußerndeFenergeist zu sprechen scheint. Die TübingerSchule hält großentheils (neuerdings bes. Hilgen-feld) an dem apostolischen Ursprung der Apokalypsefest. Doch spricht Manches auch dagegen, daß vor170 keine Spur von einem ephesinischen Aufent-halt des Apostels I. sich findet, daß die Apostelalle in der Apokalypse als schon gestorben, ihre
Namen als auf die Zwölf Gründe des neuenJerusalem geschrieben vorausgesetzt werden. Soist neuerdings die Annahme immer allgemeinergeworden, daß nicht der Apostel, sondern derPresbyter I., nach einem bei Eusebius erhal-tenen Fragmente des Papias verschieden vomApostel, aber ein Jünger Jesu, den Papias nochpersönlich kannte, Verfasser der Apokalypse sei.Um 66 von Palästina nach Ephesus übergesiedelt,schrieb er die auf Patmos empfangene OffenbarungJesu Christi Herbst 68 bis Januar 69. IhrInhalt ist ein merkwürdig abgerundetes, einheit-lich nach festem Zahlensystem geordnetes Tableauvon Visionen, dessen Ziel der Sieg des Christen-thums über das Römische Reich und das christus-feindliche Jndenthnm ist. Dieser Erfolg wird inder nächsten Zeitnähe von der Parusie Christierwartet, die alsbald dem Auftauchen des Anti-christ in dem wiederbelebten Nero folgen werde.Des Letzteren Name enthält die Zahl 666 inOffenbarung 13, 18. Ueberall fühlt man indiesem Buch die ungeheure Spannung durch, inwelche auch die christlichen Gemeinden durch denjüdischen Krieg u. die KLmpse um den römischenKaiserthron nach Neros Tod versetzt waren.Übrigens erwartet der Apokalyptiker die ErhaltungdeS Jernsalemischen Tempels in der bevorstehen-den Katastrophe. — Das sog. Evangelium I.ist, wie jetzt fast allgemein zugestanden wird,keinesfalls ein Werk des Verfassers der Apokalypse,sei dieser nun der Apostel, oder der Presbyter.Bei der großen Verschiedenheit der Richtung, desInhalts, des Stils ist Identität der Verfasserganz unmöglich. Das Evangelium I. ist daherunzweifelhaft das Werk eines Unbekannten, undzwar in Kleinasien in der Blüthezeit der Gnosis130—150 versaßt. Das Evangelium selbst machtkeinen Anspruch, von dein Apostel verfaßt zu sein,sondern beruft sich nur auf die Gewährschaft einesJüngers Jesu, den dieser lieb hatte, der beimletzten Mahl an seiner Brust lag, Zeuge seinesTodes war. Als dieser Jünger soll freilich derApostel I. errathen werden, u. mit der Autoritätdieses Namens deckt sich das Evangelium, zugleichum dainit seine über den Petrus u. Paulus hin-ausgehende, beide in höherer Einheit zusammen-fassende Tendenz zu bezeichnen. Das im Evange-lium erhaltene Bild des I.' stimmt freilich nirgendszum synoptischen I. Eher dürften darin münd-liche Traditionen von jenem Presbyter I. her ent-halten sein, der also frühe schon mit dem Apostelverwechselt wurde. Die Tendenz dieses Evan-geliums (über dessen historischen Werth vgl. JesusChristus) ist die antiguostische, antidoketische. Derdoketischen Gnosis gegenüber wird aller Nachdruckgelegt aus die wahre Menschheit des geschichtlichenJesus Christus, dessen höhere Würde mit demaus Philo entlehnten Logosbegriff bezeichnet wird.Das Evangelium zeigt die Geschichte Jesu Christider Hauptsache nach auf Grund der synoptischen,in idealer Verklärung, so daß darin mit Auswahlsolche Züge hervorgehoben sind, die den fleischge-wordenen Logos als Licht u. Leben der Mensch-heit anschauen lassen, indem er Gott als denVater offenbart u. den Geist sendet. So wenigsich das Evangelium als streng historische Gejchicht»