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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Jnscribiren

Sprachen allein auf die Entzifferung von J-enbasirt (so der phrygischen, lykischen u. v. a.). Auchin Skandinavien finden sich J-en, mit Runen-schrift geschrieben, des. aus Grabsteinen, Särgen,Glocken, Gefäßen und Gegenständen zum Privat-gebrauche. Brambach. Thielemann.

Jnscribiren (v. Lat.), einschreiben, einzeich-nen; so v. w. immatriculiren; daher Jnscrip-tion (Inoorixtio), 1) Inschrift, Ausschrift; 2)Einzeichnung.

Jnsecten (Kerfe, Kerbthiere, Insseta Irsxa-poäa.) (Siehe die Tafeln.) Klasse der Glieder-thiere; von den übrigen durch ihre drei, der Orrs-bewegnng dienende Beinpaare geschieden. IhrKörper besteht aus Kopf, Rumpf n. Gliedmaßen.Die obere Seite des Kopfes trägt die meist großen,zusammengesetzten Angen n. die Mihler. Letzteredienen außer als Tastorgane namentlich auch alsGeruchsorgane; sie besitzen bald gleichmäßig, baldungleichmäßig gestaltete Glieder u. sind ihrerForm nach am häufigsten borsten-, faden-, schnur-förmig, gesägt, gezähnt, kammförmig, keulenartig,geknöpft, gelappt, gebrochen. Der Mund ist vonGliedmaßen umgeben, welche zu Mundwerkzeugenumgestaltet sind. Die Oberlippe (Lefze, Indium)ist eine am Kopfschilde meist beweglich eingelenktePlatte, welche die Mundöffnung von oben bedeckt.Unterhalb derselben ist rechts u. links je ein Ober-kiefer (Kinnbacken, mnuckibuln) angebracht: in derRegel zangenartig gegen einander gestellte unge-gliederte Kauplatten, welche bei der Zerkleinerungder Nahrung sehr kräftig wirken. Die Unterkiefer(Kinnlade, maxillas) sind meist complicirt gebautu. daher zu vielseitigerer aber schwächerer Leistunggeeignet als die Oberkiefer. An jedem der beidenUnterkiefer hat man ein kurzes Grundglied (oaräa)u. einen Stiel (Stamm, sbixso) unterschieden;am oberen Rande des Stieles sitzen zwei zumKauen dienende Platten: innere u. äußere Lade,u. neben der letzteren noch eine Schuppe, aufwelcher ein mehrgliederiger Kiefertaster (Taster,Freßspitze, xalpus maxillario) anffitzt. Die ander Kehle sitzende Unterlippe (Indium) besteht inder Regel aus einer einfachen, mit zwei seitlichenLippentastern versehenen Platte, Zunge (11§u1n).Zu den Seiten der letzteren finden sich oft nochNebenzungen (xarLZIossns) vor. Die Mundwerk-zeuge der I. zerfallen in: n) kauende (beißende),welche am meisten die vorhin geschilderte Zusam-mensetzung besitzen (Käfer, Netz-u. Geradflügler);d) leckende, bei denen Unterkiefer u. Unterlippebeträchtlich verlängert sind und zum Lecken (nichtzum Saugen, da sie keine durchbohrte Röhre bil-den) dienen (Hautflügler); o) saugende, bei welchendie Unterkiefer zu einem Säugrüssel gestaltet sind,während die übrigen Theile mehr oder minderverkümmern (Schmetterlinge); ä) stechende miteinem ebenfalls in der Regel aus der Unterlippehervorgegangenen Saugapparat u. daneben dolch-förmigen Waffen, womit sie sich Zugang zu denaufzusaugenden Stoffen verschaffen (Fliegen, Schna-belkerfe). Natürlicherweise sind die Grenzen dieservier Arten durch Übergangsformen verwischt.

Die Brust (tlrorax) besteht aus drei Abschnitten:Vorder-, Mittel- u. Hinterbrnst (kro-, Lloso-, u.Aotatüorax). Aus dem Rücken der Mittelbrust

Jnsecten.

hebt sich oft eine dreieckige Platte als Schildchen(oontellum) ab, auf welches nicht selten ein ähn-liches, aber kleineres Hinterschildchen (postsontsUnm)

Das Hautsielet des Maikäfers, k Kopf mit den Fühlern 1u. den Augen u; vd Vorderbrust; rnd Mittclbrust; lrv Hin-terbrust, s Schenkel, Sb Schienbein, t Fuß; NI Hinterleib,mit 2 kreisförmigen Athemöffnungen auf jedem der S vorderenRingel.

der Hinterbrust folgt. An der Bauchfläche einesjeden dieser Brustringe lenkt sich ein Paar Beineein. Jedes Bein ist aus fünf Abschnitten zu-sammengesetzt: 1. einem kugeligen Hüstgliede jooxa),2. einein sehr kurzen Ringe, Schenkelring (tro-otmntor), 3. einem langgestreckten Schenkel (ksmur),4. einem ebenfalls langgestreckten, an der Spitzemit beweglichen Dornen bewaffneten Schienbeine(tibia), 5. dein Fuße (tarsno). Letzterer wird inder Regel aus einer Reihe von hintereinanderliegenden Gliedern zusammengesetzt, deren letztesmit beweglichen Klauen (Fußklauen), auch wolmit lappenförmigen Anhängen, Afterklauen, endet.Nach der Art des Gebrauches u. des Baues unter-schewet man die durch große Länge u. Feinheitaller Glieder ausgezeichneten Schreitbeine, die mitgroßen, walzigen Hüften u. breiten, gezähntenSchienen versehenen Grabbeine, die durch starkverdickte Schenkel ausgezeichneten Springbeine,die flachgedrückten, mit Haaren besetzten Schwimm-od. Ruderbeine, die Raubbeine mit messerartiggegen die Schenkel einschlagbaren Schienenbeinen,die Laufbeine u. s. w. Mittel- u. Hinterbrnst sindbei den vollständig entwickelten Thieren sehr oftnoch mit je einem Paare von Flügeln, Vorder-u. Hinterflllgel, versehen. Substanz, Gestalt u.Form der Flügel ist eine sehr verschiedenartige.Die Vorderflügel sind oft pergamentartig (Gerad-flügler u. Wanzen), oft hornig und dann, alssogenannte Flügeldecken (olMa), mehr zum Schutzedes weichen Rückens als zum Fliegen bestimmt(Käfer), zuweilen sind sie auch nur an der Spitzehäutig, sonst aber hornig (Halbflügler). Hornigeu. pergamentartige Vorderflllgel sind in der Regelkleiner, häutige Vorderflügel dagegen größer als