Inns ol oourl.
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Ferdinand, des zweiten Sohnes Ferdinands I., u.seiner ersten Gemahlin, Philippine Welser vonAugsburg, von Alex. Colins gearbeitet. DerKapellentreppe gegenüber befindet sich die Grab-statte u. das Denkmal Andreas Hofers, danebendie Gräber von Spcckbacher u.Haspinger mit Ge-denktafeln u. auf der anderen Seite ein 1845 ent-hülltes Denkmal für alle Tiroler, welche seil 1796für die Landesvertheidigung fielen. Andere sehens-werthe Kirchen sind: die Pfarrkirche zu St. Jakob(1717 neu aufgeführt), in italienischem Stile, miteinem prächtigen Hochaltar (Marienbild von L.Cranach d. Alt.) u. dem Grabmal des Deutsch-meisters Erzherzog Maximilian (gest. 1618); dieJesuiten- od. Universitätskirche (1640 erbaut), mitder Gruft mehrerer Tiroler Landesfürsten; dieServiteukirche (1614 erbaut) und die Kirche desheil. Nepomuk (1753 erbaut) mit schönen Gemäl-den u. Freskomalereien. Ein Denkmal Walthersv. d. Bogelweide wurde im Mai 1877 ausgestellt.Hervorragende öffentliche od. Privat-Gebäude sindnoch: die kaiserliche Burg, 1766—70 im Zopfstilausgefllhrt, mit den sog. kaiserl. Prunkgemächern,darunter der Riesensaal u. die Hoskapelle, letzterevon Maria Theresia an der Stelle erbaut, wo1765 ihr Gemahl Franzi, verschied; die ehemaligeFürstenburg, 1425 von Friedrich mit der leerenTasche erbaut, jetzt städtisches Eigentbum, mit demgoldenen Dachl, einem reichen spätgothischeu Erkermit stark vergoldetem Kupferdache; das Rath-hanS, die Universität, daS Museum (Ferdinan-deum, von Privaten errichtet u. unterhalten), dasTheater, die Klosterkaserne, das Landhaus, dasgroße Spitalgebäude, mehrere Schulgebäude, dasSchloß Büchseuhausen, das Trappsche, Sarnthein-sche u. Tanncnbergsche Haus (Post), das Sparkassen-gebäude, das Pädagogium u. A. Der kaiserlichenBurg gegenüber, aus dem Rennplätze, steht einkleines Reitcrbild aus Erz (von Claudia von Mediciihrem Gemahl, dem Erzherzog Leopold V., er-richtet), in der Mitte der Maria-Theresia-Straßedie Annensäule aus Marmor (ein Votivdenkmalder tirol. Landstände für die Räumung deS Lan-des von den bayer. Truppen 1703) u. am südl.Ende dieser breiten Straßen eine Triumphpforte(zur Feier der Vermählung des Kaisers Leopold II.mit der span. Infantin Maria Ludovica von denBürgern J-s 1765 beim Einzuge der KaiserinMaria Theresia u. ihres Gemahls Franz I. er-richtet). Auf dem Margarethenplatze ist 1877 zurErinnerung an die 500jährige Vereinigung Tirolsmit Österreich ein schöner gothischcr Brunnen ausröthlichem Marmor mit der Erzstatue des Erzher-zogs Rudolf IV. errichtet worden. Höhere Un-ter ri cht s a n st alt e n: Leopold - Franzens- Univer-sität (vom Kaiser Leopold I. 1673 gegründet, 1810von der bayer. Negierung aufgehoben, 1826 mit2 Facultäten, einer juridischen u. einer philosophi-schen, wiederhergestcllt, 1857 um eine theologische,von Jesuiten geleitete Facultät vermehrt u. 1869durch die medicinische ergänzt), mit Bibliothekvon 61,000 Bänden, anatomischem Museum,physikalischem und Naturaliencabinet, botanischemGarten rc. und etwa 600 Studenten; Obergym-nasium, Oberrcalschule, Bildungsanstalten fürLehrer und Lehrerinnen rc. I. hat 8 Klöster
(mit Willen 10), darunter ein Jesnitencollegium(1839 restaurirt), ein Capuzinerkloster (1598 ge-gründet, das erste dieses Ordens in Deutschland),ein Jnstitutshaus der Barmherzigen Schwestern(seit 1839) u. ein Kloster der Ursuliuerinnen (1689gegründet); ferner ein weltliches, adeliges Dameu-stift, von Maria Theresia 1765 gestiftet. I. istSitz der Statthaltern, des Tiroler Landtags, desOberlandes-, eines Landes- und eines städtischendelegirten Bezirksgerichts, der Finanz-Landesdirec-tion, eines Hanptzollamtes erster Klasse, einerHandels- n. Gewerbekammer, eines Platzcomman-dos, einer Geniedirection rc. u. hat: Filiale derösterr. Nationalbank, bedeutende Sparkasse, Land«wirthschaftlichenVerein, zahlreiche, gut dotirte Wohl-thätigkeitsanstalten, mehrere gemeinnützige Vereine,Fabriken für Maschinen, Seidcnband, Handschuhe,Tuch, Schaswollwaaren, Kattun, Strohhüte, Nä-gel rc., Glockengießerei, Seidenweberei, Baum-wolleuspinnerei, Anstalt für Glasmalerei, verbun-den mit einer Glasfabrik, sehr bedeutenden Tran-sithandel. 1869 hatte I. ohne Militär 16,324Ew., mit Willen (2575 Ew.) u. Hötting (3484Ew.) zusammen 22,383 Ew., mit Pradl undMilitär 1875 ca. 25,000. In der Nähe dasSchloß Ambras (s. d.), der Berg Jsel (s. d.), dieLanser Köpfe, der Patscherkofel und die Weiher-burg , sämmtlich mit herrlicher Aussicht. I. ent-stand bei einem Übergangspunkt über den Inn u.hieß im Alterthum ack Osaum od. (^.sni) kons od.Osnipontnm. Schon' unter Kaiser Friedrich I.war I. ein ansehnlicher Ort; 1234 erhielt er vomHerzog Otto I. von Meran Stadtgerechtigkeit:nach der Besitznahme Tirols durch die Österreicher(1363) wurde I. Landeshauptstadt und Sitz derösterr. Herzöge, welche auch Las Schloß erbauten;Friedrich mit der leeren Tasche erwählte zuerst I.zu seiner bleibenden Residenz. Kaiser Maximilian I.hielt sich häufig hier auf. 1485 schloß hier Her-zog Sigmund von Österreich ein Bllndniß mit demGrafen Eberhard dem Älteren von Württemberg.1655 trat in der dasigen Franciscanerkirche dieKönigin Christine von Schweden zur katholischenConsession über. 1703 wurde I. von den Bayernerobert, aber bald wieder verlasse». Am 5. Nov.1805 ward es von den Franzosen besetzt; 1809öfters von den Österreichern u. Tirolern genom-men und von den Bayern und Franzosen wiederbesetzt; 12. April 1809 zwischen Tirolern undBayern u. Franzosen blutiges Gefecht um die überden Inn führende Holzbrücke u. am Berge Jsel.S. Öesterreichischcr Krieg von 1809. Vergl. Pri-misser, Denkwürdigkeiten von I., 1.1816; Zoller,Geschichte u. Denkwürdigkeiten von I., 2. Ausl.,ebd. 1828; Historisch-topographisch-statistisches Ge-mälde J-s, ebd. 1839; B. Weber, I. und seineUmgebungen, 1842. H- Berns.
Inns ok eourt (engl.), Gerichtscollegium, in Eng-land ursprünglich Rechtsschulen (Rechtscorporatio-uen, da Inn früher die Wohnung der Edelleutebezeichnete u. diese ausschließlich zum Nechtsstudiumzugelaffen wurden); Niemand, der nicht in diesenI. eine gewisse Reihe von Jahren Vorlesungengehört, wurde zur Praxis zugelassen. Jetzt ist derJurist wol auch verpflichtet, in die I. sich ein-schreibeu zu lassen, aber dieselben sind nur freie