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Jngemeurkunst — Jnglis.
^ Rußlands und Italiens ergänzen dieselbe; mehr-r> jährige Beschäftigung in der Privatpraxis als I.t! oder bei praktischer Handarbeit geht fast überallt der Anstellung voran. Die so ausgebildeten I.! heißen während ihrer remuneratorischen Beschäf-j tignng bei der Marine bis zur definitiven An-ks stellung als Unter-J. Ingenieur-Aspiranten.
! Zn dem Stabe größerer Geschwader werden be-' Hufs Wahrnehmung der technischen Vorkommnisse" Schiffs- u. Maschinenbau-J. coinmandirt. Augen-j blicklich zählt das Marine-Jngenieurcorps 8 Di-
j rectoren, 11 Ober-J., 22 I., 18 Unter-J. —
> Die Marine-Maschinen-J. (seit 1870) gehens aus den Ober-Maschinisten hervor, haben also einei mehr praktische Ausbildung bei den in der Marinei vertretenen speciellen Maschinentypen, sowie in dem
Dienst an Bord durchgemacht, müssen aber vor! ihrer Ernennung einen ziemlich umfangreichen
( theoretischen Cursns mit entsprechendem Endexamenk durchwachen n. unterliegen auch den Bestimmungen; über die Wahl der Offiziere. Die Marine-Ma-ss schinen-Ober--J. haben Hauptmanns-, die I. Pre-! mier-Lieutenants-, die Unter-J. Seconde-Lieute-s nantsrang. Jedes größere Kriegsschiff erhält einen! Maschinen-Jngenieur an Bord, der dir volle Ver-antwortlichkeit für die Maschine u. das Commando
> über das Maschinenpersonal hat. Dem Geschwa-
s der-Stab gehört ein Maschinen-Ober-Jngenienr
I an. Die Maschinen-J. der deutschen Marine zäh-len gegenwärtig 2 Ober-J., 3 I., 8 Unter-J.
- 8) Civilpersonen,daher Civil-J., im Gegen-satz von Militär-J-n, deren Beschäftigung denendes J.-Offiziers ähnlich ist, insofern die reine u.angewandte Mathematik dieGrundlage ihrerWissen-schaft bildet; so nennt man I. die Baumeisterfür Wege- u. Wasserbauten; ebenso diejenigen Civil-
'/ I., welche sich mit der höheren Mechanik, dem
Bau von Dampfmaschinen, von Telegraphenappa-raten rc. beschäftigen. Eisenbahn-J. nennt man die-jenigen , welche die Bauten zur Anlage von Eisen-f bahnen leiten; Betriebs-J. diejenigen, welche füri die Instandhaltung u. den Betrieb fertiger indu-strieller Anlagen sorgen. 1 ) l. 1 )d.Fch. S)Gieseler.Jngcnieurkunst, 1) die Befestigungskunst, s.s d.; 2) die Lehre vom Festnngskrieg, s. d.
^ Ingenium (lat.), angeborene Geistessähigkeit,natürlicher Verstand, Genie; daher Ingeniös,j scharfsinnig, erfinderisch.
- Ingdnu (franz.), naiv, einfach, ohne Künstelei;
f also offenherzig, aufrichtig; namentlich von Mäd-
i chen unschuldig-harmlos.
; Jngemlltät (v. Lat.), 1) der Stand eines ini rechtmäßiger Ehe von freigeborenen Menschen Er-f zeugten, eines Freigeborenen (InZsmms); 2) edle
H Denkungsart, Aufrichtigkeit, Offenheit.
' Jngeriren (v. Lat.), hineinsühren; sich inge-riren, fich in etwas mischen.
Jngermanland, s. Jngrier.
Jngersheim, Flecken im Kreise Rappoltsweiler
- des Regbez. Ober-Elsaß (Elsaß-Lothringen), amFuße des Wasgau-Gebirges und an der Fecht;
t Spinnerei, Fabrikation von Spindelröhrchen,Z Pottaschefiederei, Weinbau; (1875) 2388 Ew.
H Ingestion (v. Lat.), Einbringung von Nahr-( ungsnnttelu u. anderen Stoffen durch den Mund in^ denKörper. InAssta(IvAorsväa),dieseStoffe selbst.
Jngham, County im nordamerikan. Unions-staate Michigan unter 42° n. Br. u. 84° w. L.,25,268 Ew., C-sitz Mason.
Jnghirämi, alte toskanische Familie, derenGlieder seit der glänzenden Zeit der Mediceerdurch Wissenschaft u. Kriegsthaten sich ausgezeich-net haben; bes. bekannt sind: 1) Tommaseo,geb. 1470 zu Volterra, zeichnete sich als Redneru. Dichter ans, spielte selbst in den von CardinalRiario in Rom veranstalteten Aufführungen Seneca-scher Stücke, bes. die Rolle der Phädra m Hippolytso, daß er den Beinamen Phädra erhielt, wurde,zuvor schon von den Päpsten Alexander VI. undLeo X. in aller Weise geehrt, vom Kaiser Maxi-milian als Dichter gekrönt u. zum Lomes Pala-tinos ernannt und starb, von seinen ZeitgenossenErasmus, Bcmbo rc. gerühmt, 1516 in Rom.Von seinen lateinischen Schriften, Gedichten undReden existiren nur noch 7 Reden; die ApologieCiceros, Römische Geschichte, Commentare zuHoraz' ^.rs pootkoa, sowie seine Gedichte sind ver-loren gegangen. 2) Curzio, geb. 1614 zuVolterra, st. 1655; ist Herausgeber der Vtrus-oarnm antignitatnm IraAmsnta rc., Frkf. 1637,nachher als unecht erwiesen durch Leo Allatius.3) Francesco, italien. Kunstforscher, geb. zuVolterra 1772, starb zu Florenz 17. Mai 1846;bildete sich an der Kriegsschule zu Neapel, warddann Bibliothekar in Florenz und gründete dorteine Druckerei (i?oU§raüa Viesolana). Haupt-werke: Llonumsnti Ltrusoiri, Flor. 1820—27;Oatsria Omoriea, ebd. 1831—38; Viktors cisivasi tittiU, ebd. 1831—37; Llusoo VtruseoLtiiusino, ebd. 1833; lattora cii Vtrnsoa oro-äisiouo, ebd. 1838—39; Ltoria cisUa losoana(unvollendet), 1841—45. 4) Giovanni, Astro-nom, Bruder des Vor., geb. 16. April 1779 zuVolterra; war Prof, der Astronomie am ikimeniani-schen Institut und Director der Sternwarte zuFlorenz, sowie Professor der Astronomie am Col-legio San Giovannino von der frommen Schulein Florenz u. zuletzt Provincial des Ordens, u.st. Las. 15. Aug. 1851. Er hat große Verdiensteum die Förderung der mathematischen Wissen-schaften u. gab eine sehr gute Karte von Toscana1830 heraus; ferner lMsmoricki ckell ooeuitamonsäolis pioools stelle sotto la Irma, Flor. 1809—30;Vtksmoricki äi Voners e Oiovs, 1821—24; warauch Mitarbeiter von Zachs Monatl. Corr. u.Astron. Nachrichten. 1) 2) Lagai. S) Regnet, i) Specht.
Jnglis, 1) Robert Harry, Baronet I.,brit. Staatsmann, Sohn des ehemaligen Directorsder Ostindischen Compagnie Hughes I., geb. 12 .Jan. 1786, studirte in Oxford, wurde 1808 An-walt, 1818 Mitglied des Juristischen Collegiumsvon Lincoln u. erhielt im Laufe seiner langjähri-gen Wirksamkeit mehrere höhere Ämter an derOxforder Hochschule. Von 1824—1854 saß er,u. zwar seit 1828 für die Universität Oxford, imUnterhause; ein consequenter Anhänger der hoch-kirchlichen Partei, einer der Führer der Tories,Gegner der Katholiken- u. Juden-Emancipation,zugleich der Parlameutsreform, der Aufhebung derKornzölle u. seit 1850 Bekämpfer der Wirksamkeitdes Cardinals Wiseman. 1850 wurde er vonder Königlichen Akademie der Wissenschaften zum