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Jndusienkalk — Industrieausstellungen.
Schayuk ihm zuströmt, neben denen noch zahl-reiche andere Berggewässer, wie Dras, Gilgit,Jasin ihn verstärken u. biegt unter 74" 30< ö. L.durch die Ausläufer des Hindukusch gedrängt nachS. um, welche Richtung er fortan beibehält. Vonder Biegung an strömt er in einem engen, noch wenigbekannten Thale zwischen Himalaja n. Hindukuschdurch Dardistan, tritt in die indo-britische Prov.Pendschab, wo er bald bei Attok den mächtigenKabul aufnimmt, ein, u. nähert sich bei Karabaghder Ebene, die er von nun an in einem breitenFlußbett ruhigen Laufes durchströmt. Bei Mithan-kot wird seine Wassermasse noch durch den Pand-schnad, der ihm die vereinigten Gewässer derFlüsse des Pendschab bringt, vermehrt. Bei Rohriunterhalb Schikarpnr zweigt sich der Ost-Narraab, der direct slldl. strömend in der Kauri-Mllnd-ung das Meer erreicht, bald darauf fließt auf deranderen Seite der West-Narra ab, der, das LandTschandkoh bewässernd, bei Sehwan sich wiedermit dem Hauptstrom vereinigt. Unweit dieses ent-sendet dieser wieder auf der OSeite den Fnleli (imUnterlaufGuni genannt), der gleichfalls in der Kauri-Mündung ausfließt. Bei Haidarabad endlich be-ginnt das eigentliche Delta, das eine Küstenlängevon 225 icm hat; außer zahlreichen Kanälen ge-langt der Fluß in 13 Ästuarien, unter denen dievon Bnggaur, Satha u. Vatho die bedeutendstensind, zum Arabischen Meer. Die Gesammtlängedes Flusses wird ans 2925 Icm, das Stromgebietauf 1,073,000 Hjkm angegeben. Das in demoberen Laufe klare Wasser wird bei dem Eintrittin die Ebene trüb u. schlammig; der Wasserstaudist sehr wechselnd, ebenso die Geschwindigkeit derStrömung. Die zahlreichen Glctscherzuflüsse be-dingen einen durchschnittlichen Unterschied der Tiefeum 15 m, der sich zeitweise erheblich erhöht; derFluß im oberen Lause durch Berge eingeengt, dehntsich in der Ebene aufdurchschnittlich 70 nr Breite aus,die sich aber strecken- u. zeitweise auf 15 km er-höht. Vom März bis August fallen die regel-mäßigen Überschwemmungen des Stromes in sei-nem unteren Laufe, die meilenweit das Land be-decken. Die Menge der in einem Jahr dem Meerzugesllhrten festen Stoffe beträgt 124 Will. ebw.Im Anfang der Überschwemmung sind Wasser u.Klima den Umwohnenden sehr ungesund. DerFluß ist bei Attok, wo mächtige Stromschnellenaustreten, schiffbar u. wird seit der Besitzergreif-ung des Landes Sindh durch die Engländer mitDampfern befahren; für die Hebung der Schiff-fahrt wird von deren Seite durch Stromcorrec-tionen und Anlage von Stapelplätzen, wie Kar-ratschi u. Sakkar viel gethan. Das Delta, einstdurch hohe Cultur berühmt, ist längst zu einemgrößtentheils wüstem Lande herabgesunken, dessenBewohner, rohe Fischerstämme, einen großen Theilihres Lebens aus dem Wasser verbringen. Diebritische Regierung ist eifrig u. erfolgreich bemüht,durch ein ausgedehntes Kanalsystem die Wasser-maffen des Flusses für die Bewässerung dienstbarzu machen, was im Deradschat u. in Sindh schonvon erheblichem Erfolg begleitet gewesen ist. — DerI. führt in seinem Laufe verschiedene Namen, soAber Sind beim Zusammenfluß mit dem Schayuk,Attok bei dieser Stadt; Nilab (blauer Fluß) bei'
Karabagh. Er war den classischen Geographentheilweise wol bekannt, die seine Quelle an denIndischen Kaukasus setzten u. ihm 7 Mündungenznschrieben; dieselben lassen sich jedoch, da der un-tere Lauf sein Bett in historischer Zeit mehrfachverändert hat, mit dem jetzigen schwer idcntificiren.
Tlneleiuamr.
Jndusienkalk, fast allein aus den Röhren vonPhryganeenlarven zusammengesetzt. Diese, ausSandkörnchen und Palndinenschalen zusammenge-kilteteu Röhren dienten den Larven zur schützendenHülle. Oligocän der Auvergne.
Inüuomm, 1) (Lamisis,, röm. Ant.) wollenes u.linnenes, des. von Frauenzimmern auf dem Leibegetragenes Unterkleid, vgl. Hemd; 2) (Bot.) dasSchlcierchen, s. Farne.
Inäustrial partnsrsblp, d. h. Theilnahme derArbeiter am Reingewinn des Unternehmens (in-dustrielle Theilhabcrschast, Bonussystei»), wurdezuerst von Henry Briggs, Sohn und Comp.,Eigenthümern mehrerer Kohlengruben bei Nor-manton in Aorkshire, eingeführt, in Deutschlandvon W. Borchert jnu. (1868—73). Über andereBeispiele (Leclaire in Frankreich) und Vorläuferdieses Systems bringt Thorntons: Die Arbeit,deutsch von Schramm, Ausführliches. Das Sy-stem der Gewinnbetheiligung bringt den Vortheilmit sich, das Interesse beider Parteien mehr zuverschmelzen, den Fleiß und die Umsicht der Ar-beiter zu steigern; s. auch Art. Antheilbau. Contz-n.
Industrie (r. Lat.), 1) Fleiß; 2) die Ver-arbeitung des in der Natur Vorgefundenen Roh-materials zu Gegenständen des Lebensbedarsesod. zur Erhöhung der Lebensannehmlichkeit (Com-fort); im engeren Sinne wird unter I. der Fa-brikbctrieb (s. Fabrik, Hüttenwerk rc.) verstanden.Die Entwickelung u. Prosperität der I. hängt inerster Linie ab vom Rohmaterial, d. h. dessenMenge und Beschaffenheit, dann von den Ver-kehrs» erhältuissen, endlich von der richtigenLheilung der Arbeit, sowie von dem Zeit-raum, in welchem unter gegebenen Verhältnissenein Quantum industrieller Products in erforder-licher Qualität und mit Gewinn für den Unter-nehmer hergestellt werden kann. Letzteres ist nurdurch maschinellen Betrieb (s. Maschine rc.) unterAnwendung von Naturkräften (Wasser, Feuer,Dampf rc.) möglich. Sodann hängt die Ent-wickelung u. Prosperität der I. ab von der Be-schaffenheit des Creditwesens, der Handels-n. Zollverhältnisse, sowie der Art der Fa-brik- u. Gewerbegesetzgebung, endlich auchvon der Art des Betriebes u. der Verwalt-ung. Zur Förderung der I. hat man inan-cherlei zweckmäßige Einrichtungen ins Leben ge-rufen, so bes. Gewerbevereine, Gewerbe-museen, periodische Ausstellungen (bes. I.- undWeltausstellungen), Gewerbeschulen. Zur wei-teren Orientirung wird ans die in vorstehenderDefinition enthaltenen Stichworte verwiesen. Li-teratur: Buch der Erfindungen, 4. Ausl., Lpz.1872 — 73, 6 Bde.; Karmarsch, Geschichte derTechnologie, Münch. 1872; Haushofer, Der I»betrieb, Stuttg. 1874; Bourcart, Grundsätze derJ-verwaltung, Zürich 1874. Schroot.
Industrieausstellungen (Gewerbeausstellun-