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In änloi iuoilo — Indus.
schraube von 1 ist mit dem äußeren Ende deroberen, die von n mit dem inneren Ende derunteren Abtheilung der J-sspirale verbunden.Der Condensator befindet sich hier wie bei demNuhmkorffschen Apparate in dem Kasten, der denFuß des Apparates bildet. In derselben Weise,wie durch den Condensator, kann auch durch eineLeydener Flasche eineNebenschließung hergestcllt wer-den. Man kann aber auch das eine Drahtendeder J-sspirale, z. B. das untere, mit der äußerenBelegung einer elektrischen Flasche od. Batterie, n.dann deren innere Belegung mit der entsprechen-den Drahtspitze (t) verbinden, u. dann, indem mandie Spitzen so weit stellt, daß nur der Öffnungs-snnke überspringen kann, eine konstante Ladungder Batterie erzielen.
ä) Der Funke des Funkeninductors bestehtaus einem hellleuchlendcn Lichtstreisen und einerdenselben umgebenden, wenig leuchtenden Aureole.Die letztere kann durch einen starken Luftstromauf die Seite geblasen werden; namentlich kanndieselbe auch abgelenkt werden, indem man Fun-ken so zwischen den Polen eines kräftigen huf-eisenförmigen Elektromagnets überspringen läßt,daß die Verbindungslinie der Pole auf der Richt-ung des Funkens senkrecht steht. Die Aureolebildet dann einen halbkreisförmigen Lichtbogen,u. zwar von solcher Stellung, daß der in ihrübergehende positive Strom mit den Molecular-strömen der Pole des Elektromagnets gleichgerichtetist. Wenn man den (Össnnngs-)Funkeu inner-halb eines sehr luftverdünnten Raumes über-springen läßt, so kann der Abstand der Draht-spitzen ein sehr beträchtlicher sein (1 bis mehrere in).Der negative Pol erscheint dann von einemprachtvoll violcttblauen Lichtschein umhüllt, wäh-rend vom positiven Pol bis nahe zum negativensich ein prachtvoll purpurn gefärbter Lichtscheinhinzicht, der quer in zahlreiche, gegen den posi-tiven Pol etwas concave Schichten getheilt ist.Zur Anstellung dieses Versuches dienen die (zuerstvon Gassiot, dann bes. ausgezeichnet von Geißlerconstruirten) Geislerschen Röhren. Es sinddies gewöhnlich 30—70 cm, doch auch bis 2 mund darüber lange, beiderseits zugeschmclzeneRöhren verschiedener Weite, die, mittels einerOuecksilberlustpumpe fast luftleer gemacht, kleineMengen verschiedener Gase u. Dämpfe enthalten;in den Enden sind kurze Platindrähte, auch Silber-,Aluminium- u. a. „Drähte (Elektroden), welcheaußen mit einer Öse endigen, eingeschmolzen.Je nach der Natur der Elektroden u. des in derRöhre enthaltenen Gases oder Dampfes erscheintder von der positiven Elektrode ausgehende Licht-schein, den man erhält, wenn man die Röhrenanstatt der Spitzen des J-sapparates einschaltet,verschieden gefärbt. Vgl. Spektralanalyse. DerMagnetismus wirkt aus den Lichtstrom wie aufeinen beweglichen Leiter, so rotirr also z. B. beigeeigneter Anordnung der Lichtstrom der Geisler-scheu Röhre um einen in derselben befestigtenStahlmagnet.
e) Auch durch den Extrastrom werden, wie durchjeden J-sstrom, physiologische und therapeutischeWirkungen erzielt. Man hat hierzu eigene Extra-strom-Apparate conslruirt. Ein solcher ist in Fig. 4
der obengenannten Tafel abgebildet; er ist mit einerUnterbrechnngsvorrichtung fest verbunden, derenEinrichtung nach dem oben unter L. a) über denPoggeudorfsschen Jnterruptor Gesagten keinerweiteren Erklärung bedarf. Die beiden möglichenAnordnungen des Versuches sind durch Fig. 5 u. 6schematisch erläutert, bei welchen der Übersichtlich-keit wegen als Jnterruptor ein Blitzrad gezeichnetist. Bei der Anordnung von Fig. 5 geht derExtrastrom von der Spirale so direct in die beidenHandgriffe resp. den Körper des dieselben Halten-den, bei Fig. 6 geht derselbe auch durch das denHauptstrom erzeugende galvanische Element lc, dasin Fig. 5 von der Nebenschließung ausgeschlossenist. — Vgleiche den Artikel Magneto-elektrischeMaschinen. Wimmenauer Ll.
In änloi jubklo (lat., in süßem Jubel), Anfangeines alten, dem Petrus Dresdensis ^geschriebe-nen Weihnachtsliedes, halb deutsch, halb lateinisch(I. ä. g., nun singet und seid froh); so v. w.in Saus u. Braus.
Jndnlgenz (v. lat. IncknlAsntia), Nachsicht,Gnade; personificirt auf Kaisermünzen, sitzend,in der Rechten eine Opferschale, in der Linkeneinen Speer (auf einigen mit einer Mauerkroneauf dem Kopse), od. stehend, an eine Säule ge-lehnt, in der Rechten einen Stab, in der Linkenein Füllhorn; im römischen u. daher kanonischenRecht Straferlaß, Begnadigung; Ablaß; IncknI-govtias äiss (Ablaßtag), der grüne Donnerstag.
Jndulgiren (v. Lat.), Nachsehen, durch dieFinger sehen.
Jndult (v. Lat.), Nachsicht, Bewilligung, Auf-schub; so v. w. Lloratorinm, Anstandsbrief, s. u.Concurs; Gottesbrief (Inänltnmksnäals),Auf-schub, welchen ein Reichsstand in Hinsicht der Zeit,in der er längstens um die Lehen beim Kaiserbitten mußte (1 Jahr, 1 Monat, 1 Tag) erhielt;(Lchens-J.) Aufschub des Empfangs der Lehen,bes. bei minderjährigen Vasallen; daher J-schein,ein lehnsherrlicher Schein über die gewährte I.;das von dem Papst an Kirchenglieder oder welt-liche Fürsten ertheilte Recht, Jemand zum Genußeiner geistlichen Pfründe zu bestimmen; Messe,Jahrmarkt, weil nach Orten, wo der Ablaß ge-wöhnlich ertheilt wurde, viel Menschen strömtenu. so Jahrmärkte entstanden, woher noch der Aus-druck I. od. abgekürzt Dult für Jahrmarkt, soin Kiel, aber auch in Oberbayern u. Schwaben,bes. München, Augsburg rc.
Inäumontum (Bot.), Behaarung der Pflanzen.
In äuplo (lat.), doppelt.
Indus (^ckärder Griechen, entstanden aus demsanskrit. sinälru, Fluß, neuind. sincklr), einer derbeiden Hanptströme Vorderindiens, entspringt unter32° n. Br. und 81" 30' ö. L., am NAbhangdes Kailas-Gebirges in Tibet, in der Nähe derheiligen Seen u. durchfließt anfangs in nordwestl.Richtung unter dem Namen Sinh-khabab (Löwen-maul), verstärkt durch den Gartong, das südwestl.Tibet. Dann dieselbe Richtung beibehaltend, bahnter sich unter Durchströmung der Landschaften La«dakh und Baltistan seinen Weg durch die tiefenSchlünde zwischen Himalaja und Karakorum,berührt Leh, wo er den reißenden ZanSkarausnimmt, und Skardo, oberhalb dessen der