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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Indianer.

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ihnen anzupassen, lassen sie sich fortwährend zuFeindseligkeiten gegen dieselben hinreißcn und be-schleunigen dadurch ihren Untergang.

Der Mangel an Einbildungskraft ergibt sich bes.aussen Mhthön ü. "Sagen, den'religiösen'Be-

griffen, sowie aus den Dichtungen uno RcdStt.Nur einzelne Nationen, wie tue I. ^Amerikas,stehen in letzterer Beziehung etwas höher als dieübrigen. Obgleich die altenMejicaner ».Perua-ner nach vielen Seiten hm eine hohe <L>tnse der

Cultur erreicht hatten, so waren sie voch ,n der

EnMikelüng ihrer religiösen ^oeen nichr söhr ivöit

vöräMMk i, s . Mllüer -' Dti urrsliglsnsn Aine-rikas, Basel 1855. Die Gleichgiltigkeit des J-sgegen höhere Religionslehren, die Rohheit, seinerkosmogonischen Ansichten, die Wildheit u. Außer-lichkeit seines Cnltns sind bedinat^irchdasUt^" ' mit abstrakten tkbeen vertraut ^

baiterritorium werden 4050,000 westl. u. etwa60,000 östlich der Felsengebirge, für Untercanada3400, für Obercanada 11,000 I. angegeben; fürdie nordamerikan. Unionsstaaten hat man folgendeZahlen: Alasca 75,000, I.-Territorium 68,152,Kansas 10,000, Michican 8000, Nebraska 7000,Dakota 24,000, Minnesota 7000, New-Mejico20,000, Montana 18,000, Wyoming 2800, Colo-rado 8000, Arizona 37,000, Wisconsin 10,000,Utah 13,000, Nevada 15,000, California 22,000,Oregon 11,000, Idaho 6500, Washington 16,000,New-I)ork 5000 rc. Dabei sind die im Kampfemit den Weißen lebenden I. nicht gerechnet; nachden neuesten Berechnungen des Lommlsslousb ük

hen Viainenvervaltmtte nnv für bie te. scywerbegreiflich zu machen; obgleich Azteken ».Perua-ner höheren Standes sich nach ihrer Bekehrungzum Christenthum mit den Wissenschaften be-schäftigten u. selbst Bücher lieferten, so vermochtensie doch auf dem Gebiet der Mathematik nichts zuleisten. Die Kunstwerke, Bauten u. Sculvturenselbst der Mejicaner u. Peruaner zeigen Mangelan Schwung u. Phantasie u. leiden an Monotonieder Formen. Die gerade Linie herrscht in derArchitektur allerwärts vor; das höchste Ideal derForm, dem übrigens schon die Alterthümer in denBereinigten Staaten nachzustreben beginnen, ist diegeradlinige Pyramide. Dieselben Culturvölke rhaben es nicht zur Ausbildung einer eigenliichen

wirdJhre höchste Leistung in diesem Punkte. Auch

die zahlreichen Sprachen A merikas, welche trotzihrer Berschreoenyelt unter sich doch alle denselbenTypus tragen u. eine eigene große Klasse bilden,b ekunden eine niedrigere Stufe des Denkvermö-gens der I. Sie suis sämmmch sog. synthetischeSprachen, Mlche die Begriffe mühsam zergliedern,dennoch aber häufig in Zweideutigkeit u. Unklar-heit verfallen, somit der Fähigkeit zum Ansdruckhöherer Gedanken entbehren u. von einem lang-sam arbeiten den Nersta nde zeug eiü Die I. sindjedenfalls ans Asien eingewandert, ob aber überdie Beringsstraße od. über den Großen Ocean, istungewiß. Man unterscheidet die I. in verschiedeneVölkerstämme (s. Amerika, Band I., S. 551).

Zeigen auch alle die zahlreichen Völker u. Spra-chen der I. einen gemeinschaftlichen Typus, sobleiben doch die großen Verschiedenheiten und diezahllosen Spaltungen in einzelne Idiome bei derverhältnißmäßig geringen Gesammtzahl der Urbewohner Amerikas, eine merkwürdige Erscheinung.Man schätzt Letztere auf etwa SH Will., wobei je-doch alle Mestizen, welche dem Jndianerthpus näherstehen als den Weißen u. in dem ehemaligen spani-schen Amerika einen starken Theil der Einwohner-schaft bilden, niit eingerechnet sind. Bon dieserSumme kommt jedoch nur der kleinste Theil aufNordamerika, weil hier die I. sich nicht mit derangelsächsischen Raffe amalgamiren, sondern vorderselben zurllckweichen u. untergehen. Die Eski-mobevölkerung der sämmtlichen arktischen Ländermag etwa 1011,000 betragen; für das Hudsons«

Illzian ' Lk k äl r Z dmäg r die MsiUiimlzM 316,000

davon wilde I. 81,000, halbcivilisirte 135,000 u.

civilistrte 10l),000. Zieht man vagegen Sie m oen;og. (;.-Reservaiionen lebenden I. allein in Be-tracht, so stellen sich die Angaben selbstverständlichviel niedriger (vgl. Karte). Viele indian. Völker-ichasten^nd^berej^völli a unteraeaanaen. anderevisaü^genng^uglg^Kest^usammengeschm olzen;Branntwein, ansteckende Krankheiten (Blattern,Syphilis rc.) u. Kriege werden noch in nächsterZukunft" vielen anderen den Untergang bereiten.Der dritte Theil sämmtlicher I. sind noch Heiden.

Durch die große Berschiebenyett oer (Mome wer-den die Bemühungen der Missionare außerordent«sich erschwert; nur in den Ländern, in welcheneinzelne Sprachen allgemeinere Giltigkeit erlangthatten, wie in Neuspaniem das Aztekische, in Perudas Quichua, ging das Bekehrungswerk schonfrühzeitig und rasch von Statten. In Bezug aufden Grad ihrer Cultur zerfallen die I. in dreiKlaffen; zur ersten gehören diejenigen, welche schonvor der Eroberung Ackerbau trieben u. geordneteStaaten bildeten, nach derselben in Verbindungmit ihrem Boden blieben und das Christenthnmannahmen, welches letztere jedoch auf Sitten,Sprache u. Lebensart keinen gestaltenden Einflußübte. Diese Klaffe ist die zahlreichste u. überwiegtim ganzen spanischen und portugiesischen Amerikadie eingewanderte weiße Bevölkerung. Die zweiteKläffe umfaßt diejenigen I., welche neben derJagd auch Ackerbau treiben u. durch Missionare,wie namentlich die Jesuiten, etwas civilisirt undseßhaft gemacht worden sind. Obgleich ein Theiloieser sog. lustlos oatognlsLstos (d. i. die katechi-strten I-, in Brasilien lustlos mausos, d. i. civi-lisirte I.) auch die Sitten u. Sprache der Weißenangenommen hatte u. somit in die Kategorie derlustlos rsstuolstos (d. i. der bekehrten I.) getretenwaren, so verfielen doch nach Weggang od. Ver-treibung ihrer geistlichen Leiter viele dieser Stämmewieder in die alte Barbarei zurück, so daß manLiese zweite Klaffe der I. höchstens auf 1 Mill.veranschlagen kann. Die dritte Klaffe endlich bil-den die soy. wilden Stämme, welche span, u. Port.

lustlos brävos (d. r. wilde), genannt werden. Siesind Fischer- u. (kagervolter uno yaven von oereuropäischen CwmsaNon nur vas Psero und das

Feueraewevr anaenommen, woourcy sie LiS Miktil,

ihre weißen Feinde zu belästigen u. heimzusnchen,haben: dis Starke vieler Ltamme, wenye

aewonnen I

namentlich dem - Unterqanq rasch entgegengehen ,mac, etwa 4 Mill. betragen.