In ubstl-Leto — Jncarceratiou.
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In abstracto (lat.), an sich betrachtet.
Jnächos (gr. Mythol.), Localgottheit, Stamm-vater der ältesten Könige, erster Herrscher u. Prie-ster von Argos, Sohn desOkeanosu. der Tethys,führte — so setzt man die Naturmythe in Helden-sage um — nach der Deukalionischen Flnth dieArgiver von den Bergen in die Ebene, nachdemer die Gewässer derselben in den Fluß Jnachoszusammengeleitet hatte, s. Argos (Gesch.). SeineKinder von einer Mclischen 'Nymphe waren Pho-ronens, Ägialeus, Arges u. Jo.
Jnächos (a. Geogr.), 1) Fluß in Argolis,jetzt Panitsa; 2) Fluß in Akarnanien, mündete inden Ambrakischen Busen.
Jnaetiv, »nthätig, geschäftslos, amtlos. In-aktiv ität, Unthätigkeit, Dienstlosigkeit.
In aeternum (lat.), auf ewig.
Jnagua (Gr. u. Kl.-J.), s. u. Bahamas.
Jnama-Sternegg, Karl Theodor v., Na-tionalökonom, geb. 20. Jan. 1843 in Augsburg,wo sein Bater Regicrnngsrath war, studirte inMünchen die Rechte u. Staatswissenschaften, so-wie namentlich auch Geschichte, trat nach seinerPromotion 1865 in die Praxis, habilitirte sichaber Nov. 1867 an der Universität München fürpolitische Wissenschaften. 1868 schon als außer-ordentl. Professor nach Innsbruck berufen, wurdeer 1871 ordentlicher Professor daselbst. Aus demGebiete der allgemeinen Staats- u. Verwaltungs-lehre haben wir von ihm: Verwaltnngslehre imUmrisse, Jnnsbr. 1870; dann eine Reihe vonMonographien über Staats- n. Verfassungslehre inden Jahrgängen 1869, 1870 u. 1872 der TübingerZeitschrift für Staatswissenschaften; aus derWirth-schaftsgeschichte seine Erstlingsarbeit: Die wirth-schaftlichen Folgen des Dreißigjährigen Krieges,im Jahrg. 1864 des Histor. Taschenbuchs; dannUntersuchungen über das Hofsystem im Mittelalter,Jnnsbr. 1872; Entwickelung der deutschen Alpen-dörfer, im Histor. Taschenbuch 1874. Eine deutscheWirthschaftsgeschichte von ihm ist in der Arbeit.Bei. der Wiener Weltausstellung 1873 war erEommissionsmitglied u. officieller Berichterstatterfür die Geschichte der Preise. Lag«.
Inan (v.Lat.),leer; daher Jnanität, Leerheit,Eitelkeit; Jnanition, Entkräftung des Körpersdurch Nahrungsentziehung. Dieselbe kann eine com-plete u. incomplete sein u. im ersteren Falle istdas schließlich? Resultat der Hungertod. Sobald einecomplete Nahrungsentziehung stattfindet, nimmtsofort der Körper an Gewicht ab, u. zwar ver-mindert sich zunächst das Fett, dann die Muskelnu. auch das Blut in seinen im 8srnm enthaltenenEiweißsubstanzen, während das Gehirn fast garnicht abnimmt u. deßhalb Verhungernde bis znmTode ihr Bewußtsein behalten. Fett- u. Eiweiß-arme verhungern schneller als Wohlgenährte, dahertritt der Tod durch Verhungern verschieden schnellein. Mit der Abnahme des Gewichts zeigen Hun-gernde auch eine Abnahme der Ausgaben des Kör-pers (der Kohlensäure, des Harnstoffs rc.). Drittensnehmen die Leistungen des Körpers infolge desHungers ab; schon Chossat wies das Sinken derTemperatur bei Hungernden nach, Puls u. Ath-mung werden langsamer, die Herzbewegung ver-langsamt. Im Allgemeinen verträgt ein höheres
Thier den Verlust von H seines Körpergewichts,ehe es zu Grunde geht. Die incomplete Nähr-ungssntziehung unterscheidet sich von der completcn namentlich dadurch, daß bei ihr die Blut-körperchen in mehr oder minder starkem Maße ent-arten und zu Grunde gehen; im Übrigen richtetsich die Abnahme der Körpersubstanzen darnach, obdie Eiweiß- od. Fettnahrung, das Wasser rc. ent-zogen wird. Immer wirkt die incomplete Nahr-uugsentziehung langsam. Beim Menschen beob-achtet man die allmähliche I. bes. bei Schwind-sucht, Krebs, Fieber rc. Lanze.
In antecessum (lat.), im Voraus, auf Abschlag.
Inappellabel (v. Lat.), unberufbar, wo keineAppellation ergriffen werden kann.
JnapPlication,1)Ungeschicklichkeit;2)Trägheit.
Jnarticulirt (v. Lat.), ungegliedert, unver-nehmlich, nicht unterscheidbar; so: JnarticulirteTöne. Daher Jnarticulation, Undeutlichkeitin der Aussprache, Unvsruehmlichkeit.
Inauguration (v. Lat.), 1) feierliche Ein-weihung zu einein Amte, eines Ortes, bes. unterreligiösen Ceremonien, im Alterihnm nach Anstell-ung der Augurien; 2) Feier bei Ertheilung einerakademischen Würde; daher Jnauguraldispn-tation, s. u. Disputation.
In bisnoo (ital.), in blanoo, s. u. Llanoo 2).
In bona psce (lat.), in guter Ruhe.
In drevi (v. Lat.), in Kurzem.
In osloiilo (lat.), in der Berechnung.
Jncaineration (v. Lat.), die Wiedervereinig-ung des dem Vasallen verliehenen Rechts am Lehnmit dem Recht des Lehnsherrn; Einreihung einesVermögensstücks in die Domänen, in das Kam-mergnt als Theil derselben.
Jncapaciität, der Mangel an Fähigkeit, anBefähigung zu etwas; (Jnhabilität, v. Lat.) dieUnfähigkeit zu einem kirchlichen Amte ordinirt zuwerden; sie besteht für Ungetanste u. Frauen.
In capita (lat.), nach Köpfen, nach einzelnenPersonen gerechnet.
Jncarceratiou (Med.), Einklemmung, u. zwareines Darmstücks. Dieselbe besteht in einer engenUmschnürung eines Darmstücks, so daß die Be-wegung des Darminhalts völlig aufgehoben ist.Diese Umschnürung kommt bei den UnterleibS-brüchen (Schenkel-, Leistenbrüchen, Brüchen deseirunden Lochs, selten bei Nabelbrüchen) zu Standein der sog. Brnchpforte, in der Bauchhöhle durchbindegewebige Fäden nach Unterleibsentzllndnng,durch Spalten im Gekröse u. Netze rc. (äußere n.innere Brüche). Sobald die I. eingetreten ist,entsteht eine Rückwärtsbewegung des Darminhalts,Übelkeit u. nicht zu stillendes Erbrechen, währendder Stuhlgang aufhört. Das Erbrochene riechtnach Koth (Miserllre). An der Stelle der Ein-schnürung entsteht Schmerz, der sich auf de» gan-zen Unterleib verbreiten kann. Eine Heilung istnur möglich, wenn es gelingt, das eingeklemmteDarmstück von der Einklemmung zu befreien, wasbei nach außen liegenden Brüchen durch gewalt-sames Zurückdrängen des eingeklemmten Darm-stllcks durch die Bruchpforte, eventuell Lurch dieBruchoperation geschieht. Bei inneren Ein-klemmnngeu tritt stets der Tod ein. In einzelnenFällen erfolgt bei äußeren Brüchen dadurch eine