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Jg.QUL -
der obere Lauf von dem Quellfluß an Mur.ussuoder Murui-ussu (Fluß), bei den TangutenDytschu (Kuhfluß, wegen der vielen Jaks anseinen Ufern). Thiele,nann.
Isnus (lat.), Thür (s. d.).
Januarius (Eismonat), 1. Monat des Jahres,angeblich von Numa den damaligen 10 Monatendes Jahres zugesügt, nach Janus benannt, wel-chem der erste Tag desselben gewidmet war; hat31 Tage; in ihm erreicht in unseren Gegendenmeist die Winterwitteruug ihre volle Höhe.
St. Januarius, Bischof von Benevent, nachder Legende unter Diocletian, nach Baronius 305bei Puzzuoli enthauptet; sein Tag ist der 19. Sept.I. ist Schutzheiliger von Neapel; sein Haupt u.Blut werden in zwei Phiolen als Reliquie in derKapelle el Tesoro der Kathedrale zu Neapel anf-bewahrt. Dreimal im Jahre wird das Blut desI. ansgestellt, u. sein langsames oder schnelleresFließen bei Annäherung des Hauptes wird alsentsprechende Vorbedeutung ausgefatzt. Löffler.
Januariusorden (lstoal oräins äs 8. 6e-nnaro), sicilianischer Civil- u. Militärorden, ge-stistet von Karl, König beider Sicilien (nachherKarl III. von Spanien), 6. Juli 1738 bei seinerVermählung mit Amalie, Tochter des KönigsAugust III. von Polen, mit der Bestimmung zurVertheidigung der katholischen Kirche und Treuegegen den Thron. 1806—16 aufgehoben, ginger mit der Einverleibung des Königreichs in Italien1861 ein.
Jauuit, s. Jnnuit.
lanus (röm. Ant.), überwölbter Durchgang, iSchwibbogen, bestehend aus 4 Säulen, welchedurch ein Gewölbe verbunden und mit 4 Thorenu. Giebeln (daher ll. gnackrikrona) versehen waren.Dergleichen llanl fanden sich in allen RegionenRoms, namentlich in den Hallen, welche das Forumumgaben, und waren theils Luxnsbauten, theilsdienten sie als Versammlungsplätze der Kaufleuteu. bes. der Wechsler (s. u. Rom).
Jauus, einer der vornehmsten römischen Götter,ohne Parallele in der griechischen Mythologie, ur-sprünglich ein altlatinischer Licht- u. Sonnengott,der zu einem Anfangs, u. Ursprungsgott schlecht-hin geworden ist. Er war der Pförtner desHimmels, dessen Thore er Morgens öffnet undAbends schließt (daher 6Iavi§or, Olnsins, ?atul-oins), der Herr alles Eingangs u. Ansgangs, derThore n. Straßen ans Himmel u. Erden (Janitor),der Beschützer der Wege des Handels und derSchifffahrt, des Krieges u. Friedens, der UrsprungderQnellen,Flüsseu.Ströme,überhauptder Gott desAnfangs u. Beginnens im weitesten Sinne, durchdessen Macht Alles einen gesegneten Anfang u, gleich-sam Fortgang erhält. So wurde er jeden Morgenvon Len Priestern unter dem Namen katsr ma-tntillns angerusen. Außerdem rief man ihn beiniBeginn jeder wichtigen Unternehmung an, so derConsul beim Antritt seines Amtes, der Landmannmit Opfer beim Beginn der Aussaat und derErnte; überhaupt wurde er in jedem Gebete zuerstgenannt und bei Götterfesten erhielt er die erstenOpser. Geopfert wurden ihm die Erstlinge derFrüchte; heilig waren ihm die Thuren (jarmas),die Straßeudurchgänge, der erste Tag u. Monat
— Japan.
des Jahres (llannarins). I. hatte in Rom dreiTempel, den altehrwürdigen, von Numa gegriin-deten, am Forum, der nur zur Friedenszeit ge. !schlossen wurde (während der Repnblick nur drei. ^mal geschlossen, unter Numa, nach dem 1 . PanischenKriege, u. nach der Schlacht bei Actinm), einengleichfalls allen ans dem Janiculum, einen beimTheater des Marcell, von C. Duilius gestiftetdenen später ein prachtvoller des Nerva hinzukam.Abgebildet wurde er mit dem bekannten Doppel-köpf (daher Likrons, Lioopv, (Zomiims), sitzendauf einem Altar, in der Rechten einen Schlüsselin der Linken einen Stab hallend. In späterenBildern soll seine Rechte die Zahl 300, die Linke65 dargestellt haben, also die 365 Tage desJahres. Am 1 . Januar wurde ihm das Januale,ein Opfer von Wein, Früchten u. einem Kuchen ivon Mehl, Milch u. Honig, mit dein Bilde einergebundenen Flußpferdes, gebracht, wobei sein Bild !mit Lorbeer bekränzt wurde. Mit jenem Kuchen Iu. den 8brsuas beschenkte man sich auch gegen-seitig an diesem Tage. I. galt für den Gemahlder Quellengöttin Venilia, daher er auch als einSchützer der Häfen (korbnuns) verehrt wird; diespätere Tradition machte ihn zu einem König vonLatium, der vor Saturn herrschte n. die Tempel >der Götter stiftete, dein auch die Gründung des IJaniculum zugeschrieben ward. Mit dem Ein-dringen der griechischen Religion wurde er mitdem Apollo identificirt. Ein weibliches Gegeubildvon ihm war die Jana (^- Diana), auch eineLichtgottheit. Thielemann.
l Janze, Marktflecken im Arrond. Rennes desfranzös. Dep. Ille et Vilaiue; Fabrikation vonSegeltuch u. Seilen, Garnbleichen, starke Hühner-zucht, 6 Jahrmärkte; 4424 Ew. (im Orte 1801 ).
Jao, mythischer Kaiser von China, der Begrün-der der Cultur, s. China S. 753.
Japan ist bei den Europäern der Name fürdas große ostasiatische Jnselreich, welches in derSprache des Landes selbst Jamato (sonst auchder Name einer der dem Mikado reservaten Pro-vinzen) oder mit einem chinesischen Worte Nippon(d. h. der Sonne Ursprung oder Aufgang, Mor-genland) genannt wird. Im Südchinesischen wirddas Anfangszeichen dieses Wortes wie Dj, somites selbst Djipan, Djepen ausgesprochen, worausdurch die Portugiesen die Form Japan, Japonfür das Abendland entstanden ist. Eben davonmit Hinznsügung von kn, Reich, stammt dermittelalterliche Name Zipangn; bei den Arabernlautet er Dschemenkn oü. Djchemakut. Das Reicherstreckt sich, durch die Straße von Korea von die-sem Lande, durch die Straße von La Perouse von derInsel Sachalin, durch das japanische Meer von demrussischen Asien getrennt, in der Richtung von S.nach N. von 26» 30^ bis 48° n. Br. u. bestehtaus 4 großen (der Hanptinsel Nippon, den beidenihr südlich liegenden Sikok u. Kiusiu u. Jesso imN.) u. einer großen Anzahl (im Ganzen auf 38 S 0angegeben) kleiner Inseln u. Jnselchen, von denendie Gruppen der Goto-Jnseln im W., der Bonin-Inseln oder Munin-sima u. Lin-kiu im S. u. derKurilen (1875 von Rußland gegen Sachalin ein-getauscht) im N. hier erwähnt sein mögen. Dergesammte Flächeninhalt wird auf 407,305 Usinn