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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Janina -

d°x geschwätzig, aber geistreich, anmuthig u. inter-effant, so daß er als prinse äs In eritigus dieöffentliche Meinung beherrschte. Sammlungenseiner besten Feuilletons find die Hist. äs In Üt-tsrnturs ärnmntigus, 6 Bde., 1858; sein Haupt-werk Lautes knntnsbisguss, 1833, u. Lautes uon-vsLux, 1833. Von seinen werthlosen Romanenist noch der beste: I-'Lno mort st 1a tsiniuo §uii-lotinsa, 1829. Ferner hat man von I.: ?nrisäspuis In rsvolntiou äs 1830—32, Par. 1833;Romans, uouvslles st sontss llt., ebd. 1834,z Bde.; Ua rsli§isuss äs loulouss, ebd. 1850;Lontes oau sstampiUss, ebd. 1862; Uss olssanxblons, ebd. 1864; U'iutsroe, ebd. 1869; Uau-taiusblsau, Versailles, Uarls, ebd. 1837; Vo^n^ssn Italis (wohin 1.1838 gereist war), ebd. 1839;Üos Lataeambes, ebd. 1839; I7u lilvsr n l?arls(illustrirt von E. Lami), ebd. 1842; U'sts ä Uarls,ebd. 184A; eine Bearbeitung von RichardsonsLlarisss Uniiorvs, ebd. 1846; mit Phil. Chaslesn. Theoph. Gautier: Uss bsautss äs I'Opsrn,»bd. 1844; mit Arsene Houffaye u. Sainte-Beuve:Luits äs l'lilstoiro äu olrsvalisr VssArlsux stäs Uauou Ussvaut, ebd. 1847; Ulstalrs äs l?raues(Text zu Gavards Lalsriss Uistarlgnss äs Ver-sailles), ebd. 1837—43, Fol.; Versailles et saumusss lüstoriizus, ebd. 1841; Ua Horlnnuäie,ebd. 1842—43; Ua llreta^ue, ebd. 1844; Voz'NAsäs Uaris a la mar, ebd. 1847; I-amartlus, ebd.1869; karis st Versailles il ^ a osut aus, ebd.1874; außerdem lieferte er mehrere Übersetzungen,so aus Leibniz, 1866, 2 Bde.; Horaz, 1860, 3.Aust. 1865, und viele Vorreden, Biographien,kritische Beiträge für Zeitschriften rc.: I., der1870 Mitglied der franz. Akademie wurde, st. 19.Juni 1874 in Paris. Vgl. Piedagel, Vis äsäulss ä., Par. 1875; Osuvres äiversos, Paris1876, 12 Bde. Aolchert.

Janina (Janjina), 1) Vilajet in der Europ.Türkei, grenzt im N. an das Vilajet Rnmili u.Selanik (Saloniki), im O. an das Ägäische Meer,im S. an Griechenland u. den Busen von Artau. im W. an das Jonische u. Adriatische Meer;ungefähr das alte Thessalien u. einen Theil vonEpirus umfassend; 36,424 festem (661,5 HW),mit 1,423,140 Ew. (auf 1 Hjkiu 39, in der gan-zen Europäischen Türkei 29). Das Vilajet ist fastganz gebirgig u. hügelig, z. Th. sogar ein über-aus mildes Gebirgsland: größere Ebenen fehlenganz, denn selbst das Kesselthal Thessaliens bildetkeine vollkommene Ebene, sondern ist vielmehrein wellenförmiges Hügelland. Gebirge: Pindosmit dem Mnro Vuni, Grammos, öthrys (aufder SGrenze), Plessidi, Mavro Vuni, Kissowo(Offa), Olymp, Schabka (auf der NGrenze), Vo-lutza, Nemerzika, Mitsikeli, Ergenik rc.; Seen:Janina (ohne sichtbaren Abfluß, mit einer Insel),Karla u. a.; Baien: Avlona-B., G. von Arta,G. von Volos rc.; Flüsse: Ergent, Bojutza,Mavropotamo (Acheron), Arta, Aspropotamo, Sa-lambria (Penens, oberhalb seiner Mündung dasThal Tempe), Phersalitis u. a. Der Boden istnur zum Theil fruchtbar, ist erst wenig angebaut;das Klima im Allgemeinen gemäßigt u. gesund.Die Viehzucht, namentlich die Pferdezucht, istnicht unwichtig. Prodncte: Pferde, Rindvieh,

- Janitza.

Schafe, Ziegen, Wild (zahlreich); Getreide, Mais,Gemüse, Tabak, Baumwolle, Wein, öl, Süd-früchte, Opium, Galläpfel, Seide, Honig, Wachs rc.Die Bewohner sind meist Griechen. 2) (Joannina)Hauptstadt darin, am westl. Ufer des Sees vonI.; hat circa 30,000 Ew., meist Griechen undmohammedanische Albanesen, sowie eine geringeAnzahl albanesischer Katholiken u. Inden. Nichtweit vom See sind die Ruinen des großen SchlossesLitharisa; das alte ehemalige Residenzschloß AliPaschas ist nur noch ein Trümmerhaufen. I. istSitz des türk. Generalgouverneurs u. eines griech.Metropoliten, hat 7 Kirchen, 14 Moscheen, eingriech. Collegium, eine Bibliothek n. ein Hospital;die Einwohner fertigen Goldstoffe, Maroquins,Seidenzeuge, gefärbte Leinenzeuge, die für diemorgeuländ. Tracht so wichtigen goldenen Schnüre,Backwerk u. eingemachte Früchte. I., eine sehralte Stadt, wurde von dem griech. Kaiser Johan-nes Komnenos nach 1118 wieder neu ausgebaut,in demselben Jahrh. aber noch von den Norman-nen erobert u. zerstört. 1422 kam sie unter dietürk. Herrschaft. Von 1788—1822 stand sie unterder despotischen Herrschaft Ali Paschas, des Paschavon I., der sich durch einen untergeschobenen Fer-man der Stadt bemächtigt u. fast ganz unabhängigvon der Pforte gemacht hatte (s. Ali 6). H- Berns.

Jamtor,der Thürhüter,inKlösternder Pförtner.

Janitscharen (Jenitscheri, d. h. neue Krie-ger), eine 1362 von Sultan Murad I. aus Chri-sten, die zum Islam erzogen wurden, gebildeteInfanterie. Anfangs nur 12,000 Mann stark,wurden die I. im Lause der Zeit aber bedeutendvermehrt u. erhielten viele Privilegien, wodurchsie als bevorzugteste Truppe, bei der auch vieleTürken freiwillig eintraten, angesehen wurden.Das Corps der I. bestand aus den Dschematsod. der Leibwache des Sultans, ans den Buluksoder der Nobelgarde u. Seymens u. Adschemi-Oglans, welche beide letztere Arten zum gewöhn-lichen Kriegsdienst bestimmt waren. Später nahmendie I. mehr den Charakter eines Bürgermilitärsan u. erlangten eine dem Staat sehr gefährlicheMacht; sie widersetzten sich gegen die Einführungeuropäischer Militäreinrichtungen, so daß SultanMahmud II. 1826 die I. wegen Meuterei voll-ständig vernichten ließ; die Zahl der durch Feueru. Schwert vertilgten I. soll über 100,000 betra-gen haben. r

Janitscharcinnusik, ursprünglich (14. Jahrh.)die wilde, sinnverwirrende Kricgsmnsik der Türken,welche im 17. Jahrh. feste Gestalt aunahm; einigeMelodie führende Blasinstrumente (Oboen, Quer-flöte) u. eine Reihe den Rhythmus hervorhebendeSchlaginstrumente (Pauken, Trommeln, Cymbeln,Becken u. Triangel); ist heutzutage in solcher Zu-sammensetzung im Orient nicht mehr zu finden.Die I. wird durch Anwendung einzelner In-strumente auch bei unserer Militärmusik nachge-ahmt, nur daß sie mit einer geordneten Harmonie-musik verbunden ist. Siebmrock.

Janitza (Jenidsche Wardar), Stadt im türk.Vilajet Selanik (Saloniki), auf einer Anhöhe;mehrere 'Moscheen, 2 berühmte Grabmäler, Ta-baksbau (früher blühend, gegenwärtig nur nochunbedeutend); etwa 5000 Ew.