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jüdischen Gelehrsamkeit u. bekam ein Synedrium;von hier ging auch die Empörung gegen Trajan117 n. Ehr. aus; jetzt Jebna (Jebna). Nord-westl. davon die gleichnamige Hafenstadt, einst be-deutender als Joppe. Schroot.
Jamnicii, so v. w. Böhmische Brüder.
Jainnitz (Jemnice), Stadt im mähr. BezirkDatschitz (Österreich), einst freie Bergstadt, amSchelletauerbache, große gothische Dekanatskirche,großes Schloß, Baumwollenspinnerei u. Weberei,6 Jahr- u. Viehmärkte; 2386 Ew. Alljährlichwird in I. zur Erinnerung an 1315, in welchemJahre Elisabeth, die Gemahlin des Königs Jo-hann von Böhmen, hier Schutz suchte, ein Volks-fest gefeiert. H- Berns.
Jamnitzcr (Jamitzer, Gamitzer), berühmtedeutsche Goldschmiede. 1) Wenzel I., geb. 1508zu Wien, st. 15. Dec. 1585 in Nürnberg, ward1534 Meister in Nürnberg, war Goldschmied KarlsV. und seiner Nachfolger; 1556 Genannter desgrößeren Raths u. 1573 Mitglied des Inneren;brachte es im Silberätzen u. Stechen sehr hoch,goß kleine Thiere, Pflanzen rc. von Silber undAlles so zart, daß die Blättchen der Kräuter beimAnblasen sich bewegten. Auch erfand er die Kunst,Gold, Silber und andere Metalle in Formen soschön zu pressen, als ob sie getrieben wären. I.schuf alle seine zahlreichen Werke im Geiste derRenaissance. Er war auch ein bedeutender Ma-thematiker, den Anregungen des Regiomontanusfolgend, u. führte allerlei Instrumente nicht bloßans, sondern erfand solche auch, desgleichen eineperspectivische Maschine, wie er denn auch ein per-spectivisches Werk schrieb u. perspectivische Zeich-nungen entwarf, die Jobst Ammann in Kupferstach. Er selber scheint nicht in Kupfer gestochenzu haben. Hauptwerke: Die beiden sogen. Kaiser-pokale, weil Eigenthnm des Kaisers Wilhelm I.;Ein silbernes Schmuckkästchen mit Emailplatten, imGrünen Gewölbe zu Dresden, Ein gleiches im Ber-liner Museum; Der Hertelsche Tafelaufsatz im Ger-manischen Museum zu Nürnberg rc. Als Markebediente sich I. eines Widderkopfes, H's u.
2 ) n. 3 ) Mit ihm gemeinschaftlich arbeiteten seinBruder Albrecht u. sein Neffe Christof (1563bis1619). Die beiden ersteren so cinmüthig, daß siealle ihre Werke als gemeinschaftliche behandelten,während Christof auch als Kupferstecher Tüchtigesleistete. Von ihm ein silbernes Lorettoglöcklein inder Reichen Kapelle zu München u. ein Tafelauf-satz im Deutschen Gewerbemusenm zu Berlin. Regnet.
Jarnos, Sohn des Apollon u. der Euadne;er erhielt als Jüngling von seinem Vater Apollodie Gabe der Weissagung aus den Stimmen derVögel u. ans den brennenden Häuten der Opfer-thiere, und wurde Stammvater des Seher- undPriestergeschlechts der Jamiden zu Olympia.
Jampol, Kreisstadt im russ. Gouv. Podolien,am Dnjestr u. an der Rassawa; 3 Kirchen, Syn-agoge, Weinbau; 4305 Ew.
Jämtland, schweb. Län, so v. w. Jemtland.
Jamnnä (Jomanes der class. Geographen),der altinLische Name für den Fluß Dschumna(s. d.) in Indien, einen seit ältester Zeit hoch-heiligen Strom.
Jamundscher See, Strandsee im Kreise und
— Janin.
dem prenß. Ncgbez. Köslin, 17lcm lang u. 2Kmbreit; durch eine schmale Öffnung (das Deep) mitder Östsee verbunden.
Jan, holländ. für Johann.
Jana, ital. Gottheit; s. Janus.
Jana, Fluß in der russ.-asiat. Prov. Jakutslentspringt in den Wcrchojanskischen Bergen desStanowoi Gebirgszuges u. fällt nach einem Lausevon 1063 km (150 M) mit 10 Armen in dasEismeer.
Janaon, französ. Niederlassung inmitten desindobrit. Distr. Godavary, im Münüungsdelta desGodavary gelegen; 6459 Ew.
Janauschck, Fanny (Franziska MagdalemRomancc), berühmte Tragödin, geb. 20. Juli 183gin Prag, spielte zuerst in Prag, dann seit 1815auf kleinen Bühnen in Sachsen u. Württembergu. wurde 1847 in Köln engagirt, wo sie sich un-ter Rod. Benedix zur vorzüglichen Schauspielerinbildete; 1848—60 gab sie in Frankfurt mit Bei-fall die jugendlichen Liebhaberinnen im Drama;1861 nahm sie Engagement am Hoftheater inDresden, löste ihr Verhältniß aber bald wieder;1863 trat sie in Wien ans; 1868—69 u. ebenso1870 gastirte sie in NAmerika, kehrte 1871 nachDeutschland zurück, gastirte 1875 in Australien(Melbourne) u.seitMärz1876 in England. Kürschner.
Janbo el Bahr, s. Jenba el Bahr.
Jandabo (Jandabo), Stadt am Jrawaddi inBirma, unterhalb Mandalay. Hier 24. Febr. 1826Friede zwischen den Engländern und Birmanen,s. Birma, S. 455.
ane (engl.), so v. w. Johanna,anestzille, Sitz des Rock County im nord-amer. Unionsst. Wisconsin; Eisenbahnstation amRock-River; lebhafter Handels- u. Jnbustrieplatz;8789 Ew.
Janet-Lange, Ange Louis, geachtetersranz.Genremaler, geb. 1816 zu Paris, st. das. EndeDec. 1872; bildete sich bei Colin, Ingres u. H.Vernet u. folgte insbesondere des LetztgenanntenRichtung. Hauptwerke: Die Abdankung Napoleonsin Fontainebleau (1844); Der letzte Freund; Epi-sode ans der Belagerung von Puebla; Scene ausdem Krimkrieg (1859); Nero im Wagenrennen(1855). I. war 20 Jahre hervorragender Zeich-ner der Pariser ^'Illustration. Regnet.
Janghissar (Jengi-Schir, Jengischar), festeStadt des centralasiat. Reiches Kaschgar, I864dnrchJakub Beg von den Chinesen erobert; 8000 Ew.
Jangschahr (Jangschahr), Neustadt, Citadelle,die es in allen Städten OTurkestans, so in Jar-kand, Kaschgar u. a. gibt.
Jang-scheu fu, Stadt in der chines. Prov.Kiang-si, nahe des Pojang-Sees; Baumwollen- u.Seidenweberei. In der Nähe eine große kaiser-liche Porcellanmannsactur.
Janhagel, so v. w. Pöbel.
lanioiilus (ianioulum), s. Rom.
Janin, Jules Gabriel, Kritiker u. Roman-schriftsteller, geb. 24. Dec. 1804 in Saint-Etienne(Loiredep.), Israelit, kam 1820 nach Paris, wid-mete sich der Journalistik u. wurde der Schöpferdes Feuilletons (im llournal ckss vebats seit1829). Er war stets oppositionslustig, ohne Grund-sätze in der Kritik u. Politik, oberflächlich, para-