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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Jakobsleiter — Jakuten.

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Stufenleisten, deren Enden in je ein als WangeLienendes Tau eingesplißt sind. Sie wird aufgrößeren, bes. Kriegsschiffen, von Backsbäumen,Besansbäumen und dgl. bis zum Wasser hinab-qelassen, damit au ihr die Leute aus den Bootenins Schiff aufentern können, n. umgekehrt, ohnedie sonst schon vielfach in Anspruch genommeneFallreepstreppe zu benutzen. Breite J-n (I bisl,x w br.) werden an «stelle der Niedergangs-treppen u. dann schräge, wie diese, befestigt, wenndie Treppen gescheuert werden; ähnliche J-n ver-mitteln den Zugang zu den Wanten von Deck aus.

Jakobsleiter, Pflanze, ist kolsmovinm eoe-rriilsum.

Jakobslilie, ist ^.msrzälls kormosissirns.Jakobsmuschel, s. u. Kammmuschcln.Jakobsorden, 1) Orden des St. Jakobvom Schwert (Oräsr milibsr äs 8. IsAs äsespsäs), Ritterorden in Portugal u. Spanien. Erentstand 1161 in Spanien aus der Vereinigungvon IS Rittern zum Schutze der Pilgrime nachdem Grab des St. Jakob von Compostella. 1170vom König Ferdinand II. genehmigt, erhielt derOrden das Schloß Urlos zum Hauptsitz u. wurde1175 vom Papst Alexander III. bestätigt. DieRitter mußten vier Ahnen aufweisen, Beschntzungder Unbefleckten Empfängniß Mariä schwören,ein Noviciat von vier Wochen im Kloster bestehen,übten auch Spitalpflege, dursten aber bei sonstsehr strengen Satzungen schon seit 1180 hcirathcn.Da der Orden das den Mauren abgenommeneGebiet als Eigenthum erhielt, wurde er, zumaler in den Kämpfen der Könige in Spanien ent-schieden Partei nahm, nach und nach so mächtig,daß die Könige die Verwaltung des Ordens selbstsich durch Papst Alexander VI. 1493 übertragenund 1522 das Großmeisterthum mit der KroneSpanien für immer durch Papst Hadrian VI.vereinigen ließen. Indessen hatte schon seit dem14. Jahrh. der nach Portugal gezogene Theil des- Ordens sich vom spanischen Großmcisterthuin los-^ gesagt, war von Papst Johann XXII. als portu-W giesischer Orden bestätigt worden mit den altenW Statuten, das Großmeisterthum aber wurde erstV 1556 mit der Krone Portugal vereinigt. Inl Portugal wurde der Orden, welcher seinen Hanpt-sitz hier in Palmella hatte und über 47 Dörfer,150 Präbenden u. 4 Klöster verfügte, 1789 säcn-, larisirt u. von der Königin Maria in einen Civil-i u. Militärverdicnstorden nmgewandelt; nach denneuen Statuten vom 31. Oct. 1862 bei Vacanzenzu verleihen. Ordenszeichen: ein roth emaillirtesChristnskreuz, dessen obere u. Seitenspitzen lilien-artig auslaufen, während die untere gerade endet,so daß cs einem breiten rothen Schwerte gleicht,d. i. das Santiago- oder Jakobskreuz, umgebenvon einem Lorbecrkranz und darauf ein weißesEmailleband mit der Devise 8oieneiss, Istrss,z artss, getragen an einem Lorbeerkranz mit vio-4 lettem Band. In Spanien ist der Orden jetztder höchste der vier Militärorden, u. besteht dieDekoration in ovalem goldenem Schild mit demSantiago-Kreuz, darüber eine goldene Trophäe,getragen an rothem Bande im Knopfloch, beiFesten an dreifacher goldener Kette um den Hals,lammt einem Ordenskleid mit dem Kreuz aus

rothem Tuche. 2 ) Augustiner Chorfrauendes St. Jakob von Compostella, mit Kloster-gelübde, gehörten zu diesem Ritterorden; seit 1835aufgehoben. 3 ) Brasilischer Orden (8soTbisgo äs Lspsäs), von Johann VI., bei derÜbersiedelung des portug. Hofes nach Brasilien13. Mai 1808 erneuert n. erweitert, mit Groß-krenzen, Comthnren und Rittern; Dekoration:Santiagokreuz unter der Kaiserkrone an rothem,blau umsäumtem Bande. Lagai.

Jakobsstab, Pflanze, Vspbaäolus Intens.

Jakobsstab (Astron.), s. Orion.

Jakobsstrasie, so v. w. Milchstraße.

Jakobstadt, Stadt im russ. Gouv. Kurland,an der Düna; 4 Kirchen; Handel mit Branntwein,Leder, Tabak u. Getreide; 4567 Ew.

Jakoby, Louis, deutscher Kupferstecher derGegenwart, geb. zu Havelberg 7. Juni 1828,Schüler Mandels in Berlin, arbeitete fast 5 Jahrein Paris n. dritthalb Jahre in Nom, bereiste auchSpanien und Frankreich u. ward 1863 Professoran der Wiener Akademie, wo er noch lebt. Haupt-werk: Schule von Athen nach Rafael. Außerdem:Hnnnenschlacht, Geschichte u. Sage nach Kanlbach;Lady Macbeth, nach ebendemselben, n. die Porträtsdes Kaisers Franz Joseph u. der Kaiserin Elisabeth,nach Wintcrhalter, die von Cornelius, Guhl, Roki-tansky, Olfers, Mommsen, Grillparzer, Ritter :c.

Jaksa, s. Albasin. (Regnet.

Jakscha (ind. Myth.), eigentlich geisterhafteErscheinung, Spukgestalt, bezeichnet eine Art Halb-götter, Begleiter des Kuvera, des Gottes des Reich-thums, dessen Gärten u. Neichthümer sie bewachen.Sie wohnen auf den Bergen in menschlicher Ge-stalt u. sind dem Menschen wohlgesinnt. Bei derSeelenwanderung gehen die Seelen von Menschen,die unter der Herrschaft des Staubes standen, insie über. s.

Jakllb Beg (Mohammed Jaküb, Atalik Ghazi),Herrscher des ncugegrllndeten Reiches Kaschgar inOTurkesian (Centralasien), geb. um 1830 zuPischbck, einem Dorfe zwischen Taschkend undKhodschend, als der Sohn eines Zollbeamten imehemaligen Khanat Khokand, war anfangs Schrei-ber, dann Zollcinnehiner, dann Befehlshaber derFestung Ak MeSdschid, in der er heldenmüthiggegen die Russen kämpfte. 1864 zog er miteiner Schaar Khokander nach OTurkesian, machtesich zum Herren der Stadt Kaschgar, die er voneiner plündernden Kirgisenhorde befreite, und er-oberte dann nach langer Belagerung die nochvon den Chinesen besetzte Ciladelle Jangschahr.1865 warf er die Dunganen nieder, eroberte Jar-kand, 1866 Khotan u. entledigte sich seines geist-lichen Nebenherrschers Bnzurg-Khan. Seitdemhat er sein Reich fortwährend sowol nach außenerweitert, als auch im Innern durch Schaffungeiner tüchtigen Militärmacht befestigt u. ist zur Zeitder einflußreichste einheimische Herrscher in Central-asien (Weiter, vgl. Kaschgar). Seit 1870 führt er-den Titel Atalik Ghazi (Beherrscher der Gläubigen);er ist ein gläubiger Muselmann. Thiclcmann.

Jakulstthner, so v. w. Hokkohühner.

JaknutN, eine Adelsklasse in Japan (s. d.).

Jakuten, Hirtenvolk tatarischen Stammes indem Gebiete von Jakntsk u. des Gouvernements