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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Jahrbücher —

J-en seit Malek Schah (1079 n. Chr.) von 365 Ta-gen, von denen 7 Mal hintereinander das 4., dannaber das 8. ein Schaltjahr ist. k) Bei den Ger-manen war in ältester Zeit das I. nach Tacitus in3 Theile getheilt, Winter, Lenz, Sommer; außer-dem in 12 Monate, deren Namen aber nicht voll-ständig bekannt sind, wahrscheinlich aller mit Festenu. dgl. Zusammenhängen; so nannten die Gothenden November kiuina jiulols (erster Julmonat),den December akar jiulois (Nachjulmonat), nachder Feier des Jnlfestes, die Angelsachsen denFebruar solmonaä (Sonnen- od. Opferkuchen-monat). Ihre Monate theilten die Germanen schonfrüh in Wochen zu 7 Tagen. Das I. begannmit der längsten Nacht, daher sie auch zuweilennach Wintern, statt nach Jahren zählten. Mitder Einführung des Christenthums bekamen dieGermanen die Einrichtung des Julianischen J-es,Loch erhielten sich die alten Monatsnamen: Win-termonat (Januar), Hornung (Februar), Lenz-monat (März), Ostermonat (April), Wonnemonat(Mai), Brachmonat (Juni), Heumonat (Juli),Erntemonat (August), Herbflmonat (September),Weinmonat (October), Windmonat (November),Heiliger (Christ-) monat (December) noch langeim Gebrauch des Volkes u. sind auch in neuesterZeit zum Theil wieder anfgelebt. I) Das Fran-zösisch-Republikanische I. hob vom 22. Septem-ber 1792 an, an welchem Tage die Herbstnacht-gleiche um 9 Uhr 18 Minuten 30 SecnndenVormittags nach dem Pariser Meridian einsiel.Es war in 12 Monaten von je 30 Tagen befaßt,welche dann 10 Dekaden statt der Wochen bildeten,denen die Ergänzungstage (lours oomplömsn-iairos) für ein gemeines I., mit einem 6. Tagfür ein Schaltjahr, das in der Regel alle 4J-e eintrat, beigegeben wurden. Die Monateerhielten Eigennamen, die nach ihrer Ableitungauf die Jahreszeit hindeuteten u. in ihren End-ungen zu drei u. drei Üebereinstimmungen hatten,nämlich: Venäömiairö (Weinmonat, vom 22.Sept. bis 21. Octbr.), Lrums-irs (Nebelmonat,vom 22. Octbr. bis 20. Novbr.), llrimairs (Reif-monat, vom 21. Nov. bis 20. Dec.), Hivöss(Schneemonat, vom 21. Decbr. bis 19. Jan.),Vonlöss (Windmonat, vom 20. Jan. bis 18.Febr.), klnviöss (Regenmonat, vom 19. Febr.bis 19. März), Kermlnal (Keim- oder Sprossen-mouat, vom 20. März bis 18. April), lllorsal(Blttthenmonat vom 19. April bis 18. Mai),krairial (Wiesenmonat, vom 19. Mai bis 17.Juni), Nsssiäor (Erntemonat, vom 18. Junibis 17. Juli), Lllormiäor (Hitzmonat, vom 18.Juli bis 16. Aug.), llruotüäor (Fruchtmonat,vom 17. August bis 15. Sept.). Da jedoch zwi-schen den christl. u. den republikan. Monaten ver-schiedene Verschiebungen eintreten, so blieb es nichtin allen Jahren bei den oben angegebenen Tagen.So fiel z. B. der 1. Vendem., wie vorhin er-wähnt, auf den 22. Sept., aber bloß in den Jah-ren l (oder 1792), II (1793), III (1794), V(1796), VI (1797) u. VII (1798); dagegen aufden 23. Sept. in den Jahren IV (1795), VIII(1799), IX (1800), X (1801), XI (1802), XIII(1804) u. XIV (1805); dagegen im Jahre XII(1803) sogar auf den 24. Sept., u. der entspre-

Jahrrechmmg. !

chende Wechsel zog sich durch alle Monate. Diealte Zeitrechnung trat infolge des Decrets vom g.Sept. 1805 wieder ein. Eine kurze Auffrischunadieses Systems versuchte 1871 die Pariser Com. Imune. m) Das altindische I. war ursprünglichein Mond - I., dessen Übereinstimmung mit dem !Sonnen-J. durch einen 5jährigen Cyklus, in wel- 1chem 3 J-e 12 Monate u. 2 J-e 13 Monate z»

13 Tagen enthalten. Erst unter dem Einfluß derGriechen entwickelte sich das jetzige dem Sonnen-J-e beinahe gleichkommende I. n) Das jap»,nesische I. ist ebenso ein Mond-J., das mit Febr,od. März anfängt u. 12 od. 13 Monate hat, diein Abschnitte von 14 Tagen eingetheilt werden, alle -19 I. sind 7 Schalt-J-e, doch geht man dort mitdem Vorsatz um, das Gregorianische System ein-zuführen. Thielemmi,,

Jahrbücher, Aufzeichnungen der denkwürdigenEreignisse eines Jahres; Zusammenstellungenvon mehreren solchen Jahresaufzeichnungen (s,Annalen, Chronik, §astü); Titel der nach denQuellen in Form von Annalen von der Hiflor- >ischenCommission inMünchen bearbeiteten Geschichte !Deutschlands im Mittelaller, I. der DeutschenGeschichte; endlich Titel periodisch erscheinender, dieTagesfragen in Politik, Wissenschaften u. Kunst >behandelnder Zeitschriften. ^

Jahresregent, derjenige der sieben alten Pla-neten, welcher in einem gegebenen Jahre mit seinemvermeintlichen Einflüsse, namentlich aus die Wit-terung, vorherrschte. Der Hundertjährige Kalen-der ließ die J-en so folgen: Saturn, Jupiter,Mars, Sonne, Venus, Mercur u. Mond. DieseAnsiebt ist ein Rest der früheren Astrometeorologie,Jahresringe, s. Dicotyledonen. ,

Jahreszeiten, die durch die Stellung derSonne bedingten u. durch charakteristische Natur-erscheinungen ausgezeichneten Theile des Jahres,

Es sind ihrer vier: durch die beiden Äquinoctial-punkte, in denen die Sonne durch den Äquatorgeht (Nachtgleichen), u. die beiden Solstitialpunlte(Sonnenwenden) bestimmt. Hiernach entstehenalso vier I., die aber ans beiden Erdhemisphärenentgegengesetzt sind: Frühling, Sommer, Herbst, ,Winter (s. d.). Nach den Kalendertagen fällt der !Anfang des Frühlings auf den 20. od. 21. März(selten schon den 19.), der des Sommers auf den21. oder 22. Juni, der des Herbstes auf den23. September, der des Winters auf den 2l,od. 22. December. In meteorologischer Bezieh-ung versteht man unter Jahreszeiten die durchdie Stellung der Sonne hervorgernfenen Haupt-witterungszustände u. deren Einflüsse auf dasorganische Leben, besonders die Vegetation. Specht,'Jahrmarkt, ein länger als einen Tag dauern-der Verkaufsmarkt zum Kaufe anderer, als dergewöhnlichen Lebensbedürfnisse, welche meist vonauswärtigen Gewerken u. Händlern am Markt-platze feilgeboten werden, zugleich Anlaß zu Schau- ,stellungen und Belustigungen aller Art für daS sVolk. Im Gegensatz zu den Wocheumärkten kehrt lder I. im Jahre nur ein- bis viermal wieder,Jahrrechmmg (Xsra), die Reihenfolge dervon einem bestimmten Ausgangspunkt (Epoche) jan gezählten Jahre für geschichtliche Begebenheiten,Unter einer Epoche ist irgend ein bedeutendes,