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Jagdgerechtigkeit —
Jagdgerechtkgkeit, Recht zur Ausübung derJagd, s. d.
Jagdgeschütze heißen die im Bug eines Kriegs-schiffes zum Schießen nach vorn eingerichteten Ge-schütze, welche gewöhnlich leichter als die der Haupt»armirung des Schiffes find. Diejenigen Schisse,welche von vornherein zum Frontkanipf gebautfind, deren artilleristische Hauptwirkung daherschon nach vorn concentrirt ist, haben selten noch I.
Jagdgöttin, so v. w. Artemis (Diana).
Jagdhoheit (Wildbann), s. Jagd.
Jagdhund, 1) (Bracke) ein Hund von mitt-lerer Größe, schmal, leicht, von mittelstarkem Kopf,gut behängen, hat muskulöse Lenden und Läufe,muntere Augen, behaarten u. eiugezogenen Bauch,starken Hals und eine laute Stimme; gewöhnlichglatt, selten zottig, braunroth oder rothgelb,mit weißen od. schwarzen, auch wolfsgrau mitrothbraunen Abzeichen. Auch die Parforcehundegehören zu den eigentlichen J-en. Der eigentlicheI. ist der Hund, welcher bei den Alten und vorErfindung des Schießpulvers fast ausschließlich inGebrauch war und dazu diente, den Jägern dasWild durch Bellen zuzutreiben und in die ansge-stellten Netze zu jagen. Doch wird der I. jetztselten und in wildreichen Gegenden fast nie mehrangewendet, indem das Revier dadurch rniuirtwird. Nur in Gebirgsgegenden, wo Hasen undanderes Wild selten find, jagt man noch mit J-en.Sie werden jj Jahre alt zuerst koppelbändig ge-macht und deshalb in der Regel je zwei an eineKoppel vereint, dann beim Ausführen an Gehör-sam, Pfiff, Ruf u. Horn gewöhnt u. das Gegen-theil mit der Peitsche gestraft. Man braucht sienicht vor dem October, wo sie auf eine Fährtegebracht u. auf dieser laut u. ohne von ihr wie-der abzugehen geübt werden. Zuruf und Hornbringen den I. auf die verlorene Fährte zurück.Der Jäger stellt sich auf die Wechsel u. erwartethier den Hund u. das gejagte Wild. Gewöhnlichübt man den I. aus Hasen, jedoch nicht zu langeauf einmal. Um ihn eifriger zu machen, gibt manihm zuweilen Geräusch u. Gescheide des erlegtenHasen zu fressen (macht ihn genossen). 3) AlleArten Hunde, welche zur Jagd gebraucht werden,bes. der Hühnerhund. Wtmmenauer i-.*
Jagdhunde (Astr.), nördliches Sternbild, demBootes, der sie führend dargestellt wird, von Hevelbeigefügt, zwischen demselben, dem Großen Bäru. dem Haar der Berenike. Sie heißen Asterionu. Chara; beide sind durch ein Halsband mit23 Sternen zweiter bis sechster Größe verbunden.
Jagdjmiker, Jagdbeamte an sürstlichen Höfen.
Jagdlehen (llus vsnatimiis), das zu Lehen ge-gebene Recht, in einem gewissen District zu jagen.
Jagd machen (jagen), ein feindliches Kriegs-schiff od. ein Handelsschiff, das sich gegen inter-nationale od. locale Bestimmungen vergangen hat,mittels eines Schiffes verfolgen.
Jagdnetzc (Garne), alle zum Zurückschreckenod. Fang von Wild od. Vögeln bestimmten Netze.Sie werden je nach ihren Zwecken aus stärkerenod. schwächeren Bindfaden oder Schnuren so ge-knüpft, daß die Maschen entweder Quadrate (Spie-gel) oder verschobene Rauten, Dreiecke u. andereFiguren bilden. Man unterscheidet Prallnetze
- Jagdvergehen.
(lichtes Zeug), die wie die Jagdtücher (s. d.) an.senkrecht stehenden Stäben, straff angespannt, be-festigt werden u. nur zum Abschrecken des Wildesdienen, u. Fanggarne. Letztere werden entwedergleichfalls vertical, aber locker (busenreich) ausge-gehängt, so daß das hineinspringende od. fliegendeWild sich darin verwickelt u. fängt, od. horizontalgelegt, resp. über die zu fangenden Thiere gezogen.Zu Len hängenden J-n gehören die 60—12g inlangen, 1H — 3 m breiten Fallgarne, worinHirsche, Sauen, Rehe,Hasen, Füchse gefangen werden,u. die zum Vogelfang dienenden kleineren Hoch^Kleb- und Steckgarne; zu den liegenden dieDeck- u. Sackgarne, wie der Tiras, die Dachs-
u. Fuchshanbe (s. d.), Schlaggarne endlich sindam Vogelherd (s. d.) angebracht. Wimmmauer v... Jagdrecesi (Jagdschied), Urkunde über einÜbereinkommen betreffs der Zuständigkeit der Jagd-gerechtigkeit.
Jagdschirnr, eine von Reisig geflochtene od.aus Brettern, Tuch u. a. hergestellte, mitunterauch überdachte Brustwehr, welche bei eingestellten,bestätigten u. Treibjagen dazu dient, die Jäger,bes. fürstliche Personen, zu verdecken u. zugleichvor etwaigen Angriffen des Wildes zu schützen,agdspieß, so v. w. Fangeisen,agdspinnen, Spinnen, welche kein Netzmachen, sondern im Sprunge ihre Beute erhaschen;Wolss» od. Luchsspinne (I-^ooss,) und Sprung-spinne (Lakbiouo).
Jagdstück (Malerei), eine besondere Gattungder Stilllebenmalerei, deren Motive vornemlichdem Bereiche der Jagd entnommen u. zu einemkünstlerisch geordneten Ganzen gruppirt sind, alsoJagd selbst, Wild — lebend und todt —, Jagd-requisiten, Jagdhunde. Das I., wie das Still-leben überhaupt, wurde zuerst — nach der im17. Jahrh. stattfindenden Absonderung der einzel-nen Gattungen der Malerei — in der Holland.Schule cultivirt; vornemlich von Rubens, der imVerein mit Snyders große Tableaux, Löwen-,Wolss-, Hirsch-, Bären« u. andere Jagden dar-stellend, in meisterhafter Weise aussührte. Anderebedeutende Meister in diesem Fache sind I. Fht,Nuthardts, Wouwerman, bes. aber I. Veenix,welche sämmtlich der zweiten Hälfte des 17. Jahrh.angehörten und zum Theil bis ins 18. hinein-reichen. Unter den Deutschen zeichnet sich um dieMitte des 18. Jahrh. bes. I. Elias Nidinger ans.Auch in der neueren Zeit haben die J-e viel-fach bedeutende Vertreter, namentlich in England(Lanoseer u. A.), Frankreich (Troyon), Deutsch-land (Dciker, P. Meyerheim, Aug. Schleich ffog.Rauchbilderj, Hammer, v. Krockow, Benno, Adam,
v. Thoren, Freese u. s. w.). SchaLkr,
Jagdtücher (dunkle u. finstere Zeuge), Wände
von starker u. fester Leinwand, mit welchen dasWild bes. bei Bestätigungsjagen umstellt wird.Dieselben sind in der Regel circa 120 m laug u.je nach der Wildart 1^—3 m hoch; sie werdenwie die Prallnetze (s. Jagdnetze) beseitigt. Fall-od. Schnapptücher sind solche, die mittels be-sonderer Einrichtung schnell herabgelassen u. wie-der aufgezogen werden können, um das Wildübersetzen zu lassen. Vgl. Treibjagd. Wlmmenauer d.
Jagdvergehen, Zuwiderhandlung gegen die