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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
Seite
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Hydrobat —

Hydrobat (v. Gr.), Wassertreter, Schwimm-künstler.

Hydrocarbür (v. Gr.), chem. sämmtliche Koh-lknwasserstofse; spec. in der Technik aus Stein-lohlentheer, Braunkohlen, bituminösen Schiefern rc.durch Destillation gewonnenes Öl, welches auchunter dem Namen Mineralöl, Photogen rc. in denHandel kommt u. als Beleuchtungsmaterial dient.

kFärookarls L., Pflanzengatt, aus der Familiellxäröelmritiaoous-LtrLtüotücisao (XI. 9); II. mor-sus ranas L. (Froschbiß), auf stehenden Wassern,mit nierenförmigen, flach auf dem Wasser liegen-den rundlichen Blättern u. 2 großen, durchscheinen-den, innerhalb des Blattstiels übergreifenden Ne-benblättern; männliche Blüthen zu 3 in einer^blätterigen Hülle, mit 12 am Grunde verwachse-nen Staubblättern; weibliche Blüthen langgestielt,kleiner, mit 6 paarweise verbundenen Staminodienu. mehrfächerigem Fruchtknoten. Engler.

llxäroolmritaosae (Nixenkräuter). Pflanzenfamilieaus der Klasse der Lnsatas, meist perennirendeWasserpflanzen, mit bald kurzem, kriechendem,Schäfte treibendem, bald langem, knotig-geglieder-tem, stielrundem Oberstocke; Blätter oft alle grund-ständig, selten gegenständige oder quirlständige,fluchende od. schwimmende Stengelblätter. Perigonaus 2 Kreisen gebildet, an den Zwitter- u. weib-! lichen Blüthen oberständig, das äußere kelchartig,

^ das innere zart, blumenkronenartig; Zwitterblüthen! u. männliche Blüthen mit 2—4 fruchtbaren und! häufig mehreren unfruchtbaren Staubblattkreisen;

weibliche Blüthen mit sterilen Staubblättern und> einem einfächerigen oder unvollständig 3—6—9-sächerigen Fruchtknoten. Samen mehrere mirgeradem Keimling. Trib. I. LMrillsas, Blättergegenständig oder quirlig an verlängertem Sten-gel, Fruchtknoten einfächerig mit 3 Narben:Mora, Lnavlmris, Lloäoa, Hxärilla. Trib. II.VLllisnorisas, Stengel verkürzt mit linealischenGrundblättern, Fruchtknoten cinfächerig mit 3Narben: Vnilionsria, LZ'xa. Trib. III. Stengelverkürzt, Fruchtknoten mit 6 — 9 unvollständigenFächern u. 6 Narben: Ltraiüotes, Lniralns, Ot-tella, Laotin, Limnobrum, L^ckrooünris. Engler.Hydrochinon, OgLyzO-, farblose, in Wasser,

! Alkohol u. Äther lösliche Prismen; Schmelzpunkt172,s". Es wird durch trockene Destillation vonChinasäure u. durch Erwärmen ihrer wässerigen^ Lösung mit Bleisuperoxyd, am leichtesten durch! Reduktion von Chinon mittels schwefeliger Säureerhalten. Beim Erhitzen von H. mit Phthalsäure-anhydrid u. Schwefelsäure entsteht H.-Phthalern,ein rother Körper, der gebeizte Zeuge wie Roth-hvlz färbt. Durch Oxydation wird das H. inChinhydron oder grünes H., schön grüne me-tallglänzende Krystalle, u. dann in Chinon (s. d.)übergeführt. Brvglie.

>i>ilroeliosrus Lrrss., s. Capybara.kixürooores, s. Wasserwanzen.liMocotxlo L., Pflanzengatt, aus der FamiliellwisIIIIsras - H^ärocotzlkas (V. 2), mit ver-; wischtem Kelchrande, eirunden, ganzen, spitzigen! Blumenblättern und von der Seite zusammengc-> driickter zweischildiger Frucht; die Theilfrüchtchenstciemenlos mit fünfsädlichen Riefen, die Kielriefe»> die zwei seitenständigeu oft verwischt, die zwei

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mittleren bogig. Arten: L. vulAario L. (Ge-meiner Wassernabel), mit schildförmigen Blätternu. röthlichen Blumen; in Sümpfen, verdächtig,den Schafen oft tödtlich. 8. umbollata L. (Aca-ricoba), in Brasilien, brechenerregender Saft gegenLeberkrankheiten. L. nsiation L., in Ostindien,Afrika u. Amerika; die bitterlichen Blätter werdenzu Salat und auch äußerlich bei Wunden u. Ge-schwüren gebraucht. Engler.»

llxilroäictM ÄoÄ., Algengattung aus der Fam.Goonobisae, mit der Art: Ll. utrionlatum ÄoA.,häufig im Frühjahr und Sommer auf stehendenWässern in dichten Schichten frei schwimmend.Die Zellen bilden ein sackförmiges Netz von 10bis 20 am Länge; in einzelnen Zellen entstehen7000—20,000 freie Tochterzellen, welche innerhalbeiniger Wochen zu einem neuen Netz auswachsen,nachdem die Membran der Mntterzelle sich aus-gelöst hat. In anderen Zellen entstehen 30,000bis 100,000 sehr kleine kugelige, aus der Mutter-zelle ausschwärmende Zellen, die zu Ruhesporenwerden 'u. später je zwei bis vier große Schwärm-zellen bilden, aus denen neue Colonien hervor-gehen. Engler.

Hydrodynamik (v. Gr.), der Theil der Me-chanik (s. d.), welcher sich mit den Gesetzen derBewegung der Flüssigkeiten (s. d.) beschäftigt.

Hydroelektrische Kette, so v. w. GalvanischeKette, s. Galvanismus.

Hydrogen, s. Wasserstoff.

Hydrographie (gr., d. i. Beschreibung derGewässer), bildet einen Theil der physikalischenGeographie u. beschäftigt sich theils mit der Be-schreibung der Gewässer, ihres Verhaltens u. derauf sie u. ihre Veränderung einwirkenden Ver-hältnisse innerhalb der Landgrenzen, theils mitder Beschreibung u. Untersuchung der Meere undaller derjenigen Naturerscheinungen, Instrumenteu. anderer nautischer Hilfsmittel, welche für dieNavigation förderlich od. von Wichtigkeit sind; siebildet in diesem Zweige, der auch Oceanographiegenannt wird, einen Haupttheil der Steuermanns-kunde, deren anderer die nautische Astronomie ist.Deßhalb heißen in Frankreich Navigations- undSteuermannsschulen auch hydrographische Schulen.Die Oceanographie ist in den drei letzten Jahr-zehnten unter der Beihilfe der Kriegs- u. Han-delsmarinen der Cultnrstaaten, sowie durch diefür das Legen unterseeischer Kabel erforderlichenVorarbeiten ganz ungemein gefördert worden u.hat dadurch ein solches Übergewicht über die H.der Flüsse gewonnen, daß man im Allgemeinenunter H. gewöhnlich die Oceanographie versteht.Erst neuerdings ist die H. eine wirkliche Wissen-schaft geworden, als deren Bahnbrecher Mauryzu bezeichnen sein dürfte; seitdem der auf seineAnregung 1853 in Brüssel zusammengetreteneCongreß der Seemächte ein gleichförmiges Systemder nautischen Beobachtung beschlossen hatte undin allen Marinen besondere hydrographische Bu-reaus zur Sammlung u. Verwerthung aller fürdie Navigation wichtigen Erscheinungen eingerichtetwurden, hat die H. nicht uur unsere Kenntnißvon den Wasserverhältnissen der Erde wesentlichvertieft, sondern auch die Reisen durch Festlegungder günstigsten Routen bedeutend verkürzt u. ge-