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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Hyadeii -

füllt cultivirt. 8. »mstk^stüms L., Blumeglockenförmig, an der Basis cylindrisch, Blätterschmal, linealkeilförmig, auf der Erde niederliegend;in den Pyrenäen, Frankreich, Italien u. Croatieu.Die Cultur der H. ist sehr alt u. seit der Mittedes vorigen Jahrh. in Holland zur größten Voll-kommenheit u. Ausdehnung gediehen. Bis Endedes vorigen Jahrh. hatte man nur einfache H->en;die wenigen gefüllten wurden nicht geachtet, bisPet.Voorhelm in Haarlem auch diese vervollkomm-nete u. in Aufnahme brachte. Die H-en-Liebhabsreiwar so groß, daß einzelne Zwiebeln von schönenseltenen Sorten mit 500 bis 1000 fl. bezahltwurden; jetzt wird dafür nur selten ein Preis bisSO fl. erzielt, gewöhnlich schwankt er bei Zwiebelnmit Namen per Stück zwischen H u. einem ganzenGulden, im Rummel die 100 St. von 10—15 fl.Noch immer sind die holländischen H., welchebes. zwischen Haarlem, Alkmaar u. Leyden in demdortigen leichten angeschwemmten Boden auf großenFlächen gezogen werden, die berühmtesten; jedochist seit einer Reihe von Jahren die H-en-Cultur auchbei Berlin eingeführt u. zu großer Vollkommen-heit u. Ausdehnung gelangt. Man hat die H-eneinfach u. gefüllt in allen Schattirungen von Roth,Blau, Violet, Hellgelb bis zum reinsten Weiß,Zum Gedeihen der H. ist ein fetter, tiefgründiger,lockerer Sandboden unerläßlich, welcher oft gedüngtwerden muß, doch so, daß die Zwiebeln 10 emüber dem Dünger liegen und selbst 8—12 «m hochmit Erde bedeckt sind; werthvolle Zwiebeln werdeneinzeln mit reinem Sande umgeben. Man pflanztdie Zwiebeln im Oct., bedeckt im Winter die Beetemit Laub, Gerberlohe u. dergl. gegen den Frost.Ende April Pflegt die 3—5 Wochen andauerndeBlüthezeit einzutreten, während welcher dann dieeinzelnen Pflanzen an Stäbe angebunden u. beitrockenem Wetter vorsichtig begossen werden müssen;nach der Blüthe bedürfen die Zwiebeln zu ihrerguten Entwickelung einer gleichmäßigen, mittlerenFeuchtigkeit. Die nach dem Welken herausge-nommenen Zwiebeln werden auf Brettern aneinem luftigen Orte getrocknet, dann trocken auf-bewahrt u. mehrmals nmgewendet. Die kleinenseitlichen Brutzwiebeln werden vorzugsweise zurVermehrung benutzt. Samen verwendet man nurzur Gewinnung neuer Sorten. Die ausgewachsenenZwiebeln erreichen in gutem Boden ein Alter von8—8 Jahren. Vielfach werden die H-en zur Früh-treiberei benutzt, deren Gelingen vorzüglich vonder richtigen Sortenwahl abhängt, die einfachensind im Allgemeinen früher u. dafür geeigneter,als die gefüllten; als früheste Sorten sind u. A,zu empfehlen: Die einfachen rothen Homsrns,Geliert, Lämablo rossbbo, Görres; die blauenLnMns, Graf von Büren, l?ami ckn oonr,Schiller; die weißen Irlompsts, Nonäivs, kromisrnoble, Llanolmrä, I-a zoll blanebs, so wie diegefüllte rothe Longnsb tsnckrs, die blauen Imbien aimss u. A. la moäs n. die weiße In tourä'Luvsrgns; die gelben Sorten sind alle spät.Zum Treiben werden die H-en im Aug. u. Sept.in is om weite Blumentöpfe in fruchtbare, lockere,mit Sand vermischte Erde so tief eingesetzt, daßsie eben mit Erde bedeckt sind, u. die Töpfe biszum Beginn des Treibens 30 om tief im Freien

- Hyalith.

vollständig in den Boden eingegraben od. in denKeller gestellt; nach etwa 2 Monaten nimmt man sieheraus und stellt sie in einen dunkeln, frostfreienKeller, aus welchem man dann von Ende Novbr.an zuerst die bereits etwas getriebenen Zwiebelnin ein warmes Zimmer bringt, wo sie anfangsdunkel gehalten, mit einem Blumentöpfe od. einerPapierdüte bedeckt werden, damit die Blüthen-stengel in die Höhe wachsen, u. später ans Fenstergestellt u. stets gut feucht gehalten werden. Gutausgebildete Zwiebeln der H. lassen sich auch aufWasser in oben etwas verengten H.-Gläserntreiben, welche so weit mit weichem Wasser, demzur besseren Haltbarkeit auch etwas doppelkohleu-saures Natron zugesetzt werden kann, gefülltwerden, daß dieses eben den Boden der Zwiebelerreicht; man stellt sie anfangs etwas dunkel,später an ein sonniges Fenster u. ersetzt das auf-gezehrte oder etwa faul gewordene Wasser vor-sichtig durch frisches, ein wenig erwärmtes Wasser.Am besten gelingt dieH-enTreiberei, wenn dieTöpfe anfangs in mäßig warmen Beeten in denGewächshäusern od. in dazu vorgerichteten Kastenüber dem Stnbenofen in Gerberlohe oder Mooseingesenkt werden können; will man sie jedoch erstim März od. April in Blüthe haben, so ist diesesnicht erforderlich. Die getrockneten Zwiebeln kannman daun im nächsten Herbste ins freie Land pflan-zen, wo sie aber keine vollkommenen Blüthen zu ent-wickeln Pflegen; zumTreiben sind sie selten,höchstensnach einigenJahren, wieder geeignet. Engler. Wolde.

Hyaden, 1) d. h. die Regnenden, Nymphen,Töchter des Atlas (od. des Erechtheus, Kadmos,Okeanos, Hyas) u. der Böotia od. Pleione zu 3,5 od. 7 angegeben; sie erzogen am Berge Nysa(daher Nysaiische Nymphen) den Dionysos u. inDodona (daher Dodonäische Nymphen) den Zeus.Bei der Verfolgung des schwärmenden Dionysosdurch den Thrakerkönig Lynkeus oder nach späte-rer Erzählung wegen ihres Grams über ihrenauf der Jagd getödteten Bruder Hyas wurden sieunter die Sterne versetzt. Sie dienten den Schif-fen als Leitsterne und werden meist mit den Ple-jaden verschmolzen. 2 ) (Ferkel, Astron.) Sterneam Kopfe des Stiers, bilden die Figur eines 7^,enthalten einen Stern erster Größe, Aldebaran,4 dritter Größe,'worunter 2 Doppelsterne. IhrAufgang mit der Sonne sollte Regen verkünden.

Hyakinthos, Nationalheros zu Amyklä in La-konika, Sohn der Diomede u. des Königs Amy-klas, wegen seiner Schönheit von Apollo n. Ze-phyros geliebt. Apollo warf einst Diskos mit ihm;Zephyros lenkte aus Eifersucht den Diskos desApollo so, daß derselbe den H. traf u. ihn tödtete.Eine Blume (der Rittersporn, n. And. die Schwert-lilie, vielleicht die Hyacinthe) entsproßte seinemBlute, worauf Apollos Klagelante -»'/ standen.Ihm u. dem Apollo wurden die Hyakinthia zuAmyklä im Monat Hekatombäon 3 Tage gefeiert,n. zwar am ersten Tage Todtenopfer in Trauergebracht, an den beiden folgenden fröhliche Fest-züge u. Wettspiele angestellt; die Spartaner ludendabei ihre Knechte zu Tische.

Hyalith, Mineral, Varietät des Opals, ist farb-los u. durchsichtig, stark glasglänzend u. findet sichin kleintraubigen od. nierenförmigen Massen, oft