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Utioa —
S. Glockenthierchen L mit zur Ablösung reifen Sprössling.
L. n. Kern. d. contractile Blase, a. Speiseröhre, ck. u. e.Wimpsrlranz. k. Hinterer Wimperkranz von L, der vor-dere ist eingezogen.
4 . Abgelöster Sprössling.
Mnschel-Thierchen, Stxlonvotua inz-tilns. Vergr. 200.
a. Wimperkranz, d. contractile Blase, a. Fortpflanz-ungsorgan. iBgl. ferner die betr. Artikel). Farwick.
Urtios D., (Nessel), Pflanzengattung aus derFa-l milie der Ilrtieassas, ein- n. zweihäusig; männlicheI Blüthenhülle viertheilig, mit 4 Staubblättern, weib-liche zweitheilig, Fruchtknoten mit sitzender pinsel-
> artiger Narbe, Frucht ein eiusamiges Nüßchen, von! der vertrockneten Blüthenhülle umgeben; Stengel,
! Blätter u. Blüthenhüllen gewöhnlich mit Brenn-! borsten besetzt. Arten: II. ursns L. (kleine Brenn-
> nessel, Eiternessel), 30—40 om hoch, mit hellgrünen,eisörmigen, stumpfen, sägezähnigen, von scharfen
! Brennborsten besetzten Blättern, häufiges Unkraut.
! II. äio'tea, L. (große Brennnessel), mit oft manns-
> hohem Stengel, herzeisörmigen, langgespitzten Blät-' tern, zweihäusigen Blütheu; häufig auf Schutthau-fen, an Zäunen. II. pilulilsra, L., mit eiförmigen,langzugespitztcn Blättern, in runde Knöpfchen zu-sammengedrängten Blütheu, sehr brennend, alsHorb, st som. urt. romanas officinell, in Thürin-gen, der Lausitz u. Südeuropa. II. oannabina, L.,
1 m u. darüber hoch, mit dreitheilig tiefeingeschnit-tenen Blättern, in Sibirien. Der Bast der beidenletzten Arten eignet sich vortrefflich zu Gespinustenin gleicher Weise wie Hanf; es hat sich daher in
- neuerer Zeit die Aufmerksamkeit einiger Industriellendiesen Pflanzen zugewendet u. denkt man daran,dieselben im Großen anzubanen, zumal die Pflan-zen auf dem unfruchtbarsten Boden wachsen (s. a.Gespinnstpflanzen). Ferner wird der Ball von H.tsnasissima Äowd. (Loslimsria. utilis Hi. Reah-hanf) in Sumatra zu dauerhaften Seilen verar-beitet. II. ersrmiats, Lowb. (II. ursutissima Li.),in Java, u. m. a. in heißen Ländern, erregen beider leisesten Berührung ein überaus heftiges, Wochenlang anhaltendes, selbst Krämpfe u. lebensgefähr-liche Zufälle herbeiführendes Brennen, welches durchkaltes Wasser verstärkt u. selbst nach Monaten wonNeuem erweckt wird; H. Stimulans L. /I, ausJava,baumartig, mir großen Blättern, hier u. da miteinzelnen größern Stacheln, daselbst benutzt, um dieZugochsen anzutreiben, daher von den holländischenColonisten Buffelblad genannt. Vgl. v. Rößler-Lade, Die Nestel, eine Gespinnstpflanze, Lpz., Io-hannßeus landwirthsch. Verlagsbuchhandl.; Müller,Deutsche Brennnesseln, ebd., Hugo Voigts landw.Verlag. Engler.
veticaeeas, Pflanzenfamilie aus der Ordnung derUrtiemas, Kräuter, Sträuchcr od. baumartigePflanzen mit entgegengesetzten od. abwechselnden,einfachen gestielten, fiedernervigen, ungetheilten,gezähnten od. gesägten, selten handsörmiggelapptenBlättern, oft mit Brennhaaren besetzt, wie auch dieübrigen Theile; Blüthen polygamisch mit kelchartigerBlüthenhülle od. ohne solche; Fruchtknoten einfä-cherig, mit 1—2 Griffeln u. einem, selten 2 Eichen.Die Familie wird von den Botanikern in verschie-dener Weise begrenzt; neuerdings werden einigefrüher den Urticaceen coordinirtc Familien als Un-i terfamilien subordinirt wie folgt: I. Ilrtiooiäsasohne Milchsast, mit spiraligen od. gegenständigen
Uruguay.
Blättern; Fruchtknoten mit einem aufrechtenEichen;Keimling gerade in der Achse des fleischigen Eiwei-ßes: Urbiea, Uakaisia, kiksa, Losümsria, ?a,ris-taria,,§or8iwlsau.a. II.LIoroiäsas meist nsitMilch-faft; Fruchtknoten mit einem gekrümmten Eichen;Griffel meist 2spaltig; Keimling gekrümmt, inner-halb des fleischigen Eiweißes: Norus, Lroussonstüa,Llaolura, bstous, vorstsnia, Hatoua u. a.; III. Lrto-carpoiäsas, wie die vorigen; aber die Samen ohneEiweiß: Lrtoearpus, Nrseuiia, Lsoropia. Auchwird klatanus als einziger Repräsentant einervierten Unterfamilie, der Ulatg-noicksas hierher ge-stellt. Engler.
vi-tiesria (lat.), Nesselausschlag, s. d.
Urtieinss, Pflanzenordnung der choripetalen Dico-tyledonen, charakterisirt durch Blüthen, deren Quirlemeist 2—Zgliedrig sind u.in Folge gleicher Ausbild-ung der Blätter beider Blllthenhüllkreise nur eineeinfache Blüthenhülle zu bilden scheinen; Staubblät-ter so viel als Perigonblätter u. vor diesen; Frucht-knoten einfächerig, seltener 2fächerig; Fächer mit ei-nem, selten 2 Eichen. Hierher gehören die Familien:Ilrtlsa<!sg.s, tlanng.binog. 0 , mmaosas.
Urua , Reich in Centralafrika westl. vom Tan-ganjika See, den es jedoch nicht berührt, bis zumLomami, einem Nebenfluß des Kongo, bildet einungleichseitiges Viereck von etwa 315,000 djstm(5700 s-M), ist größtentheils Hügelland, nur imN. u. SO. gebirgig u. wird von den Hauptquell-flüssen des Kongo: Luapula u. Lualaba, von derenNebenflüssen (darunter der Lukuga, der Abfluß desTanganjikasees), sowie von den davon gebildetenSeen (Kassali, Moero, Landschi) bewässert. DerBoden ist sehr fruchtbar, das Klima günstig, daherder Reichthuin an landwirthschaftlichen Prodnctenunbegrenzt. Von Mineralien nimmt das Kupfer alsAusfuhrartikel die erste Stelle ein. Der wichtigsteHandelsartikel aber ist das Elfenbein; der Sklaven-handel steht noch in Blüthe. Die größte Merkwür-digkeit des Landes bilden die ausgedehnten Höhlen,die vielfach zu Wohnungen benutzt werden.
Urubamba, 7501cm langer Nebenfluß des Apu-rimac im Dep. Cuzco der südamerikan. RepublikPeru, ist im Unterlauf schiffbar.
Uruguay (Urugay), 1) großer schiffbarer Flußin Südamerika, entspringt auf der Serra do Marder brasilianischen Prov. Rio Grande do Sul, nimmtaußer mehren andern die Flüsse Aguapay (rechts),Urugay-Miri,Jbicuy, Rio Negro (links) auf, hatmehrere Stromschnellen u. Fälle, bildet die Grenzezwischen Brasilien u. U. einerseits u. den Staatender Argentinischen Conföderalion andererseits, undmündet nach einem Lauf von 1350 Icm in den LaPlata. In seinem unteren Laufe hat er 12,000 cbmWasser in der Secnnde. (Der Rhein bei Emmerich1980). Der U. ist sehr fischreich. Seine Schiffbar-keit für größere Fahrzeuge reicht bis zu seinem er-sten Wasserfall, etwa 670 Icm von seiner Mündung.2) (Montevideo, Banda Oriental, CisplatinischeRepublik, Republica Oriental dell U.), Republik inSAmerika, grenzt im N. u. NO. an Brasilien, imSO. u. S. andenAtlantischen Ocean u. die Mündungdes La Plata, im W. au den Argeutinischen StaatEntre Rios; 186,920 Hjlcm mit (1877 geschätzt)440,000 Ew., die sich, wie folgt, auf 13 Deport,vertheilen: