Telephomc — Telcsphoros,
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in Menlo Park, New Jersey, erwähnt. Edison ver-wendete fürs Singen einen ganz ähnlichen Sender,wie Reis (s. 4 a)^ nur mit einer Messingplatte an-statt einer Membran, fürs Sprechen dagegen legteer eine elastische od. starre Platte an eine Graphit-platte, damit die durch jene Platte übertragenenDrnckändernngen im Graphit dessen Widerstand u.dadurch die Stromstärke ändern könnten; daß dazuder Graphit besonders geeignet ist, hatte Edisonschon früher entdeckt u. für andereZwccke verwerthet.Im Empfänger verwendet Edison keinen Elektro-magnet, sondern er nutzt eine von ihm 1874 gemachten. zur Herstellung seines Elektromotographen ver-werthete Entdeckung aus, um die eine Wand einesNesonanzkastens mechanisch in Schwingungen zn ver-setzen. Natürlich könnte hier als Empfänger aucheinBellsches T. benutzt werden, ci) Wird als Senderfür ein T. ein Mikrophon benutzt, so vermag dasselbesonst vollständig unhörbare Geräusche in einem em-pfangenden T.vernehmbarzumachen;dasWesentlicheim Mikrophon sind in den Stromkreis einer Batterieeingeschaltete ungleichartige Leiter, deren WiderstandLurch die sie selbst oder einen Resonator treffendentönenden Schwingungen sich so stark ändert, daß diedadurch bewirkten Änderungen in der Stromstärkein dem mit in dein Stromkreise liegenden empfind-lichen T. hörbar werden. Ein sehr empfindlichesMikrophon erhält man, wenn man an einem in auf-rechter Stellung aus einer ruhig stehenden Unterlagebefestigten Resonanzboden zwei mit den Stromzn-leitungen zn verbindende Kohlcnstückchen wagrechtvorstehend befestigt und in ihnen auf den einanderzugewandten Flächen kleine Höhlungen anbringt, inwelche man ein Stäbchen aus Gaskohle mit seinenbeiden zugespitzten Enden locker einsetzt. Das Mi-krophon ward durch Hughes in Europa bekannt,seine Erfindung wird ihm aber von Edison, anschei-nend nicht mit Unrecht, bestritten. Das Mikrophonverspricht für die medicinische Diagnose Bedeutungzu gewinnen, s) In Edisons Phonograph gräbteine Spitze an einer Membran, gegen welche durchein Mundstück gesprochen wird, den Schwingungender Membran entsprechende Vertiefungen in eine ander Spitze stetig vorübergesührte bildsame Masse ein.Das Mundstück mit der Membran ist an einem fest-stehenden Ständer angebracht, die Spitze berührtleise ein Stanniolblatt, das um eine mit einer ver-tieften Schraubenlinie versehene Messingwalze ge-wickelt ist; während des Sprechens in das Mundstückwird die Walze gleichmäßig nmgedrcht u. dabei zu-gleich durch eine Führungsschranbe von gleicherSteigung wie jene Schraubenlinie der Länge nachfortbewegt; dabei formt die Spitze die jene Schrau-benlinie bedeckenden Theile des Stanniols zn Erha-benheiten n. Vertiefungen. Wird umgekehrt die nochmit dem Stanniol belegte Walze voni Anfang anunter der Spitze hinweg geschraubt, so versetzen dieErhabenheiten und Vertiefungen im Stanniol dieMembran in tönende Schwingungen, ans denen manleidlich verständlich die früher gesprochenen Wortewieder heraushört. Könnte man durch ein empfan-gendes T. gegen einen Phonographen sprechen, sowürde letzterer das auf dem T. Gehörte in gewissemSinne bleibend verzeichnen. Vgl. Sack, Die Tele-phonie, Berl. 1878; P. Reis, Das T. n. sein An-rusapparat, nach seiner historischen Entwickelung n.
praktischen Anwendung, Mainz 1878; Du Monccl,lw tölsptions, 1s mioroplions sb Is ptwnoxraplig,Par. 1878; G. B. Prescott, Mas spsakin^ tvlo-plums sto., New Jork 1879. ZetzsSe.
Tclephonie, s. Telephon.
Telepljonik, die Kunst zu tclephoniren, s. Te-lephon.
Telephonische Wecker (telephonische Rufappa-rate) sind magneto-elektrische Apparate, welche demBellschen Telephon (s. d. 4) b) bcigegebcn werden,nm Jemand aus einiger Entfernung an das Tele-phon heranznrnsen. Als stromerregcnden Senderbenutzt man entweder das Telephon selbst, dessenPlatte man dann in lebhaftere Schwingungen versetzt,etwa durch Anblasen mit einer kleinen Zungenpfeife,welche Siemens n.Halske ihrcnneuesten,durch beson-dere Tonstärke sich vorthcilhaft anszeichnenden Tele-phonen beigeben, od. eine in ihrer elektrischen Ein-richtung dem Telephon ähnelndem tönendeSchwing-ungen versetzte Stahlglocke od. Stimmgabel, welchemau in geeigneter Weise in einer Drahtspule Strömeindnciren läßt. Am Empfangsorte dagegen bringtman durch die Ströme entweder das Telephon selbstznm Tönen, dessen Wirkung man durch Resonanznoch verstärken könnte, od. man wählt eine der strom-erregenden ganz ähnliche, ihr sympathische (gleich-gestimmte) Glocke od. Gabel als Empfänger; wirdvon mehreren solchen sympathischen Glocken od. Ga-beln, die in denselben Stromkreis eingeschaltet sind,die eine durch Anschlägen od. Anstreichen zum Tönengebracht, so bringen die von ihr erregten Jnductions-ströme auch alle anderen znm Tönen, während in den-selben Stromkreis aufgenommene, aus einen andernTon gestimmte (also der angeschlagenen nicht sympa-thische) Glocken n. Gabeln durch eben diese Strömenicht zum Tönen gebracht werden können. Zetzsche.
Telephos, ein Arkadicr, Sohn des Herakles n.der Auge, der Tochter des Königs Aleos von Tcgea;seine Mutter setzte ihn als Kind aus u. floh dannzum König Tcnthras nach Mysicn. T. aber wurdevon einer Hirschkuh genährt n. von Hirten zum Kö-nig Korylhos gebracht, welcher ihn erzog. Den Her-angewachsenen wies das Delphische Orakel ans dieFrage nach seiner Mutter zn Tenthras. Er heira-thete daselbst dessen Tochter Argiope n. wurde seinesSchwiegervaters Nachfolger als König von Mysien.Die Griechen griffen auf dem Zuge nach TrojaMy-sien an, und Achilles verwundete den siegendenT. mit seiner Lanze. Da das Orakel rieth, dieHeilung der Wunde, welche nicht eintrcten wollte,bei dem zu suchen, der sie geschlagen, raubte T.den Orestes, den Sohn Agamemnons, mit derEinwilligung der Mutter Klytemnacstra aus derWiege, u. zwang dadurch dessen Vater, für T. Für-sprecher beim Achilles zu werden. Der heilte wirk-lich den T. mit dem Roste der Lanze und zwar nmsoeher, da das Orakel den Griechen verkündet hatte,daß sie nur unter Führung des T. Troja erobernkönnten. Dieser gab ihnen auch den Rath über denWeg. Er wurde nachher in Pergamum u. auf demParthenion in Arkadien als Heros verehrt. Schmitz.
Teleskop, so v. w. Fernrohr.
Telesphöros (gr., der Vollender, zur ReifeBringende), 1) der Genius der Genesung, der zu-weilen neben Asklepios sich findet. 3) Der 8. röm.
! Bischof von 129—140; er soll dieFastengebotc ver-