Tclelog —
männisch bedeutenden Deal u. Kossnth, u. stelltesich mit dem Grafen Ludwig Batthyanyi an dieSpitze der Magnatenopposition. Nach der März-revoluiion von 1848 wählte ihn das Pester Co-mitat als zweiten Deputirten des Ungarischen Land-tags; im Sept. 1848 sandte ihn das »ngarische Mi-nisterium in besonderer Mission nach Paris, um beidem drohenden Ausbruche eines Kampfes zwischenUngarn u. Oesterreich dort die ungarischen Inter-essen zu vertreten. Als der General Haynau nachNiederwerfung der Ungar. Revolution liber die ge-fangenen Häupter derselben ein furchtbares Straf,gericht verhängte, protestirte T. im Namen Ungarnsgegen die Maßregeln Oesterreichs, wurde aber dafürinit Andern in oontumasiam zum Tode vernrtheiltn. in skllAis gehangen. In der Folgezeit hat er, instetem Verkehr mit den ungarischen Emigranten,stets im Sinne der ungarischen Nationalpartei zuwirken gesucht, so namentlich 1859 beim Ausbruchedes Krieges von Frankreich u. Sardinien gegenOesterreich. Im Decbr. 1860 wurde T. in Dresdenverhaftet u. an das Landgericht in Wien ansgeliefert,jedoch nach einer persönlichen Unterredung mit demKaiser unter den drei Bedingungen amnestirt, Laßer sich nichi mehr aus der Oesterreichischen Mon-archie entferne, seine Verbindungen mit den aus-wärtigen Feinden der Oesterreichischen Monarchieabbreche u. sich vor der Hand jeder politischen Lhä-tigkeit enthalte. T. nahm diese Bedingungen an u.wurde darauf sofort in Freiheit gesetzt. Auf dem am6. April 1861 zu Ofen (Pest) eröffneten Landtagekonnte T. der Lockung, eine Rolle zu spielen, nichtwiderstehen, n. stellte sich an die Spitze der radikalen(Beschluß-) Partei, welche sich gegen Unterhandlun-gen mit dem Kaiser Franz Joseph erklärte. Da erdadurch mit der Ehrenpflicht, die ihm der Kaiser beider hochherzigen Begnadigung auferlegt hatte, inConflict gekommen war, erschoß er sich in seinerWohnung. 7./8. Mai 1861. Er schr.: die Tragödie
LvZz'snc» (Der Günstling), Pest 1842; l,e bonärnit äs la Honoris, Par. 1849. 6) Graf Do-
minik, Sohn des 1817 verstorbenen Grafen Joseph(Bruders von T. 3) geb. 1810, leitete nach seinerRückkehr von einer 1842 u. 1848 unternommenenReise ins Ausland die politische Zeitung Lräsiz-iHiraäo (Siebenbllrger Bote), nahm aber an denpolitischen Bewegungen von 1847 u. den folgendenJahren keinen Antheil, sondern beschäftigte sich mitHebung der Landwirthschast u. dem Unterrichts- u.Erziehnngswesen. In neuester Zeit nahm er wiederseinen Sitz im ungarischen Oberhaus ein, auf demer früher als Anhänger der Oppositionspartei auf-getreten war, n. wirkte namentlich für die UnionSiebenbürgens mit Ungarn. Außer dieser erstenUnterlinie der Alexanderschen Hauptlinie existirennoch drei andere Untcrünien. Schmitz.
Telelog (v.Griech., Fernsprecher), ein elektrischerFernsprechapparat, bestehend ans der Batterie, derDrahtleitung und 2 Sprechapparaten, die durchGlockenschläge die Zeichen geben. Er wird beimSchießen der Artillerie zur Mittheilung der Beob-achtungen aus dem Sicherheitsstand an der Scheibenach dem Geschützstand, zur Commnnication zwischenForts n. befestigten Posten in der Nähe derselben rc.verwandt. Vgl. Ackermann, Der T., Rast. 1877. l.
Telcmachon. In NAmerika ist der Plan auf-
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getaucht, die gewaltige mechanische Arbeit des Nia-garafalles dadurch an einem fernen Orte nutzbar zumachen, daß man das fallende Wasser eine magneto-elektrische Maschine treiben läßt, den in dieser er-zeugten elektrischen Strom einer ebensolchen, aberals elektro-magnetische Maschine wirkenden Maschinezuzufllhren n. von dieser eine Triebwelle in Umlaufversetzen zu lassen. Die ganze Anlage hat man mitdem Namen T. belegte Eine solche elektrische Trans-mission ist nur auf kürzere Entfernungen u. im Klei-nen ausführbar und ist auch z. B. von Siemens u.Halske mittels zweier v. Hesnerschen dynamo-elek-trischen Maschinen (s. Magneto-elektrische Maschinen,S. 494) wirklich dnrchgeführt worden. Zetzsch-.
Telemächas, Sohn des Odysseus u. der Pene-lope, wuchs während der Abwesenheit seines Vatersim trojanischen Krieg zum Jüngling heran. Alsihm die Freier seiner Mutter Nachstellungen bereite-ten, rieth ihm Athene, die in Gestalt des Taphier-königs Mentes, des Gastfreundes vom Odysseus, zuihm kam, Knude bei den anderen trojanischen Heldenüber seinen Vater zu holen. Er begab sich nach Py°los zu Nestor, begleitet von der Athene in GestaltMentors, dem bei seiner Abfahrt Odysseus die Sorgefür sein Haus übertragen hatte, u. nach Sparta zuMenclaos, bei welchem Letzteren er erfuhr, daßOdysseus noch lebe. Zurückgekehrt, traf er bei demSchweinehirten Eumäos seinen Vater, welcher sichihm entdeckte, und kämpfte dann an dessen Seitegegen die Freier. So weit Homers Erzählung überihn; seine übrigen Schicksale sind mannigfaltig er-zählt worden. Er soll die Kirke geheirathet haben,die ihm den Latinos gebar. Nach Anderen tödteteer die Kirke, u. heirathete ihre Tochter Kassiphone,die ihn hinwiederum erschlug. Auch eine TochterRoma wird dem T. zugeschrieben, mit der Aeneasvermählt gewesen sein soll. Er ist der Held des Fenö-lonschen Romans isv avsntmrss äs Psksmagns, indem der berühmte Verfasser seine Ansichten überStaatswesen und Fllrstenbildnng niedergelegt hat.Das Buch erlebte bis zur Reformation nächst derBibel u. der Nachfolge Christi von Thomas a Kem-pis die meisten Auflagen. Schmitz.
Telemeter (v. Griech., Fernmesser), Instru-mente, um die Entfernung feindlicher Batterien,Trnppcnkörper u. Tirailleurlinien in so kurzer Zeirzu messen, daß ihre Beschießung erfolgen kann. Die-selben sind entweder optische, d. h. solche, welchegeometrische Verhältnisse n. Fernrohre benutzen, sodie Distanzmesser des österreichischen Oberst Roskie-wiez, der Franzosen d'Azemar, Bonsson, Gaumet n.Labbez, od. akustische, d. h. solche, welche die Ge-schwindigkeit des Schalles zur Messung heranziehen,so die von Reydier n. Le Bonlenge. Der Distanz-messer des Letzteren ist der bekannteste n. besteht auseiner gradnirten, geschlossenen Glasröhre mit Aethcr-füllung, in der ein Schwimmer sich befindet, welcherbei senkrechter Stellung der Röhre langsam nachunten sinkt. Zum Gebrauch legt man die Röhre ho-rizontal, indem der Schwimmer aus Null eingestelltwird. Sieht der Beobachter den Fcuerstrahl einesGeschützes, so senkt er die Röhre, vermerkt den Grad,bis zu welchem der Schwimmer beim Anlangen desSchalles gesunken ist und liest dann direct die Ent-fernung ab. Der Jrrthum beträgt bis zu 4°/,. Vgl.Le Bonlenge, Dslsmskrs, Brüssel 1875. l-