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Szydlowize
takerie; sie scheinen zwischen den Slawen, Rußnia-ken u. Polen in der Mitte zu stehen; haben hellblondeHaare, leben patriarchalisch in Familien und über-haupt abgeschlossen, treiben Vieh-, bes. Schafzucht,Fuhrwesen.
— Tabak.
Szydlowize (Schidlowitz), Stadt im russ.-poln.Gouv.Radom; lebhafter Producten-,Eisen-n.Holz-handel; 4500 Ew., meist Juden. Anfangs August1876 brannte fast die ganze Stadt nieder.
T.
T, t, 1) im griech. n. lat. Alphabet der 19., imhebräischen der 9. bezw. 22., im deutschen der 20.,zu den Lingualen (Zungenbuchstaben) gehörendeMuta, bildet in der Reihe der T-Laute die Tennis.Zu seiner Aussprache legt man die Zunge an dieZähne u. stößt den Athem stark aus. In lat. Wör-tern spricht mau (unrichtigerweise b vor i wie z aus.Z) Als Zahlzeichen im Hebräischen 9 bzw. 400; imGriechischen r — 300, ,r — 300,000; in der Ru-bricirung —19. 3) Als Abkürzung: a)inrömischenSchriften, auf Münzen rc., so v. w. litus, Naurus,Lsrtius, bsrnnciua, bibniuv, bssbawsninm, bs ste.;b) unter den Seuatsbeschlüssen — tribunns xlsbiv,um auszudrücken, daß die Volkstribunen denBeschlußgenehmigt hatten; e) mystisch-theosophisches Zeichen,womit mau die allgemeine Zeugungskraft der Na-tur, bezüglich die göttliche Schöpferkraft symbolisirte;<i) so v. w. bsrminus, bes. in der Logik mit Zusatzzur Bezeichnung des tsrwinnv rusgor, msckluv oderininor; s) in physikalischen Formeln — tompus; soin der Fallformel (s. Bd. 7, S. 693), od. Tempe-ratur, z. B. bei der barometrischen Höhenmessuug;k) bei Büchercitaten tomus (Band); Z) Testament:A.u.N.T.; Ii) auf französischen Münzen die Münz-stätte zu Nantes; i) so v. w. Tenor od. Tutti; Ic)auf den Säcken mit spanischer Wolle so v. wie Isr-oera, die dritte Sorte vom Bauche u. a. niedrigenTheilen; I) Abbrev.sür Tonne.
1°. L., Abkürzung für tssbantidns aebiv, wie dieActen bezeugen.
Ia:, chemisches Zeichen für Tantal.
Taaffe, Eduard Graf, österreich. Staatsmann(aus einem alten irländischen, 1628 zu Baronen vonBallymote u. Viscounts von Corren n. Peers vonIrland, 1662 in den Grafenstand erhobenen u. seitMitte des 18. Jahrh. in Österreich eingewandertenGeschlechtes, geb. 24. Febr. 1833 in Prag, wurdemit dem ältesten Sohne des Erzherzogs Franz Karl,dem nachmaligen Kaiser Franz Joseph I. erzogen,ergriff die Verwaltungscarriere und wurde bereits1861 Statthaltereirath u. Vorsitzender der Kreis-behörde in Prag, im April 1863 Landeschef im He»zogthum Salzburg, Anfangs 1867 Statthalter inOberösterreich u. 5. März dess. Jahres Minister desInnern. Auch traterwiederindenböhm.Landtag,wel-chem er schon 1865—66 als Mitglied der verfassungs-treuenPartei angehört hatte, u. dann in den Reichs-tag. Ende 1867 wurde er Vicepräsident im cislei-thanischen Ministerium u. führte die Portefeuillesfür Landesvertheidigung u. öffentliche Sicherheit,u. nachdem er seit dem Rücktritt des Fürsten vonAuersperg, Sept. 1869, provisorisch das Präsidiumdes Ministerrathes geführt hatte, erhielt er dasselbe
nachher definitiv, gab es aber bereits 15. Jan. 1870wieder ab; vom 14. April 1870 bis 7. Febr. 1871war er wieder Minister des Innern und erhielt imMai 1871 den Statthalterposten von Tyrol. Am 5.Febr. 1879 vom Kaiser aufgefordert, an Stelle desaus seiner Entlassung beharrenden Cabinets Auers-perg ein neues zu bilden, mußte er 10. Febr. seinenPlan ein parlamentarisches Ministerium zu Standezu bringen aufgeben u. sein Mandat in die Händedes Kaisers niederlegen, trat aber daun auf dessenund Stremayrs Wunsch 15. Febr. in des letzterenCabinet als Minister des Innern.
Taasinge (Thorsenge), schöne u. fruchtbare In-sel an der SKüste Fünens, zum dän. Amte Svend-borg gehörig; 69 s^jlcm (1,25 UM) mit etwa 4500Ew.; Hauptort ist der Flecken Trönse.
Tabago (cngl.Tobago),JnselzudenKleinen An-tillen u. speciell zum engl. Gouv. der Windwardinselngehörig, nächst Barbados die östlichste u. nächst Tri-nidad die südlichste der westindischen Inseln, 295Hjicm (5,gs ÜHM) mit 17,900 Ew., größtentheilsFarbige u. Neger, sanft aufsteigcndcs hügeliges,fruchtbares Land, nur im NO. bis 650 in sich er-hebend. Producte: Baumwolle, Zucker, Rum, Pi-ment, Pfeffer, Südfrüchte, Trauben, Muskatnüsse u.außerdem Viehzucht. Werth der Einfuhr 187655,000, derjenige der Ausfuhr 80,000 Pfd. Sterl.gegen 68,000 bezw. 92,000 in 1875. Finanzen:Einnahme u. Ausgabe je 12,000 Pfd. Sterl. Haupt-stadt Scarborough, mit gutem befestigtem Hafen u.1500 Ew. T. wurde 1498 von Colombo entdeckt;1632 errichteten hier die Holländer eine Colonie,wurden zwar von den Spaniern vertrieben, errich-teten aber 1654 eine neue Colonie, die jedoch vonden Spaniern in Verbindung mit den Eingeborenenvon Trinidad zerstört wurde. 1677 nahmen dieFranzosen unter dem Grafen d'Etrees T., welchessie bis 1748 behielten, wo T. für neutral erklärtwurde; 1763 kam sie an die Briten, welche 1781von dem franz. Admiral Grosse vertrieben wurden u.die Insel 1783 an Frankreich abtreten mußten. 1793eroberten sie die Briten wieder, gaben sie zwar 1802zurück, nahmen sie aber 1803 von Neuem in Besitz,welcher ihnen 1814 bestätigt wurde. 1833 Aufheb-ung der Sklaverei, deren anfänglich nachtheilige Rück-wirkung zum Theil wieder überwunden ist. Schroot.
Tabak, 1) (Bot.), s. kNeobians.; 2) (der Bau).Der T. verlangt einen sehr fetten, gut gedüngtenlockeren Boden u. gedeiht bes. in kräftigem, mildem,kalkhaltigem Lehmboden. Er geräth nach jeder Frucht,wenn das Feld frei von Unkraut ist, gut bearbeitetu. stark gedüngt wird. Als Düngung verwendet mauam besten Rindviehmist, außerdem aber auch Guano,