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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
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Szigligeti -

Zriny mit allen den Seinigen den Heldentod. EinDenkmal erinnert daran. H- Berns.

Szigligeti (eigentlich Szäthmary), Joseph,hervorragender magyar. Schauspieler, Dramatikeru. Dichter, geb. 1814 inGroßwardcin; war erst seit1832 Ingenieur, ging aber ans Neigung 1834 znmTheater über, infolge dessen er mit seinem Vater zer-fiel u. seinen ursprllnglichenNamen änderte. Zuerstan dem Theater in Ofen thätig, begab er sich nachPest, als dort das LlaAzmr Lmnlrär; (ungarische Na-tionalthcater) gegründet worden war, an welchem erspäter Secretär ».Regisseur wurde. Er schr. an 200Dramen, hauptsächlich Lustspiele, einzelne Trauer-spiele, z. B.: Varul; Korona ss Karl; -41 Knckio;ülätzms üa; IV. lotvän; III. Lola; Lüraa; Van-üor srinoorolc; 2aolr unoleäi; ^släö; Lröleöbb lea-tona; Köb pisrtolzr; Ooilcöo; außerdem lieferte erverschiedene Beiträge über die geschichtliche Entwickel-ung des magyarischen Schauspiels u. schließlich einenationale Dramaturgie: K clräma ös vallasal (DasSchauspiel u. seine Gattungen), Pest 1874. Gleich-zeitig schuf S. eine bis dahin in Ungarn noch nichtversuchte Darstellung des Volkslebens mit den ori-ginellen Volksliedern in höchst charakteristischen Büh-nenstücken, was sich als eine sehr glückliche u. dank-bare Neuerung erwies. Schon zu Anfang der 40erJahre wurde S. durch die Aufnahme in die Kisfa-ludy-Gesellschast, später durch die Mitgliedschaft derungarischen Akademie geehrt. Als Regisseur ausge-zeichnet, übernahm er 1873 die dramatische Leitungdes magyar. Theaters, dem er alle seine Kraft undallseitig anerkannte Thätigkeit widmete bis zu seinem20. Jan. 1878 erfolgten'Tode. Booch-Arkosft,.'

Szilagy, Comitat in Ungarn-Siebenbürgen,1876 gebildet aus den ComitatenMittel-Szoluok u.Kraszna, sowie dem angrenzenden alten EgregyerBezirke des Dobokaer Comikats; 3670,s^Icm(66,7 ÜHM) mit (1869) 194,693 Ew. (auf 1 Hjkm53, in ganz Ungarn-Siebenbürgen 48,j). Hauptortist Zilah.

SzilagySomlyo, Stadt im ungar-siebenbürg.Comitat Szilagy; verfallenes Felsenschloß, hübscheKirche (1434 von Stephan Bathory erbaut), Mino-ritenkloster, Mineralquelle, guter Weinbau; (1869)4786 Ew.

Szlachcic (poln.), so v. w. Schlachzitz.

Szlavy, Joseph v., ungar. Staatsmann, geb.März 1818 in Naab, wo sein Vater als Stabsarztstand; erhielt seine Bildung im Theresianum zuWie» u. besuchte dann die Bergakademie inSchem-nitz; 1843 trat er in den Staatsdienst beim Berg-gericht zu Oravicza, 1845 wurde er Concepts-Ad-juuct bei der allgemeinen Hoskammer u. 1846 Se-cretär bei der Hoskammer in Ofen; 1848 kam er ingleicher Eigenschaft nach Dcbreczin, wurde im Herbstvon Kossuth mit der Leitung der Gergwerksdirectionin Oravicza betraut, wo er mit kurzer Unterbrech-ung bis nach der Katastrophe von Vilägos zugleichals Regierungscommissär der revolutionären Re-gierung blieb. Als die Österreicher einzogeu, wurdeer vor das Kriegsgericht zu Temesvär gestellt undvon diesem Ende 1849 zu 5jährigcr Festungshaftverurtheilt, erhielt aber bereits 1852 infolge einerSpecial-Amnestie seine Freiheit wieder. Er lebtenun in Preßbnrg u. auf seinen im Biharer Comitatgelegenen Gütern, bis er 1861 zum Statthalterei-

- Szotaken.

rath ernannt wurde; er dankte jedoch bald wiederab, als das reactionäre Provisorium eintrat, wurdedann 1865 Obergespan vom Biharer Comitat underhielt in dem ersten ungarischen Ministerium, imFebr. 1867, die Stelle als Unterstaatssecretär desInnern, im Juli 1870, nach Gorove, das Porte-feuille für Ackerbau, Handel u. Gewerbe u. 4. Dec.1872, an Lonyays Stelle, das Präsidium des un-garischen Ministeriums u. wurde Anfang 1873 zumGeheimrath ernannt. Am 8. März 1874 gab er mitseinen College» seine Demission u. hat seitdem, ob-wol ihm angeboten, ein Portefeuille nicht mehr an-genommen.

Szliäcs, s. u. Altsohl.

Szolnok, Marktflecken u. Hauptort in dem un-garischen Comitat Jazygien-Groß-Knmanien-S.,au der Mündung der Zagyva in die Theiß, Satiouder Theiß- u. der Ungar. Staatsbahn, Dampfschiff-station; Sitz der Comitatsbehördeu, Franciscaner-Couvent, Untergymnasium, Kranken- und Siechen-haus, Maschinenfabrik, Sägemühle,'Branntwein-brennerei, Schildkröten - u. Fischfang, große Salz-niederlage, Handel mit Obst, Salz"u. Holz; (1869)15,847 Ew.— S. war ehemals stark befestigt. Hier5. März 1849 Sieg der ungar. Insurgenten unterVecsey und Damjanich über die Österreicher unterKarger. H> Berns.

Szolnok Doboka, Comitat in Ungarn-Sieben-bürgen, 1876 gebildet aus dem Comitat Jnner-S.mit Ausnahme des zwischen dem Bistritzer u. Näs-zoderBezirke liegenden Theiles, demComitatDobokamit Ausnahme einzelner Theile, welche zu den Co-mitaten Bistritz-Naszöd, Szilagy und Klausenburggeschlagen worden sind, und dem an Jnner-S. an-grenzenden Theile des Kövärer Districts; 5149,^jlsicm (93,s HM) mit (1869) 210,587 Ew. (auf1 fffflcm 40,°, in ganz Ungarn-Siebenbürgen 48,.).Hanptvrü ist Dees. H- Berns.

Szöreny, Comitat in Ungarn, begrenzt von denComitaten Hnnyad, Kraffv u. Temes, Serbien undRumänien (Walachei); 4029,4 Ulflcm (16,2 HfM)mit (1869) 104,886 Ew. (auf 1 i^jicm 26, in ganzUngarn-Siebenbürgen 48,4). Das Comitat ist ge-birgig durch den südwestlichsten Theil der Transsyl-vauischen Alpen, das Banaler Gebirge, welches imBoldovau eine Höhe von 1790 u. im Szemeuik einesolche von 1409 in erreicht. Zn demselben gehörtauch das Sretiuye-Gebirge (Svinjacsa 1220 in) imS-, das mit dem gegenüber auf dem rechten Donau-Ufer auf serbischem Boden gelegenen Mirotsch-Ge-birge die berühmte Kliffnra (Donau-Enge) bildet.In den östlichen Theil des Comitats erstrecken sichauch noch die westlichen Abfälle und Ausläufer desCserna- oder Rnßka-Gebirges mit dem Eisernen-Thor-Paß (s. d. 1). Berühmt ist die Veterauihöhles. Dubova). Die Donau bildet im S. die GrenzegegenSerbien; andere Flüsse sind: Temes, Bisztra,Neva, Bela, Cserna rc. Die Bewohner treibenAcker- und Weinbau, Viehzucht, Bergbau auf Eisen,Silber, Blei, Kupfer und Steinkohlen; von einiger,wenn auch geringer Bedeutung ist auch die Eisenin-dustrie. Das Comitat hat mehrere Mineralquellen,berühmt sind die Hercules-Bäder (s. d.). Eiutheilnngin 4 Stnhlbezirke. Hanptort ist Karansebes. Berns.

^ Szotaken , slawische Völkerschaft, bewohnt den^OAbhung der Hcgyallya in Ungarn, die sog. Szo-