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Stint —
tenden Handelsartikel. Arten: N. naonta, Leirn.,gem. S., Surilho. 48 am, Schwanz 28 om, dichtu. langhaarig. Schwarzbraun, oben von Stirn anmit weißem Längsstreif. SAmerika. Ll. varianoChinga. Körper wie Schwanz 40 om.Schwarz mit zwei weißen Rückenstreifen, die sich oftüber den Schwanz fortsetzen. NÄmerika. Ll. 20 -rilla v. Ä. Loev., Zorilla. 35 om., Schwanz 25 om.Glänzend schwarz, weiß gefleckt u. gestreift. Afrika,Kleinasien. Farwick.
Stint, Oomsrus A-'k., Gatt. derFam. der Lachse.Maulspalte weit. Mund mit reichlicher Bezahnung.Vordere Zähne im Unterkiefer u. ans der Zunge bes.stark. Schuppen mittelgroß, glanzlos. BekanntesteArt: 0. sporlanns ck)., gem. S. Bis 23 om. Un-terkiefer vorragend. Körper langgestreckt, zum Theildurchsichtig. Flossen schwach entwickelt, Schwanzflossetief ausgeschnitten. Kopf u. Rücken oft blangrau.Leben gesellschaftlich in großen Schaaren in der Tiefedes Meeres u. der größeren Seen der Ostsceländer.Wandern gegen das Frühjahr in die Flüsse, um inihnen zu laichen. Zu dieser Zeit werden sie bes. desNachts beim Feuerschein in Menge gefangen u. füreinen geringen Preis verkauft, theils als Nahrungs-mittel für deu Menschen, theils als Viehfutter. DerS. bildet eine beliebte Speise bes. für die ärmereBolksklasse, entwickelnjedoch einen höchst unangeneh-men Geruch, weshalb er vielfach aus der Küche ver-bannt wird. Farwick.
Stintzing, Johann August Roderich von,bedeutenderRomanist, geb. 8 . Febr. 1825 inAltona,studirte in Jena, Heidelberg, Berlin u. Kiel Rechts-wissenschaft, ließ sich nach seinem Examen 1848 alsAdvocat in Plön nieder, ging 1851 nach Heidelberg,um dort sich als Privatdocent der Rechte zu habili-tiren. 1854 folgte er einem Rufe nach Basel alsProfessor der Rechte, 1857 nach Erlangen u. nach-dem er dort für seinePcrson durch Ordensverleihungnobilitirt worden, 1870 mit dem Titel eines Geh.Justizrathes nach Bonn. Von seinen Schriften sindhervorzuheben: Das Wesen von bona liciss u. M-tulus in der röm. Usucapionslehre, Heidelb. 1852(Habilitationsschrift); Über das Verhältniß der Im-^is aotio saoramsnto zu dem Verfahren durchLporwia xraoznüioialia, Hdlb. 1853; Ulrich Zasius,Bas. 1857; Friede. K. v. Savigny, Berl. 1862;Gesch. der populären Literatur des röm. kanou.Rechtes in Deutschland, Lpz. 1867; Hugo Douellusin Altdorf, Erl. 1869; Macht u. Recht, Bonn 1876.Auch gab er 1366 in Erlangen die Beiträge zur Lite-raturgeschichte des Civilprocesses von I. de Walsheraus.
8tipa L., Pflanzengatt, aus der Fam. 6 rami-llsas-k?oÄäsg,o- 8 iixsao; Hüllblätter grannenartigzugespitzt, Deckblätter zusammengerollt, ander Spitzemit einer zweimal geknieten, sehr langen Granne;3 Perigoublätter, länger als der Fruchtknoten. Ar-ten: Z.xsnnaba l/., zierliches, auf sonnigen, trockenenBergen wachsendes Gras, mit sehr langen, weiß be-haarten, unten eingelenkten, gewundenen, als Hy-grometer benutzten Grannen; wird zu Trockenbou-quets benutzt. 8 . oapillata L., besitzt eine ebenfallslange, aber nicht gefiederte Granne. 8 . tenaoissi-Mu L. (Espartogras), in Spanien, Griechenland u.NAfrika. Dient zu allen Arten von Flechtwerk undbei der Papierfabrikation. Engkr.
Stirling.
StipendttlM (lat.), Sold, Löhnung, Tribut,Unterstützungsgeld für Studirendc, entweder ausStaatskassen od. aus Privatfonds gezahlt, meist nurauf eine kürzere Zeit. Sie haben bisweilen die Na-men ihrer Stifter u. sind theils für besondere Fächer,theils für gewisse Standeskreise, gewisse Familien,theils für gewisse Bezirke, Orte, je nach des SliftersBestimmung. Sodann gibt es Stipendien für an-gehende Docenten rc. u. sogen. Reise-S. für jungeGelehrte oder Künstler zur weiteren Ausbildung imAuslande nach Vollendung der Studien.
8tipss (in der Mehrzahl 8tiMss), 1) Strunk,Stamm bei Farrenkräutern, Palmen, Bananen u.anderen Monocotyledonen; 2) das Stielchen, wel-ches bei einigen Compositen den Pappus trägt; 3)der Stiel der Pilze.
kltipulas (lat.), Nebenblätter, s. Blatt, S. 501.
Stipulation (v. lat. 8 tüpu 1 atio), im Systemder römischen Contracte (s. u. Contract, S. 353)eine besondere Art der Vertragsschließung, mittelswelcher die beiden Paciscenten dadurch in ein civil-rechtlich klagbares Obligationsverhältniß traten, daßder eine ( 8 tipulator) mit feierlichen, in eine Fragegekleideten Worten (z. B. ckari sxonäsg? ciabis?promittis?) den Andern (kromissor) anredet, undLetzterer dann die der Frage genau entsprechende Ant-wort (z. B. also opomlso, ckado, promitbo) folgenließ. Vielfach wurde die S. auch angewendet, umein bereits bestehendes Obligationsverhältniß ein-facher u. kräftiger zu machen, indem mau die in dembestehenden Obligationsverhältniß liegenden Leist-ungen in die Form einerS. brachte. Auf diese Weisekonnte man selbst formlosen Verträgen (kaota nncia),welche nach Römischem Rechte keine Klagbarkeithatten, die Klagbarkeit geben, ebenso auch bloß na-türliche Verbindlichkeiten in civilrechtlich wirsameverwandeln. Zu diesem Zwecke diente namentlich die8 .L.guiIiana, welche bes. angewendet wurde, um ver-schiedenartige Obligationsverhältuisse mit einemSchlage aufznheben, indem man sie zunächst in eineS. verwandelte u. dann die für S-en gebräuchliche ein-fache Aushebungsform der Loeoptilatio anwendete.In dem heutigen Gemeinen Rechte sind die formellenEigenthllmlichkeitenderS. ganz hinweggefallen. Vgl.Liebe, Die S. u. das einfache Versprechen, Braun-schweig 1840; Gneist, Die formellen Verträge desneueren röm. Obligationsrechts, Berl. 1845. B-zold.*
Stirliug, 1) Grafschaft in SSchottland, grenztim N. an Perth, im W. an Dumbarton, im s. anLnmbarton, Lanark u. Linlithgow u. im O. an denFirth of Forth; 1208,2« Hskm (21 ,242 UM) mit(1871) 98,218 Ew. (auf 1 Hs km 81, in ganz Schott-land 43). Der nordwestl. Theil der Grafschaft ist ge-birgig durch die südl. Grampians, deren höchsterGipfel hier der Ben Lomond (973 m) ist; durch einenziemlich ebenen Strich von diesem kahlen Gebirgs-lande getrennt, erheben sich in der Mitte der Graf-schaft die Campsie Fells bis zu 457 m; der O. isteben, mit fruchtbarem Ackerland. Flüsse: Forth,Enrik,Carron u. a. Die Grafschaft besitzt einen großenMineralreichthum, bes. an Steinkohlen u. Eisen. Vonder Gesammtoberfläche sind etwa 35 °/o Ackerland n.Wiesen. Viehstand1875: 4476Pferde, 30,737StückRindvieh, 118,864 Schafe u. 2280 Schweine. Au-ßer Ackerbau n. Viehzucht sind Haupterwerbsquellender Bergbau auf Eisen n. Steinkohlen u. eine rege