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Stichlinge, 6a8tsro8teiäsi Kk/rr.) Fischfam. ausder Ordg. der Stachelflosser; Körper gestreckt; nurKiefer u. L-chlundknochen mit B ürstenzähnen; Rücken-flosse vorn mit freien Stacheln; Bauchflossen durch2 Stacheln ersetzt; Schwimmblase einfach. Die S.sind kleine räuberische, theils Süß-, theils Seewasser-l fische, die besonderen Kunsttrieb im Bauen vonNestern verrathen. Einzige Gattung tZaatsrostsuaArt., Stichling. Arten: O. aoiloatna T,., großer. Stichling; 7 ein; 3 freie Stacheln vor der Rücken) flösse; europ. Süßgewässer, fehlt im Stromgebiet derDonau. 6l. xnnpsitirm L., kleiner Stichling;
5 om; 9—11 freie Stacheln vor der Rückenflosse;nördl. Europa. 6. sxmaoüis, T-., Seestichling;Meeresküsten NEuropas, Die S. werden der Fisch-
> zucht schädlich. Farwick.
Stichoinantie (v. Griech.), Wahrsagung auss Versen (s. Rhapsodomantie), Loosen, Zetteln, ausausgeschlagenen Buchstellen (z. B. der Bibel, vergl.8ortoa Lanetorum) u. dgl., wobei man Stellen aus: Dichtern, bes. aus den Sibyllinischen Büchern u. Ver-
' gil, in eine Urne legte u. dann eine davon heraus-zog , aus welcher dann prophezeit wurde.
Stichometrie (v. Griech.), bei den Alten dasZählen der Zeilen in den Handschriften, um den un-i gefähren Umfang einer Schrift zu beurtheilen; vgl.
I Ritschl, De otielromotria vstorum, Bonn 1840;
dann eine zum Verständnis) einer Schrift, in Er-i mangelung der Jnterpunction, gemachte Abtheilnngs nach Zeilen (Stichen), d. h. daß man von einer Rede! od. einem Satz so viel auf eine Zeile schreibt, als fürsich einen Sinn ausmacht. So gab es zur Zeit des! Hieronymus Handschriften des Cicero u. Demosthe-nes, welche in dieser Weise (vryxy-ko--) abgetheiltwaren und theilte der Diakonus Euthalios im 5.b Jahrh. den Text der neutestamentlichen Briefe undl der Apostelgeschichte ab, indem er diejenigen Wortel auf eine Zeile setzte, welche man beim öffentlichen, Vorlesen ohne Absatz hersagen mußte (Stichometrische
!> Abtheilnng). Die Evangelien wurden danach von ei-1 nem Unbekannten ebenso abgetheilt. Codices des N.
1 T. mit solchen Abtheilungen (Stichometrische Hand-!s schriften) geschrieben sind der 6a.ntabri^isn8i8, 61a-! romontanus, 8an§srmanonsi8 u. I-anciia.nn8; der-j' gleichen von klaff. Schriftstellern haben sich nicht er-
Stichwahl, s. Wahl. (halten.
Stichwort (Schlagwort), im Theaterwesen dasletzte Wort (häufiger die letzten Worte, in Conversa-tionsstücken der ganze letzte Satz) des vorhersprechen-den Schauspielers, worauf man anfzutreten, mit dereigenen Rede einznfallen, abzutreten rc. hat.s Sticken, auf einem Stoffe mittels der Nadel Fä-den so ein- od. aufnähen, daß dadurch auf dem StoffeallerleiFigurenod.Zeichnungen (Stickerei, broäsris)i entstehen. Oft wird das Muster vorher vorgezeichnet,L indem man es auf Papier vorzeichnet, seine UmrisseU mit einer stärkeren od. schwächeren Nadel durchsticht u.
PiererZUnivsrsal-Converlations-Lexikoii. 6. Aufl. XV
das Muster durch das Überstreichen des Papiers mitZeichentinte, od. durch Durchpausen mittels Kohlen-staub (Durchstäuben) auf den Stoff überträgt. Manhat sehr verschiedene Arten des S-s: die Fäden lie-gen bald dicht neben einander, bald weiter von ein-ander; das Muster wird bald platt, bald erhaben aus-gesührt; im letzteren Falle legt man Stückchen Pa-pier od. Pergament unter; bei der Atlasstickerei sinddie Stiche dicht u. laufen entlang der Figur, bei derfranzösischen Stickerei quer über die Figur, wodurchdiese plastischer hervortritt. Außerdem stickt man mitZwirn, Seide, Wolle, Gold-n. Silberfäden, Haaren,Chenille, Perlen, Schmelz, Füttern rc. Sehr häufigstickt man mit buntem Garn auf Cannevas, meistnach besonderen Stickmustern. Über das Weben ge-stickter Zeuge s. Weberei. Die Kunst, mit der Nadelzu sticken ist uralt u. soll von den Phrygiern erfun-den worden sein (daher solche Kleider klir^ioniasoder ?Iir^Aias vsotss, die Kunst kür^Ainm oprmhießen) und wurde aber thatsächüch schon früher inkunstreicher Weise in Ägypten u. dann zu Babylongeübt. In OAsien zeichneten sich die Siamesen vonAlters her durch künstliche Stickereien ans; vonihnen lernten es namentlich die Japanesen. Im 6.n. 7. Jahrhundert wurde diese Kunst vornehmlichin Byzanz zu kirchlichen Zwecken (priesterliche Ge-wänder, Altarvorhänge, Wandteppiche) unter An-wendung von Gold, Perlen, Edelsteinen rc. geübt. ZnEnde des 7. Jahrh. beschäftigten sich mit dieser kirch-lichen Slickkunst bes. auf dm britischen Inseln Non-nen und fürstliche Damen, daher LnZIionm opns,unter welchem Namen man später bes. diejenigeStickerei verstand, bei welcher getriebene Gold- undSilberbleche Anwendung fanden. Aus deml I.Jahrh.ist bes. der von der Gisela, Gemahlin des ungarischenKönigs Stephan ves Heiligen, ans Purpurstoff mitGoldfäden gestickte ungarische Königsmantel berühmt.Durch die Krenzzüge kamen prachtvolle Stickereienfür kirchliche Zwecke aus dem Orient. Im 12. Jahrh.behaupteten die saracenischen Künstler in Spanienu. Sicilien den ersten Rang, doch kamen immer nochStickereien aus Byzanz, wie z. B. die in Rom be-findliche Kaiserdalmatica. Seit dem 13. Jahrh.wlDö.'iyt Abendlande die Bild- n. Wappenstickereizvnftmäßig betrieben, u. zwar seit dem 14. Jahrh.in dem freieren germanischen Stil. Die nun auf-kommende Figuralstickerei begnügte sich nicht mehrmit den der animalischen u. vegetabilischen Welt ent-nommenen Ornamente, sondern stellte Bilder undganze Heiligengeschichten dar. Berühmt war in die-ser Kunst die Stadt Arras. Im 16. Jahrh. kam dieplastische Stickerei auf, wobei man Holzunterlagenund Polsterungen benutzte. In der Renaissancezeitschlug die Kunst eine inehr naturalistische Richtung ein.Musterblätter der kirchl. Leinwandstickerei im roman.u. gothisch. Stil gab Versteyl, 3. A. Düsseld. 1879heraus. Vgl. außerdem: I. Lessiug, Leineustickerei,
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