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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Excretion -

paraten Einfach-Schweseleisen. Im ersteren Fallehaben die E. eine grllne, im letzteren einess grüne bis schwarze Farbe. Das den E>n eigen-s! thümliche Excretin ist zuletzt von Hinterberger un-tersucht. Es bildet gelbe, nadelsörmige, zu halb-l kugeligen Gruppen vereinigte Krystalle von derA Zusammensetzung Von den E-n der

' Thiere stimmen die der Säugethiere im Allge-meinen mit denen der Menschen überein; dieder Vögel werden, wie bei vielen anderen Thie-reu, mit den Nierenexcrerionen, dem Harn, ge-j ^ mengt, durch ein gemeinsames Darmstnck, die sog.s Kloake, entleert.

k 3) Für die Landwirthschaft sind die E. desu Menschen u. der Thiere als Düngemittel von dergrößten Bedeutung (vgl. Guano u. Poudrette).Nach Heiden werden jährlich von einem erwachse-nen Menschen durchschnittlich ansgeschieden:

feste E. 48,0 Lg,flüssige „ 438,o „zusammen 436,s Ic§,

u. diese zeigen folgende Zusammensetzung:

Feste.

Flüssige.

IlZ

Zusammen.

kg

Feste Bestandtheile

11,1

23,s

34,4

Organ. „

9,s

18,2

28.1

Stickstoff in denselben

0,7

4,4

5,1

Asch-

1,7

5,o

6,7

Phosphorsäure iu denselben

0,s

0,7

1,r

Kali

0,3

0,s

1,0

i Für die Landwirthschaft repräsentiren diese Stoffeeinen Werth von 1I,g»N. Bei der schnellen Zer-s setzung der menschlichen E., bes. der flüssigen we-gen ihres Gehaltes an Harnstoff, bilden sich kurzel Zeit nach der Entleerung verschiedene Gase, wieKohlensäure, Ammoniak, Kohlenwasserstoff, Schwe-jelwasserstoff rc., welche nicht nur durch ihren un-angenehmen Geruch lästig sind, sondern auch zurVerbreitung ansteckender Krankheiten, wie TyphuSu. Cholera rc., wesentlich beitragen. Aus diesem^ Grunde sollten die E. der Menschen möglichst des-

zz inficirt werden, wenn eine zeitige Entfernung der-

^ selben nicht möglich ist. Bes. in großen Städtensind die menschlichen E. eine ewige Plage u. dieBeseitigung ihrer Nachtheile ist eine brennendeFrage der Verwaltung. Die Entfernung der E.geschieht entweder durch Abfuhr od. Kanalisirung.Bei der Fortschaffung durch ein Kanalsystem wer-den die E. häufig in größere Flüsse gespült, gehenso der Landwirthschaft verloren und verpesten dieFlüsse, bei Abfuhr werden sie der Landwirthschaftnutzbringend zugeführt. Bei den landwirthschaft-lichen Thieren ist durch die Einstreu der raschenZersetzung und damit der Schädlichkeit gesteuertVerwendet werden die menschlichen E. sowol inflüssiger Form, als festem Zustande. In Belgienfährt man sie aus den Städten meilenweit aufKanälen ins Land n. bewahrt sie in Gruben biszur Verwendung auf. Außerdem sind Fabriken,welche die menschlichen E. in einen trockenen Streu-dünger Poudrette, Urat, Taffoe genannt, ver-wandeln, in vielen Ländern vorhanden. Die größteAufmerksamkeit wird den menschlichen E-n in dendichtbevölkerten Ländern China u. Japan geschenkt,wo sie, in ziegelförmige Stücke gepreßt, eine wich-tige Marktwaare bilden. Von den in neuester Zeitaufgetauchten Projecten, die E. der Menschen als

- Execution.

Brennmaterial zu verwcrthen, scheint ein günsti-ger Erfolg nicht constatirt zu sein, wie sehr auchjede neue Idee — so die Vergasung — mit Freu-den begrüßt werden muß; s. u. Dcsinfection, Bd.VI. S. 111. E. der Hausthiere, s. u. Dünger.

1 > E. Berns. 2 ) Michaelis, ss Rhode.

Exkretion, s. Excerniren.

kxeubiss (lat.), die Wache, bes. am Tage, imGegensätze von ViZilias; daher Lxeuditorss, Wa-chen an den Hausthüren vornehmer Personen;Leibwache eines Feldherrn oder Fürsten.

Exculpiren (v. Lat.), entschuldigen; exculpabel,zu entschuldigen; Exculpation, Entschuldigung.

Exkurs (v. Lat.), I) Tcheil einer Rede od.Erzählung, der eigcntl. eine Abschweifung vomunmittelbaren Gegenstände bildet. 2) Eine Ab-schweifung, Ausflug, kl. Reise.

Exkursion (v. Lat.), kleine, wissenschaftliche,bes. botanische Reise.

Excnsiren (v. Lat.), entschuldigen. Ercusa-bel, entschuldigungsfähig; daher Excusation (fr.Excnse), Entschuldigung. Excusation der Vor-münder, Gründe eines Vormundes, weshalb ereine Vormundschaft nicht übernehmen kann oderwill, s. u. Vormundschaft.

kxousmo (lat.), Ausklagung des Hauptschnldners

u. die Untersuchung, ob er noch irgend etwas Ver-mögen hat. Das Lonsüeinm excusmonis ist so

v. w. Lsnsüoium oräinis.

Excntiren (v. Lat.), ansschütteln, untersuchen.

kx lieorsto (lat.), infolge eines Bescheids.

Exea de los Caballeros (Ejca d. l. C.),Stadt in der span. Prov. Zaragoza (Saragossa),am Flusse Arva de Biel, Hanptort des Clintonsder Cinco villas, einer fruchtbaren Oase inner-halb des Steppengebiets; 3504 Ew.

Exeeriren (Exsecriren, v. Lat.), verwünschen,verfluchen; daher execrabel, verwunschenswerth,verflucht, abscheulich; Execration, feierliche Ver-wünschung, wobei im Altcrthum die Priester übergewisse Personen oder ganze Städte Unheil vonden Göttern mit bestimmten Förmlichkeiten u. inbestimmten Formen herabflehtcn. Die Aufhebungder Execration geschah durch die eben so förmlicheResecration, die feierliche Widerrufung der Ver-wünschung.

Execution (lat. Lxseutw, Hilssvollstreckung),1) die Anwendung der gesetzlichen Zwangsmittelzur Vollstreckung eines richterlichen Erkenntnisseswider den Verurtheilten. Zur Anwendung derE-smaßregeln wird s.) im Civilprocesse vor-ausgesetzt, daß das Erkenntniß rechtskräftig ge-worden, sowie daß der Gegenstand der Leistung,zu welchem der Pflichtige verurtheilt worden ist,bereits in Quantität u. Qualität genau bestimmtsei. Ist das letztere noch nicht der Fall, so hatdem E-sverfahren erst noch eine sog. Liquida-tionsinstanz voranszugehen, worin möglichstsummarisch der Gegenstand der E. sestgestellt wird.Der Entwurf einer allgemeinen deutschen Civil-proceßordnung (Buch 8), der sich hier meist audie Bestimmungen der französischen und neuerenhannöverschen und bayerschen Civilproceßordnunganschließt, läßt nicht bloß auf Grund eines rechts-kräftigen, sondern auch auf Grund eines für vor-läufig vollstreckbar erklärten Erkenntnisses die Ein-