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Beslandtheil, z.B. bei Arzneistoffen, die in wässeriger ^Lösung gegeben werden, das Wasser. i
Excipiren (v. Lat.), 1) ausnehmen; 2) ein-wenden, Einreden anbringen.
Excipulum, 1) (Bot.), bei Pilzen aus derGruppe der Ascomyceten u. auch bei den hierhergerechneten Flechten die becherförmige Gewebemasse,welche den eigentlichen Fruchtbehälter, das Perithe-cium umgibt. 2) (Chemie), Vorlage. Engler.
Excise (engl.), Accise, indirecte Auflagen vonBranntwein, Malz, inländ. Zucker, Rennpferden u.einigen Gewerben, wie Fuhrmannsunternehmen,Eisenbahnen, Methversertigung, Seifen-, Tabak-u. Cichorienfabrikation, dann den im Inland er-zeugten geistigen Getränken. (Die eingeführtenunterliegen dem Zoll). Hieran reihen sich die Li-cenzen für: Halten männlicher Dienstboten, Luxus-wagen, Hunde; endlich Abgaben von Pferdehänd-lern, für Wappenführung, und Feuerwaffen.Der Ertrag der E. war im I. 1873 29,, Mill.Pfd. Sterl.
Excität, 1) (Lxoitatorium) Erinnernngs-,Mahnschreiben (mittels offener Correspondenz-karte können eine Beleidigung enthalten); 2) derin Concurs Gerathene. Excitation, Aufforder-ung, Anregung; Excitabilität, Erregbarkeit,Reizbarkeit.
Excitiren (v. Lat.), erregen, aufreizen; ex-citirende Mittel (Lxeitantüa), erregende Mittel.
Exclnmatiou (v. Lat.), 1) Ausrufung; 2)(Rhet.), so v. w. Ausruf. Daher Exclama-tionszeichen, so v. w. Ausrufungszeichen.
Excludiren (v. Lat.), 1) ansschließen; 2) voneiner Schule schimpflich fortschicken, vgl. Relegiren.Daher Exclusion, 1) Ausschließung von einerGemeinschaft wegen Unwürdigkeit, als Strafe, bes.von Schülern in öffentlichen Schulen. 2) Me-thode, arithmetische Aufgaben zu lösen, dadurch,daß man die der Aufgabe keine Genüge leistendenZahlen anssondert. Frcmcle de Bessy erfand siezu Anfang des 17. Jahrh.; sie ist Lurch die al-gebraische Methode zu entbehren.
kxoiuslvn ssnlontm (Exclusive, lat.), das Rechtmancher katholischen Mächte, einen ihnen nicht ge-nehmen Cardinal von der Wahl zum Papste aus-zuschließen. Dieses Recht stand dem deutschenKaiser u. den Königen von Spanien u. Frank-reich zu, und sie übten dasselbe dann, wenn eswahrscheinlich geworden war, daß der ihnen miß-liebige Candidat die erforderliche Stimmenzahl,zwei Dritttheile, wenigstens erhalten würde. Da-gegen mißlang Philipp von Spanien der Versuch,das Recht der Jnclusion, d. h. des Vorschlagsdes ihm genehmsten Candidaten, zu erlangen. All-gemein steht den Landesfürsten bezüglich der Lan-desbischöfe das Exclusivrecht zu. i--
llxeluslvo (lat.), ausschließend, nicht einbegriffen,llxoooesrin L., LlueU. Li'ss., Pflanzengattungder Lupiiordiaveuo-Hixpomaneas, Bäume undSträucher mit knrzgestielten, am Rande drüsigenBlättern u. kleinen, in Ähren stehenden Blüthen;weibliche Blüthen am unteren Theile der Ähremit 2 — Ztheiligem Kelch u. 3fächerigem Frucht-knoten; männliche Blüthen mit 3 — 2 Staubblät-tern; Frucht kapselartig, mit Samen ohne An-hängsel am Nabel. Arten zahlreich, tropisch; wich-
- Excrcmente.
ckig ist: L. ^Aailooiia L. (indischer Vlendbaum,
^ Adlerholz) in Ostindien; derMichsaft erzeugt, i„zAuge gespritzt, sehr heftige Entzündungen u. Blind-heit; die Rinde erregt Purgiren u. Erbrechen rc.Der Stamm enthält ein harziges L>l, welchesgegen Hautansschläge dient; Stücke, die reich anHarz sind, brennen sehr leicht u. verbreiten einenangenehmen benzoLartigen Geruch; solche werde»als InAnum s. ^Aalloolii, ä'aZila inden Handel gebracht. Engler.
llx coinmissiono (lat.), infolge Auftrags.
Exeommunieiren (v.Lat.), aus der kirchlichenGemeinschaft, insbes. dem Abendmahl ausschließen,u. Excommunication, Ausschließung daraus,s. u. Kirchenbann. Daher Lxcommunioantss,Name der Feinen unter den Wiedertäufern, weil siestreng auf Kirchenzucht hielten.
llx eomposlta (lat.), nach der Verabredung.
llx ooiwsasis (lat.), nach dem Zugestandenen.
Excoriation (v. Lat.), Hautabschilferung, Ent-blößtsein der Haut von der Oberhaut, od. stellen-weises Abgelöstsein der Haut, mit od. ohne Ent-zündung.
Excrcmente (Excrete, v. Lat.), 1) im Allge-meinen die durch die Ausscheidungsorgane desthierischen Körpers aus demselben als unbrauch-bar ausgesouderten Stoffe; dies sind theils Stoffe,welche mit den Nahrungsmitteln in den Körpergelangt sind, aber als unverdaulich gar nicht inden Stoffwechsel haben übergehen können; theilsdie in rückbildender Umwandlung (regressiver Me-tamorphose) befindlichen Stoffe, die ihren Kreis-lauf im Körper beendet u. weiter keinen Werthfür den Organismus haben; endlich gewisse Pro-ducte der Absonderungsorgane, die auf innere u.äußere Oberflächen des Körpers ausgeschieden sindund nach ihrer Verwendung nicht wieder in denKreislauf der Säfte ausgenommen werden. Hier-hin gehören die Ausscheidungen aus den Lungen, Iden Nieren, dem Darm, den Drüsen der Haut rc. I2) Hauptsächlich aber versteht man unter E-n die 8durch den Darmkanal abgegaugenen, durch den Dthierischen Stoffwechsel umgewaudelten oder un- Rverdaut gebliebenen Theile der Nahrungsmittel, im Uweiteren Sinn bezeichnet man auch das Secret »derNiereu, den Harn, als flüssige E.; s. Harn. IEin gesunder erwachsener Mensch entleert nachgemischter Kost in 24 Stunden durchschnittlich etwa120—180 § E. von gelbbrauner bis dunkelroth-brauner Farbe u. halbfester Consisteuz. Die E.enthalten ungefähr ^ ihres Gewichts feste Bestand-theile u. A Wasser; ihr unangenehmer Geruch rührtvon ihnen beigemengten in Zersetzung übergegan-genen Gallenbestandtheilen her.
DieZusammensetzung der festen E.ist wesent-lich verschieden je nach der Art der genossenen Nähe-rung; als chemische Bestandtheile der menschlichenE. sind folgende nachgewiesen: Wasser, zuweilenetwas Eiweiß, Fette, Kalk- u. Magnesiaseifeu, Ex-cretin, Cholesterin, Buttersäure, Essigsäure, Milch-säure, zuweilen Traubenzucker u. gallensaure Salze,Gallenfarbstoff, Taurin, Cholsäure u. anorganischeSalze. Bei blutigen n. eiterigen Stühlen trete»außerdem noch die Bestandtheile des Blutes undEiters auf; bei Calonielgebrauch enthalten die E.Schwefelquecksilber, beim Gebrauch von Eiseuprä-