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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Evron Ewald.

nein Bruder Ludwig, u. 1316 erhob Philipp V.fie zu dessen Gunsten zu einer Pairie. Philipp,der Sohn des Grasen Ludwig, folgte seinem Va-ter im Besitze der Grafschaft, u. als er mit derPrinzessin Johanna das Königreich Navarra er-heirathete, fiel E. an dieses. Karl III. von Na-varra vertauschte 1404 die Grafschaft gegen dasneugebildete Herzogthum Nemours an KönigKarl VI. von Frankreich n. nun wurde sie wie-der Eigenthum der Krone. 1651 wurde sie demHause La Tour (Bouillon) zum Ersatz für Sedangegeben, unter der Republik mit den anderenGütern dieses Hauses eingezogen. Am 5. Oct.1870 wurde nach einem kurzen, siegreichen Ge-fechte E. von der 5. preußischen Cavalerie-Divisionvorübergehend besetzt, ebenso Mitte Der. dess. I.von Truppen des 1. Armeecorps. H- Berns.

Evron, Stadt im Arr. Laval des franz. Dep.Mayenne, unweit eines Zuflusses der Jouanne,Station der franz. Westbahn; alte Kirche (theilsaus dem 12., theils aus dem 14. Jahrh.), Ho-spital, Fabrikation von Leinwand u. Tischzeugen,viele Kalköfen, zahlreiche Korn-, Oel- und Loh-mühlen, lebhafter Handel, 10 Märkte; 5011 Ew.

Evulgrrcn (v. Lat.), ruchbar machen, ver-breiten.

Evulsion (v. Lat.), Ansreißung.

Evviva (ital.), lebe hoch!

Ewald (altdeutsch, männlicher Vorname, derimmer Kräftige, Mächtige). 1) Zwei Heilige, Brü-der, welche zu Ende des 7. Jahrh. unter denSachsen in Westfalen das Christenthum predigtenu. hier als Märtyrer starben. Ihre Leichnamesind in der St. Knnibertskirche in Köln. Landes-patrone von Westfalen. Tag 3. Oct. 2) Jo-hann Joachim, deutscher Dichter, geb. 1727 inSpandau; lebte eine Zeit lang in Berlin, wurde1757 darmstädtischer Hofrath, ging 1767 nachRom u. st. dort als Karthänser; er schr.; Sinn-gedichte u. Lieder (anonym), Berl. 1755, herausg.von Jördens, 3. Ausl., Berl. 1791. 3) Johan-nes, dänischer Dichter, geb. 18. Nov. 1743 inKopenhagen, entwich, da er sich als Student ineine Krämerstochter in Kopenhagen verliebt hatte,

1759 nach Preußen, in dem Wahne, im Kriegs-dienste schneller zu einer unabhängigen Stellungzu kommen, als mit der Theologie, desertirte aberdann in den österreichischen Dienst, aus dem er

1760 heimkehrte u. dann das theologische Examenmachte. Jndeß in seiner Liebe getäuscht, verküm-merte E., lebte als armer Poet auf Kosten seinerMutter u. seines Stiefvaters, verkürzte sein Lebendurch Extravaganzen, u. st. 17. März 1781 inKopenhagen. E. ist Hauptrepräsentant des Klop-stockianismus, und der frühste Repräsentant desBardenthums innerhalb der dän. Literatur. Dieseverdankt zum Wesentlichen ihm die Ausbildungder höheren poetischen Sprache. Obgleich er so-mit in der dän. Lit. Gesch. einen sehr hervorra-genden Platz einnimmt, waren seine Arbeiten niepopulär (ausgenommen das bekannte National-lied: LonZ Obristian stock vsä Iröion bläst).DolkLrags 1770, die erste dän. Tragödie, ist einBardiet, in Prosa abgefaßt. In valäsrs vöck,1775, und visüsrns, 1778, führte E. die reim-freien 5füßigcn Jamben in die dän. Lit. ein. Seine

Versuche im Lustspiel sind von geringem Werth.Am größten ist E. als Lyriker u. seine Dramenenthalten prachtvolle lyrische Partien. Gesammelteund auserwählte Werke sind öfters erschienen, soKopenh. 178091,4 Bde.; ebd. 185055, 8 Bde.Vgl. Öhlenschläger, Vorlesungen über E. u. Schiller,Kopenh. 1810 bis 12, Welhaven, E. u. die vor-weg. Dichter, Christ. 1863, auch in W'sSämmt-lichen Schriften, Bd. 8, Kph. 1868, u. die Bio-graphien von Molbech das. 1831, von Olsen, das.1835,vonHammerich,das.2.A. 1861. 4 ) Johannv., dän. General, geb. 30. März 1744 in Kassel;trat früh in hessische Dienste, machte seit 1776den Nordamerika!!. Freiheitskrieg in engl. Soldemit u. kehrte als Hauptmann zurück; er wurdegeadelt u. trat als Major n. Chef des schleswig-schen Jägercorps 1788 in dän. Dienste, stieg zumGenerallieutenant, befehligte 1806 den Cordongegen das Blüchersche Corps, dann die dänischenn. holländischen Truppen bei Verfolgung Schills1809, erstürmte hier Stralsund u. st. 25. Juni1813 in Kiel. Er schr. u. a.: Abhandlung überden Krieg der leichten Truppen, Kass. 1774,Flensb. 1790 n. ö.; Über den kleinen Krieg,Mark. 1785; Beispiele großer Helden, Schleswig17971800, 2 Bde. u. m. a. 5) Georg Hein-rich August v., ausgezeichneter Orientalist undinsbesondere Hebraist u. Bibelforscher, geb. 16 .Nov. 1803 in Göttingen; studirte seit 1820 dort,wurde 1824 Repetent der theologischen Facultätdaselbst, 1827 Professor der Philosophie u. 1835Prof, der Orientalischen Sprachen, nachdem erin diesen noch eingehende Studien in Paris, Ber-lin u. Italien gemacht. Als Theilnehmer der Pro-testation der Sieben Göttinger Professoren vom18. Nov. 1837 wurde er seiner Stelle entsetzt,ging einige Zeit nach London u. wurde nachseiner Rückkehr 1838 Professor in Tübingen, vonwo er, seit 1841 in den Adelstand erhoben, 1848in seine frühere Stellung nach Göttingen zurück-kehrte. Nach der Annexion Hannovers durch Preu-ßen (1866) wegen Eidesverweigerung zunächstseines Amtes als Professor enthoben, ward ihmspäter auch die Erlaubniß, als Docent an derUniversität Vorlesungen zu halten, entzogen, sodaß er lediglich in seiner Stellung als Mitgliedu. zeitweiliger Vorsitzender der Göttinger Societätder Wissenschaften verblieb u. seine ihm so gewor-dene Muße theils wissenschaftlichen Arbeiten, theilspolitischer Thätigkeit, als entschiedener Gegner derOrdnung der Dinge seit 1866 im Reichstage wiein der Literatur zu widmen in der Lage war. Er-starb 4. Mai 1875. Seine Forschungen über he-bräische Grammatik, zur biblischen Einleitung u.Geschichte sind bahnbrechend u. ebenso durch ihrekritische Schärfe wie geistreiche Combination trotzder zu weit getriebenen Originalität der Darstellungvon bleibendem Werthe. Er schr.: Compositionder Genesis, Brannschweig 1823; Vs instris oar-mmnm arabivorum, ebd. 1825; Das hohe LiedSalomos, übersetzt, Gött. 1826; Kritische Gram-matik der Hebräischen Sprache, Lpz. 1827, 7.Ausg.1863; Über einige ältere Sanskritmetra, Gött.1827; Vaüsäii äs blssopotamias sxpnAnstasIiistoria, ebd. 1827; Lommsntarius in apoea-Iz-xsiu llostannw, Lpz. 1828; Hebräische Sprach-