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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Ewcsprache

lehre für Anfänger, Lpz. 1842, 4. Ausg. 1874;Abhandlungen zur orientalischen u. biblischen Li-teratur, Gött. 1832, 1. Thl.; Orammatioa lin-ZllLS arabioas, Lpz. 183133, 2 Bde.; Diepoetischen Bücher des A. T., Gött. 183537,4 Thle., 3. Ausg. 18661867; Die Prophetendes Ä. T., Stuttg. 1841, 2 Bde., 2. Anfl.,3 Thle., 67. 68; Ein Wort zum Frieden beiderKirchen, Tüb. 1842; Geschichte des Volkes Is-rael bis Christus, 184359, 7 Bde., 3. Ausg.1864 f.; Beiträge zur Geschichte der ältesten Aus-legung n. Spracherklärung des A. T., 1844,3 Bde.; Jahrbücher der biblischen Wissenschaft,12 Thle., Gött. 1848 f.; Die 3 ersten Evange-lien, übersetzt u. erklärt, ebd. 1850; Das Send-schreiben des Apostels Paulus, Gött. 1857; DieZohanneischen Schriften, 2 Bde., Gött. 186162;Über die phönikischen Ansichten von der Welt-schöpfung, ebd. 1851; Über das äthiopische BuchHeuoch, ebd. 1854; Erklärung der großen phöni-kischen Inschrift von Sidon, ebd. 1856; DasSendschreiben an die Hebräer u. Jakobus Rund-schreiben, Gött. 1870; Die Bücher des N. T.übers, und erläutert, I. die Evangelien und dieApostelgesch., 2. Aust., Gött. 1872; 7 Sendschrei-ben des N. T., übers, u. erkl., Gött. 1870; DieLehre der Bibel von Gott, 4 Thle., Lpz. 1871bis 76; war auch Mitherausgeber der Zeitschriftfür die Kunde des Morgenlandes. 6) HermanFrederik, dän. Novellist, geb. in Kopenhagen,13. Dec. 1821, früher Landmesser, privatisirt inKopenhagen (eine Zeit lang früher in Frederiks-borg). Er hat seit 1860 eine Reihe Romane n.Novellen geliefert, wovon einige zur Klasse dersogen, historischen zu rechnen sind, als 8vsn-skorns pan LronborA, 1867; Osu aicobaüs Lviuclexaa Mrjsls, 1871; Lnuä lZgstäsiwbjsrne, 1875;andere sind sociale Novellen von ungesund religi-öser, zum Theil nationaler Richtung; so ist L.Ag,ttrs,1873, eine Polemik gegen die freidenkerischenRichtungen. Trotz ihrer Schwerfälligkeit und desMangels an Feuer haben seine Arbeiten Erfolg,indem sie den meisten der in Dänemark vorherr-schenden Tendenzen und Vorurtheilen schmeicheln.7) Ernst Deodat Paul Ferdinand, gen. derTodsündenewald, deutscher Historienmaler, geb. inBerlin 1836; studirle zuerst in Bonn Natur-wissenschaften, ward 1855 Schüler C. Stefseeksin Berlin, dann 18561863 Coutures in Parisu. stndirte 186364 in Italien bes. die Freskendes Cinquecento, worauf er sich 1865 in Berlinmederließ. Seine sieben Todsünden stammen ausdem Jahre 1863. In der Billa Ravene beiBerlin treffliche Wandgemälde. Sehr geschätzt sindauch seine Aquarellen. s) o> o. 7> Regnet.

Ewer, ein offenes einmastiges Fahrzeug, ausder unteren Elbe vorzugsweise zum Fischen, aberauch zum Waarentransport gebraucht.

Ewcsprache, eine den Sudan- od. Negerspra-chen ungehörige Sprache in WAfrika, gesprochenzwischen Niger u. Volta von mehreren «Stämmen,unter denen die Bewohner von Dahomey die be-kanntesten sind.

Ewest (Ewst), Fluß im nordwestl. Rußland,entsteht an der Grenze der Gouv. Witebsk undLivland ans der Vereinigung eines Abflusses des

Ewiger Jude.

Luban-Sees im Gouv. Witebsk u. des im Gouv.Livland entspringenden Pedez, fließt durch Li»land m mündet bei Glasmanka in die Düna.

Ewiges Evangelium (Zeitalter desHeiligenGeistes), die im 13. Jahrh., aus Grund einerSchrift des calabrischen Mönches Joachim (Lou-ooräia vsbsris eb novi tsstarusnti) aufgestellteMeimrng, daß mit dem Jahre 1260 ein neuer,vollkommener Zustand der Kirche eintreten würde,in welchem an die Stelle des wörtlich verstande-nen Evangeliums Christi das geistig verstandenetreten und das dermalige Priesterthum in derKirche durch ein geistiges Priestsrthum vertretenwerden würde. Dieser neue Stand der Kirchesollte von Männern, welche dieses geistigen Ver-ständnisses mächtig wären, durch ihre Predigt her-beigeführt werden. Die Franciscaner wurden be-schuldigt, sich für diese Männer gehalten zu haben.

Ewiges Feuer, die Naphthaquellen bei Bala-chanu, s. Baku.

Ewiger Friede» s. u. Friede.

Ewiges Gebet, das in jeder Kirche durch sichablösende Personen ununterbrochen zu haltendeGebet, welches Papst Clemens VIII. bei den vomProtestantismus u. von den Türken dem Katholi-cismus drohenden Gefahren 1592 durch eineBulle verordnete.

Ewiger Johannes, der Gegensatz der Sagevom Ewigen Juden. In dieser Sage wird dasmit Christo verborgene, der Offenbarung seinerHerrlichkeit entgegenharrende Leben in der Füllegottverklärter Hoffnung dargestellt; wenn der Herrkommt, dann ist des Jüngers Warten ein Ende,u. derselbe folgt seinem Meister zum ewigen Leben,in's Vaterhaus, in die Hütten des ewigen Frie-dens. Vgl. Dalton, der ewige Jude u. der ewigeJohannes, Petersb. 1870.

Ewiger Jude, eine Gestalt der Volkssage,welche die in den Mythen mehrerer Völker vor-kommenden Erscheinungen nicht sterbender Helden(wie z. B. der ewig junge Chidher in der persi-schen, Friedrich Barbarossa in der deutschen Sage)auf einen Vertreter des zerstreuten und ewigwandernden Judenvolkes überträgt. Als Christuszu der Kreuzigung ging, ruhte er nach der Le-gende am Hause eines Schuhmachers, Ahasve-rus. Dieser kam heraus n. befahl ihm weiter zugehen; Jesus sprach: ich werde ruhn, du abersollst gehen, bis ich komme! Nach Andern heißter Kartaphilus, war Thürsteher beim Hohen-priester n. trieb Jesum mit Faustschlägen fort.Von innerer Unruhe getrieben, muß nun Ahas-verus wandern u. kann nicht sterben, bis Jesuszum Weltgericht kommt, dann ist seine Strafeaus, dann kann er sterben und znrllcksinken indas absolute Nichts. Alle 100 Jahre befällt denE. I. eine schwere Krankheit, nach der er wiederzum neuen Leben ersteht. Die Sage, welche insehr vielen Ländern Europas verbreitet ist, kamwahrscheinlich im 13. Jahrh. auf, wo sie derMönch Matthäus Parisiensis (st. 1259) zuerst er-zählt, nach der mißverstandenen Stelle Joh. 21,33.Betrüger benutzten sie, bes. im 16. u. 17. Jahrh.,um sich für den Ewigen Juden auszugeben, na-mentlich trat 1547 in Hamburg eine Person auf,welche sich für den E. J-n ausgab, von welcher