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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Erichson.

ward, durch Ansgarius bekehrt, aus einem Ver-folger des Christeuthuius ein eifriger Fördererdesselben. 3 ) E. (III.) I. (der Erste dieses Na-mens aus dem Geschlechts der Ulfinger), Eygoth(Ejegod der Gute oder Starke), Sohn von SvenEstridson, regierte über Dänemark 1095—1103wo er, ein trefflicher Fürst, als Wallfahrer nachdem gelobten Lande ans der Insel Cypern starb.4) E. (IV.) II. Hatefoet (Hasenfuß) oderEmuni (der Großsprecher), Sohn des Vor., an-fangs König von Schonen, regierte in Dänemark1134—37, wo er ermordet wurde. 5) E. (V.)III. Lamm, Sohn Jarl Hakons, regierte 1137bis 47 als Vicekönig für den unmündigen Wal-demar und st. als Mönch in einem Kloster zuOdense kurz darauf. 6) E. (VI.) IV. Plog-penning (Pflugpfennig) oder derHeilige, SohnWaldemars II., geb. 1216; wurde 1232 Mitregentseines Vaters n. regierte allein 1241—1250, woihn sein Bruder Abel in heimtückischer Weise auffangen und enthaupten ließ. 7) E. (VII.) V.Glipping (der Blinzelnde), Sohn Christophs I.,geb. 1248, ein schwacher Fürst, der erst unterVormundschaft 1259 regierte, dann auf der Lo-haider Ebene vom Erzbischof von Lund n. Erichvon Schleswig geschlagen n. gefangen genommen,1261 dem Markgrafen Otto III. von Branden-burg übergeben, erst nachdem er sich mit dessenNichte Agnes verlobt, 1262, freigelassen wurde.Durch seine Schwäche schädigte er das Königthnmschwer, wenn er auch manches Gute für das Landleistete. Er wurde 1286 das Opfer einer Ver-schwörung des Adels. 8) E. (VIII.) VI. Men-vede (weil er, etwas versichernd, immer mensabers hinzusetzte); Sohn des Vor., folgte diesem1286 unter Vormundschaft, trat die Regierung1289 selbst an, führte aber eine höchst unglücklicheRegierung u. st. 1319, nachdem er in seinemStreit mit dem Papst sich diesem hatte unterwer-fen müssen. 0 ) E. IX. (VII.) der Pommer,Sohn des Herzogs Wratislaw VIII. von Pommernu. Großneffe der Königin Margaretha von Däne-mark, geb. 1383, seit 1388 (als Erich III.) Königvon Norwegen n. seit 1396 (als Erich XIII.) vonSchweden und Dänemark, unter Vormundschaftder Margaretha, war seit 1406 (1412) SelbstHerrscher. Ohne Talent, ohne persönlichen Muth,aber auch ohne Herz, voll Grausamkeit, konnteer sich nur Haß u. Verachtung erwerben, so daßer 1437 in Schweden, 1439 in Dänemark ab-gesetzt wurde. Nachdem er sich noch aller Reichs-kleinodien bemächtigt, ging er nach der InselGothland, um von da Dänemark durch Seerän-berei zu schaden, dann nach Pommern und st. zuRügenwalde 1459. Er schr.: Os orlAins AsntisOanornm, abgedr. in Lindenbrogs Lorlptorss re-rum ssptentriouallum, und in Grntens Otironi-eon edroniooruin. 10 ) b) auf Island: E.Rauda der Rothe, entdeckte Grönland 983und gründete daselbst 986 eine Niederlassung,s) von Kent: 11 ) E. (Äse), „Sohn Hengists,König seit 488; Stammvater des Äscingen. ci)vonNorwegen: 12 ) E.I., wegen Ermordung zweierBrüder mit dem Beinamen Blodöx (Blutaxt),Sohn Harald Haarfagrs (Schönhaars), folgte 931feinem Vater als Oberkönig, mußte aber schon

936 vor Hakon dem Guten flüchten n. st. kMdarauf in England. 13 ) E. II. Prescha,»,,(Priesterhasser, Pfaffenfeind), Sohn von Mi»uns VII., regierte 1281—99, suchte alles Frech,ländische ans seinem Reiche zu verdrängen u.ln»alten normännischen Geist wieder zu erwecken ei,lag aber in diesem Kampfe n. mußte schließtden Fremden noch mehr zngeben, als sie bereiisbesaßen. 14 ) E. III. der Pommer, so v,«Erich 9). s) von Schweden: Die ersten König!des Nordens gehören der Sage an und bezüglichder weiter folgenden sind die Angaben in dmKönigsverzeichnissen noch höchst unsicher. 15) st(IX.) VIII. hin Helge (der Heilige), der Scheines angesehenen Bauern in Upland, regierteschon 1150 zum König gewählt, 1155-1Wein eifriger Förderer des Ehristeuthums, der auchdie Gesetze des Landes von den alten barbarisch»Bestimmungen, namentlich zu Gunsten desFanii-lieurechts der Frauen reinigte, weshalb er auchden Rainen Laghifware, Gesetzgeber, erhielt. Sei»Bild führt die Stadt Stockholm noch im Wappen,Er siel gegen den dänischen Prinzen MagnnS1160 und gilt, wenn auch nicht kanonisirt, allSchutzpatron «Schwedens; seine Gebeine rühm i»Upsala. 16 ) E. X. Knutson, Sohn Knuts undEnkel des Vor., war der Einzige, welcher dervon Swerker II. seiner Familie geschworene«Ausrottung entkam, diese rächte u. darauf, eisrigfür das Christenthnm wirkend, 1203—1218 re-gierte. 17 ) E. XI., Erichson hin Läspe (derStammler), regierte 1223—50, unter blutige»Bürgerkriegen und mit einer Unterbrechung von5 Jahren; er war der letzte aus Erichs Hanse,18 ) E. XII., Sohn von Magnus II., wurdelZSldurch eine Empörung des Adels Mitregent seinesVaters u. st. 1360, n. Ein. durch ihm von seinerStiefmutter Blanca beigebrachtcs Gift. 19 ) MI.,so v. w. Erich 9). 20 ) E. XIV., Sohn GustavWasas, folgte diesem 1660, in Nichts zum Re-genten tauglich; wenn er anfänglich auch allerleisegensreiche Anordnungen traf, ließ er sich baldvon seiner Leidenschaftlichkeit u. seinem Hang znr,Astrologie zu ganz verkehrten Handlungen undselbst Verbrechen Hinreißen; dazu zeigten sich schonseit 1565 Spuren von Wahnsinn bei ihm, dieimmer häufiger auftraten. Erst glaubte er Gemahlder Königin Elisabeth von England zu werden u,verschwendete Massen von Geld für seine angeb-liche Braut, dann heirathcte er seine frühere Ge-liebte Katharina Maas, die Tochter eines Bau-ern, welche allein seinen Wahnsinn beschwörenkonnte, während er die Regierung seinem KanzlerGöran Persson überließ. 1569 ans Anlaß seinerBrüder endlich abgesctzt, wnrde er an verschiedenenOrten eingekerkert u. zuletzt nach vergeblichen Be-rciungsversnchen aus Befehl des „ Reichsrathe-26. Febr. 1577 auf dem Schloß Orby, wo ereit 1574 gesessen hatte, vergiftet. Rob. Pr»tz mG. Kruse behandelten E-s Mißgeschick dramatischin den Tragödien Erich der Banernkönig u. KönigE., Lpz. 1841.

Erichson, Wilh. Ferdinand, bekannter lrn-tomolog, wnrde 26. Nov. 1809 zu Stralsund ge-boren, war später Prof, der NaturgeschichteBerlin, wo er 18. Dec. 1848 starb. Er schr.-