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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Erdelyi Erdflöhe.

sehr zu empfehlen, weil zur Bindung der gasför-mqen Zersetzungsproducte des Düngers Erde sich^r,restlich eignet. Nur die Kosten der An- undAbfuhr sind die Ursache, weshalb nicht allgemeinerErde als Einstreu verwendet wird. Marx.

Erdelyi, Johann, ungar. Dichter, geb. 1814in Kazos (Ungarn), studirte n. widmete sich dannder Poesie u. Literatur in Pesth, wo er 1849 Sze»rere's Lssxnblloa redigirte; seit der Niederwerska der Revolution lebte er wieder in Kazos undß. das. 27. Jan. 1868. Er schr.: Gedichte, Ofen1844; llonwsti ixarnnlc (unsere Nationalindustrie),Pesth 1846; sammelte Ungarische Volkslieder, PesthMS48 , 3 Bde.; gab heraus: Ungarische Volks-."'Msaam und Märchen, Pesth 1846 f., 2 Bde. (DieElMchen deutsch von Stier, Berl. 1851); Ungar-ische Volkssprllchwörter, 1850; das Drama: Die'lenetianerin, n. übersetzte auch schwedische Volks-«lladen redigirte die von der Kisfaludygesellschaftherausgegebene Lrsxlroäalml 82 smls.

Erden (Chem.), oder eigentliche E. nenntmen die Oxyde der Erdmetallc (s. d.). Zu ihnen»'gehören die Thonerde (Aluminiumoxyd), Beryll-serde, Zirkonerde, Dttererde, Erbinerde, Terbinerde- n. Thorerde. Sie sind weiß, in Wasser unlöslichu. nieder durch Wasserstoff, noch Kohlenstoff rehn-sprbar. Die Hydroxyde der Erdmetalle, welcheMan auch wohl E. nennt, sind ebenfalls weiß u.in Wasser unlöslich; sie sind nur schwache Basenii. liesern mit Kohlensäure entweder gar keine od.doch äußerst leicht zersetzbare Salze. Hetzer.Erderschüttcrunge», so v. w. Erdbeben.Erdesscn. Durch A. v. Humboldt wurde (Au-ssichten der Natur, Stuttg. 1826. B. 1, S. 167)Mist in weiteren Kreisen Genaueres bekannt überMer, die als Nahrung beträchtliche Mengen vonLide verschlingen. Humboldt hielt sich im JunilM einen Tag lang bei den Otomaken am Ori-noko auf; er schildert die Erde als einen fetten,milden Letten von gelblichgrauer Farbe mit etwasEisenoxyd Hesärbt. Sie kneten denselben in KugelnstM 46 Zoll Durchmesser u. brennen diese äußer-lich bei schwachem Feuer. Beim Essen wird dielugel wieder befeuchtet. Auch die Nen-Caledonier«zehren ziemlich große Mengen eines grünlichenSpecksteins nicht nur, wenn sie hungrig sind, son-dern auch nach reichlichen Mahlzeiten. ÄhnlichesMd Labillardiere auf dem Weg von Surabaja«ch Semarang auf Java, wo man einen röth-nchen Thon geröstet ißt. Bei den Botoknden Bra-Weiis fand Prinz Max zu Neuwied das E. nurtdeiNndern; sie zeichnen sich dann durch eine sahl-Poe Gesichtsfarbe, einen mageren Körper undhehr harten, dicken Unterleib aus; auch werden sie«-wohnlich nicht alt. Auch wird das Essen diesesDlbrothen od. grauen Letten von den erwachsenenWtoluden für gesundheitswidrig angesehen, wäh-.Md bei den Otomaken eine schädliche WirkungM E-s geleugnet wird. Bei den Völkern derMropen ist das E. verbreiteter, als man gewöhn-Elmmt; Humboldt gibt dafür noch einigeL?r merkwürdige Beispiele vom Magdalenenstrom,auch bei den Tungusen«n, v?" Ochotsk, ja in Europa findet es

V > und da nicht blos bei Kindern u. gelüstigenchnerninen; so sollen die Steinbrecher am Kiff

Häuser einen feinen Thon, den sie Steinbnttcrnennen, auf ihr Brod streichen. Besonders aberin Hungerzeiten hat das Volk zum E. seine Zu-flucht genommen; so wurde in der Lausitz wäh-rend des 30jähr. Krieges aus einer feinen Kalk-erde Brod gebacken. Ähnliches geschah 1629 inPommern u. 1590 sollen bei der Belagerung vonParis durch Heinrich IV. menschliche Gebeine feingepulvert im Brod verbacken worden sein (Thiers).Noch jetzt sollen nach indianischem Vorbild inAlemtejo(Portugal) aus einem feinen ThouTrinkge-schirre verfertigt worden, welche die Damen nachdem Gebrauch stückweise verspeisen. Weder Bau-guelin, der die von Humboldt überbrachte eßbareErde der Otomaken chemisch untersuchte, noch spä-tere Analytiker haben in einer der als Nahrunggenossenen Erden irgend etwas gefunden, waswirklich als Nahrung angesehen werden könnte, r

Erdfälle, Versenkungen durch Einsturz einesTheils der Erdoberfläche; sie entstehen namentlichda, wo Rauhwacke od. Gips die Unterlage bilden,od. von derHand desMenschen gemachte Weitungenin Bergwerken nicht gehörig unterstützt wurden.Man findet sie bis über 700 m im Durchmesseru. von beträchtlicher Tiefe. Zuweilen sind sie mitWasser angesüllt u. auf diese Weise sind in manchen Gegenden, z. B. in der Gegend von Eislebenganze Seen entstanden. Ähnliche Seen findensich bei Sperenberg in der Mark Brandenburg,bei Segeberg in Holstein n. a. a. O. Auch dieE. am Rande des Harzes im älteren Gipse, vor-züglich in den Gruben, welche zwischen den Gips-wällen u. dem Gebirgsfuße hinziehen, die Teufels-bäder zwischen Osterode und Herzberg, die mitWasser erfüllten Weitungen in der Gegend vonWalkenried rc. gehören wahrscheinlich hierher.

Lehmann.

Erdfarben, Erden von verschiedener Farbe,zum Malen; sie haben ihre Farbe entweder inihrem natürlichen Zustande, z. B. Kreide, Ocker,Braunkohle, Bergblau rc., od. sie bekommen die-selbe erst durch Brennen u. andere chemische Be-handlung.

Erdferkel, s. Erdschwein.

Erdfernrohr (terrestrisches Fernrohr), sieheFernrohr.

Erdfeuer, s. Erdbrände.

Erdflöhe, Käser aus der Fam. der Blattkäfer(Obr^somslickas), Gattung Haltlos, (I7k.), kleineThiere von mehr od. weniger eiförmiger Gestalt;Fühler meist von halber Kopflänge; Hinterschenkelstark verdickt, zum Springen geeignet. Sie machenflohartig große Sprünge, und da die bekanntestensich am Boden u. an niedrigen Kräutern anfhal-ten, heißen sie allgemein E. Ihre Larven minirenmeist im Parenchym der Blätter, doch gibt es aucheinige blattskeletirende Arten. Allein in Deutsch-land kennt man an 200 Arten, welche zahlrei-chen Pflanzen schädlich werden. Am bekanntestensind: Kohlerdfloh (8. olsraesaL.), grün, blau-schillernd, 4 mm lang; der Rapserdfloh (kszck-Ilockss ollr^aoospliala II.), Größe des Vorigen,oben u. an den Seiten schwärzlich, blau od. grün,Kopf und Beine gelblich. Da von den meistenE-n in einem Jahre mehrere Generationen auf-treten, werden sie leicht Lurch ihre große Zahl

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