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Erdbcerspinat
lim), mit beiderseits seidenhaarigen Blättern n.waae'recht abstehend behaarten Stengeln u. Blatt'stielen; ihre Scheinfrüchte sind härter u. wenigerchmackhaft als bei den vorigen. Mit ihr verwandtstnd auch: 4 ) §. Arg-oäiüora (Ananas-E.),
mit gestielten, tief grob gesägten, oberscits fastkahlen Blättchen, aufrecht behaarten Stengeln u.Blattstielen u. sehr großen, röthlich weißen Schein-früchten, in SAmerika heimisch, bei uns viel cnl-tivirt' S) §. eInIosnsis L7»7r., mit gestielten ober-M'behaarten, breit gezähnten Blättchen, ab-stehend behaarten Stengeln u. Blattstielen u. eben-alls sehr großen, röthlich. weißen Scheinfrüchten;stammt aus SAmerika und wird wie die vorigecultivirt: außerdem hat man eine Menge Varie-täten gezogen, von denen einzelne namentlich sichdurch ihre große Fruchtbarkeit auszeichnen. 6) l?.
- viissinlana, MA. (Scharlach-E.) mit scharfgesägten,gestielten Blättchen, angedrückt behaarten Blüthen-stielen u. großen dunkelrothen Scheinfrüchten, beiwelchen die Früchtchen in tiefe Gräben versenktfind; in NAmerika heimisch, in Gärten cultivirt.
. 7 ) V. iväioa L. (Onedssnss kraAaridiäsZ), durch
! - gelbe Blüthen mit großem Außenkelch und sehr! schöne scharlachrothe, aber fad schmeckende Schein-; s flüchte ausgezeichnet, eignet sich als Zierpflanzes ; für Ampeln u. Fensterbeete,i Von cultivirten Sorten sind die wichtigsten die! verschiedenen Monats- oder Alpen-E., die^ Muskateller-E., die noch auf etwas trockenerm/ Boden gedeihen; die Ananas-E. u. die Schar-! lach- oder Virginischen E., von denen jedoch' nur wenige Sorten für schwereren Boden noch,! empfehlenswerth sind. In Bezug auf die Früh-; zeitigkeit sind die E. sehr verschieden, wodurch^ man bei richtig ausgewählten Sorten sich denI ' Genuß dieser köstlichen Frucht für längere Zeitverschaffen und mit Hilfe der Monats-E. bis inden Herbst hinein ausdehnen kann; es gedeihenaber nicht alle Sorten in den verschiedenen Ge-genden und Bodenarten gleich gut, weshalb diepassendsten durch Cultnrversnche ausprobirt werden^ müssen. Die E. verlangen einen humusreichen,
, ; frischen, mehr leichten als schweren Boden bei> ziemlicher Feuchtigkeit u. einen freien Stand; man^ ^ vermehrt sie vorzugsweise durch Ausläufer, . selte-ner durch Samen, die Monats-E. auch durch Zer-theilen der Pflanzen, u. Pflanzt sie am besten im; August und September auf tief umgegrabenes,
: reichlich mit altem Miste gedüngtes Land aus Beete
! 30-40 om aus einander oder als Einfassung an
j den Wegen; wenn man keine jungen Pflanzen er-
- ziehen will, so werden während des Sommersdie Ranken stets abgenommen und im Frühjahreschneidet man alle alten Blätter ab, welches imSpätsommer zu thun nachtheilig ist; zugleich od.noch besser im Herbste wird auch das Beet mitKomposterde oder altem Dünger aufgefüllt, umdie stets in die Höhe wachsenden Wnrzelstöcke wie-der zu bedecken. Öfteres Lockern des Bodens undtüchtiges Begießen bei trockenein Wetter, besonderswährend der Blllthe u. vor der Frnchtreife, ambesten mit verdünntem flüssigen Dünger, sind be-sonders vortheilhaft; auch das Bedecken des Bo-dens im Sommer mit zerschnittenem Stroh, alterUhe und ähnlichen Stoffen zwischen den Pflanzen
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befördert sehr das Wachsthnm n. schützt die Früchtevor Fäulniß n. dem Abfresscn durch die Schnecken.Die E. pflegen nur 3 Jahre lang gut zu tragen,weshalb sie nach dieser Zeit erneuert werden müssen,jedoch auf anderen Beeten, weil sie dort, wo sieeinmal gestanden haben, erst nach längeren Jahrenwieder gut gedeihen; sie lassen sich auch mit Hilfevon Treibhäusern und zweckmäßigen Treibkästenwährend des Winters ziemlich leicht frühzeitig er-ziehen. Engler. iG-irtn.l Wolde.
Erdbccrspiinat, s. Mtnm.
Erdbirne (Topinambur), die Wurzelknollenvon llsllantiius tnbsrosns, aus Brasilien stam-mend, von eigenthümlich süßlichem Geschmack; siewerden als Gemüse n. als Viehfntter'angebaut,in Deutschland seltener, als in Frankreich; sie ge-deihen fast in jedem Boden viele Jahre laug ohneweitere Cnltur, als regelmäßige Reinigung undzeitweise Düngung u. sind, wo sie einmal gestan-den haben, schwer wieder anszurotten. Das Landmuß gut gedüngt und tief nmgearbeitet werden,dann pflanzt man die Knollen im März bis MitteApril 70—80 om von einander entfernt wie Kar-toffeln; während des Sommers braucht nur einigeMale gehackt und später angehäufelt zu werden.Die Ernte dauert vom Spätherbste bis znm Früh-jahr; die Knollen schmecken frisch aus der Erdegenommen am besten, weshalb sie, da sie vomFroste nicht leiden, in dem Boden gelassen oderim Herbste ausgenommen und in Gruben ausbe-wahrt werden; man nimmt gewöhnlich nur diegroßen Knollen heraus u. läßt die kleineren fürdas nächste Jahr im Boden. Bis zum 6. Jahrenimmt der Ertrag in der Regel zu, dann aberwieder ab. Er beläuft sich vom Morgen durch-schnittlich auf 9000 Lßs Knollen u. 4000 trockeneStengel u.Blättsr. Daß die E-n ein nur wenigbeliebtes Gemüse sind, liegt znm Theil an deroft unrichtigen Zubereitung derselben; als Vieh-fntter sind sie ebenfalls schätzenswerth, auch diegroßen, blattreichen Stengel werden frisch odergetrocknet gern vom Vieh gefressen, dürfen abererst im October abgeschnitten werden; auch benutztman sie in Baden u. im Elsaß als Brennmaterialzum Heizen der Backöfen. Wolde.
Erdbohrer, Apparat zur Herstellung einesBohrloches, verschieden, je nachdem man drehendoder stoßend bohrt. Beim drehenden Bohren wirdam meisten angewendet der Schappenbohrer, eineiserner Cylinder mit vertikalem Spalt, der untenin eine verstählte Schneide ausläuft, beim stoßen-den Bohren ist am verbreitetsten der Meißelbohrer,bestehend aus der Schneide, dem Schaft u. demHalse, welch letzterer in eine Schraube ausläuft.Durch Heben u. Fallenlassen des Bohrers mit auf-geschranbtem Gestänge stößt man das Gestein imBohrloch ab u. stellt durch Umsetzen im Kreise einrundes Bohrloch her. Niederstein.
Erdbrände, nicht vulkanische, in der Erde selbstveranlaßte oder doch unterhaltene Entzündungenbrennbarer Stoffe. Sie sind theils oberflächlich inFlammen ausbrechende, theils tiefer nur glimmendsich erhaltende. Jene beruhen ans Selbstentzündungvon ausströmenden Kohlenwafferstoffgasen ausGasquellen u. bilden die sog. Erdfener. Es brechenans der Oberfläche der Erde bis zu 5 Fuß hohe
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