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Erdbeerbaum — Erdbeere.
von einem Schälchen heruntergeschlendert wird u.Las Schälchen, welches durch das Gewicht der Ku-gel auf seiner federnden Unterlage niedergedrücktwar, emporschnellt u. durch einen Hebel das Pen-del der Uhr anhält. Auf diese Weise kann von derstillstehenden Uhr die Zeit des Eintrittes eines E-sgenau abgelesen u. an den verschiedenen Orten ver-glichen werden. Die allgemeine Einführung diesesApparates an den Uhren der Bahnstationen undanderer Gebäude verspricht für die Kenntniß derE. von großer Bedeutung zu werden.
Die Geschichte gedenkt großer Verheerungen gan
er Länder u. Sradte durch E. lssm ijayr Q n.
Lhr. gingen 13 große Städte Syriens in einer
Nacht durch E. unter, und noch meyrmais wuroedieses Lanv Durch veryeerende E. heimgesucht. Diefürchterlichsten E. der neueren Zeit sind die von1693, wo ohne einen Ausbruch des Ätna Catania
u. 49 andere Orte zerstört u. 60,000 Menschen
aeloorel wurven: von 1746, wo Eallao n. Lima
verwüstet wurden. Nächst dem aroüen E. vom 1Nov. 1755 ;n Lissabon sind noch bemerkenswerth
das von 1770 auf Ämti. das von 1774 in Gua-
temala: 1783 in Sicilien u. Calabrien. 1797 m_... -.
Peru, 1799 m Acavul co, 1804 un Juli in derneapolitanischen GräNaft Molise , 1812 in Cara-
cas. Besonders reich an E. war das Jabr 1829,v. Hofs hat ans diesem Jahre Uber 4o größereu. kleinere E. verzeichnet; 1834 zu Batavia, 1835in Centralamerika u. Ckile . 1847 im Nov. in Ba-
tavia. 1852 am 20. Aua, auf Cuba , 1853 den3. Mai ru Schiras u. Kaschan, 1855 großes E.
Valonichi, Smyrna, Ryodns, Galupolis, Adnanopel, Samos, Metelin, Philippopolis u. in denDardanellen, am 12. Nov. d. I. wurde Jeddo,die Hauptstadt Japans, durch ein E. theilweisezerstört. Ein furchtbares E. zerstörte in der Nachtvom 16. auf 17. Dec. 1857 mehrere Städte desKönigreichs Neapel. Am 21. Febr. 1858 wurdeKorinth durch ein E. fast völlig verwüstet; 1858wurde 19. Juni Mexico u. die Umgegend furcht-bar verwüstet. Eines der furchtbarsten E. zer-störte Mendoza 1861. Am 7. Juli 1866 schreck-liche E. in Nepal (Indien); die Hauptstadt Khat-mandu wurde gänzlich zerstört. Am 2. Jan. 1867großes E. in Algier; 8. Jan. fürchterliche Er- '!schütternngen bei Fort Klawath i n Oregon (Nord-Ainerika l. Im Febr. Kephalonia vonE. yelinge-sucht, Lixnri und Umgebung wird vollständig zer-stört. E. in Smvrna. Mvtilene fast völlig »erltört .Am 18. Nov. heftige E. auf St. Thomas in West-indien. 1868 im Juni wird Ecuador u. im Äug.Peru, Ecuador n. Quito, sowie im Oct. Japanu. St. Franzisco auf das furchtbarste verwüstet rc.Im Juni 1876 heftige E. zu Corleone auf derInsel Sicilien, während zu derselben Zeit aucha. ,a. O. E., so 29. Juni in Korinth, verspürtwurden. In Deutschland ist vorzüglich Groß-Geran (Hefsen-Darmstadt) im letzten Jahrzehnthauplw ^ ' '' ' '
der Schauplatz wiederholter leichter E. aewelemLiteratur: R. Falb, Grundzüge einer Theorie derErdbeben n. Vulkanausbrüche, Graz 1871; I. F.Schmidt, Studien über E., Lpz. 1875. Lehmann.
Erdbeerbaum, ^.rbntns nneäo Strauchoder Bäumchen von 6—10 na Höhe aus der Fa-
milie der ürieaosas-LixlaonLnckroiäoLs, mit läng-lich- oder verkehrt-eiförmig-lanzettlichen, kerbig.gesägten Blättern u. ziemlich großen zusammen-gesetzte Rispen bildenden Blüthen; diese hängendmit 5-theiligem Kelch, 10 Staubblättern u. stuni-'pfer Narbe; Frucht eine kugelige, fleischige, körnig,warzige, 5-fächerige, vielsamige Beere. DerStramhfindet sich im Mittelineergebiet wild, auch noch inTirol u. Kram, ferner in Irland; wenn er beiuns cultivirt wird, muß er während des Wintersim Gewächshanse aufbewahrt werden; er blühtim Februar u. Herbst n. trägt 2—3mal Früchte.Seine süßen, aber nicht eben lieblichen (mansie nur einmal, wie Linne durch Len SpecieZ-namen nnscko andeutete), erdbeerförmigen Beeren(Sandbeeren), die aber erst im Herbste des an-deren Jahres nach der Blüthe reifen, werden inLändern, wo er heimisch ist, gegessen; in Spanienwird Zucker daraus gewonnen, durch Destillation°der Beeren gewinnt man feinen Liqueur. Auchals Zierbaum wird er gezogen; man hat Varie-täten mit gefüllten Blüthen u. andere mit krausenoder zerschlitzten Blättern. Engter.
Erdbeere, FraZarm Nmrn., Pflanzengattnngans der Familie der Losaosas-I>rz-aäo1äsg.o, mehr-jährige Pflanzen mit langgestielten dreizähligen,ausnahmsweise einzähligen, unterseits blaßgrüne»Grundblättern, langen, fadenförmigen, an derSpitze wurzelnden u. wieder Rosetten treibendenAusläufern, nur wenig- u. kleinbeblätterten Bln-thenstengeln; Blüthen mit 5theiligem Kelch, dervon einem durch die Nebenblätter der Kelchblättergebildeten Außenkelch umgeben ist u. mit 5 verkehrt-eiförmigen Blumenblättern; die zahlreichen miß-artigen, blutroth od. rüthlich gefärbten Früchtcheneiner jeden Blüthe stehen auf der nach der Blüthezeitstark vergrößerten, eiförmigen oder kegelförmigen,fleischigen Blüthenachse u. bilden mit dieser eineScheinfrucht, die sogenannte Erdbeere. Diewenigen Arten dieser Gattung sind in der nördl.Hemisphäre und auf den Gebirgen SAmerikaSheimisch. 1) k?. vssea L., gemeine Walderd-beere mit wagerecht abstehend behaarten Blatt-stielen u. Stengeln, aber mit aufrecht behaartenBlüthenstielen u. mit zur Fruchtzeit abstehendemoder znrllckgeschlagenem Kelch; sehr verbreitet inWäldern u. Gebüschen; bekanntlich sind die schonim Juni reifenden Scheinfrüchte ein schmackhaftesObst, das mit Zucker, Wein, Milch rc. genossenwird, auch für heilsam gegen Gicht u. Harnbe-schwerden gilt; die Grundachse benutzte man gegenBlutflüsse n. Durchfälle, die jungen Blätter geben ^ein Surrogat des chinesischen Thees. Eine Abartist die in Gärten gezogene, den ganzen Sommerblühende u. etwas spitzere Scheinbeeren tragend!§. v. var. ssmxsrüorsns (Monats- oder
Alpen-E.), ferner die durch nur ein Blättchen tra-gende Blattstiele ausgezeichnete var. monoxüM,welche in der Cultnr entstanden ist. 2) k?. slntur(Zimmt- u. Muskateller-E.), der vorigenähnlich, aber in allen Theilen größer u. an allenTheilen der BlUthenstengel wagerecht avstehembehaart; in schattigen Laubwäldern u. Gebüschen,seltener als die vorige. Bei allen anderen Artenist der Kelch zur Fruchtzeit der Scheinfrucht -w-gedrückt u. aufrecht. 3) §. eoliina MrL. (Brei!'