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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Erdbad Erdbeben.

2 ) Hackboden, als: strenger Lehm, Thonboden, Kies,Geschiebe rc., 3) loser Felsen, Melcher mit Spitzhackeu. Brechstange, sowie mit einzelnen Sprengschüssenzu lösen ist, und 4) fester Felsen, welcher haupt-sächlich mit Pulver od. Dynamit zu sprengen ist.Ein Arbeiter kann in 1 Arbeitsschicht (10 Stun-den) in maximo 8 cbm hebend laden. Der Trans-port der Bodenmassen erfolgt bis zu 4 in Weitedurch Handwurf, bis zu 150 in durch Schiebkarren,bis zu 500 m durch Kippkarren, bei Weiten über750 in durch Pferdetrausport und bei größerenWeiten u. großen Massen durch Locomotivtransport.

Es kosten zu lösen u. in die Geräthe zu ladenod. einmal zu Werfens, wobei die Vor- u. Unter-haltung der Geräthe (15 °/o) mit eingerechnet ist:pro kbill Stichboden 0,200,30 N

, Hackboden 0,350,60

loser Felsen 0,85-1,20

fester Felsen 1,401,90

Der obm gewachsener Boden kostet zu trans-portiren u. einzubauen:

Transportweite.

IQ

Durch Handkarren.LI

Durch Kippkarrenoder Rollwagen.

LI

25

0,15

0,10

50

0,20

0,13

75

0,23

0,15

100

0,25

0,13

150

0,35

0,23

200

0,43

0,23

300

0,60

0,38

400

0,47

500

0,56

600

0,65

Hierin sind die Kosten für Geleise, Geräthe rc.einbegriffen. Pro rn Steigung werden 30 in Längeu. pro in Gefälle 20 m zur Entfernung hinzu-gerechnet. Ein djm Böschungen u. Bankette mitfruchtbarer Erde zu bekleiden kostet 0,100,13 N.Lange Transporte bei großen Massen u. Locomo-tivbetrieb entsprechend niedriger. Die Transport-preise sowol wie die Lösekosten sind Schwankungenbis zu 25 unterworfen.

Erdüad, s. u. Bad.

Erdbeben, Bewegungen der festen Erdrinde,welche sich m schwachem Erzittern ves Bodens last

bcwegungcn bei großer, den Springflnthen ent-sprechender Heftigkeit sie bersten u. ihre SckwlNausim nieder gehenflässen .' saculäre, umnerklH,

HebmiguÖu. Senkungen, plötzliche Erderschütter-uugen, E. und vulkanische Durchbrüche sind mit-einander in Verbindung stehende u. einander be-gleitende dynamische Äußerungen des glnthfliissigenErdinnern. Geringere E. machen sich in leichte»Schwankungen und Erschütterungen des Bodensbemerkbar (Erderschütterungeu, Erdstöße); wennsie sich jedoch zu großer Heftigkeit steigern, so be-wegt sich die Erde in größerem Umkreise sichtbar-wellenförmig (undulatorisch), od. stoßweise (succns-sorisch). Die E. letzterer Art treten weit verderben-bringender als die elfteren auf welche besondersdann gefährlich werden, wenn mehrere undula-torische Bewegungen sich kreuzen u. den Boden inwirbelnden Zustand zu versetzen scheinen (rotatorischeE.). Die Verbreitung der E. erfolgt entwederallseitig in concentrischen Kreisen (central), od. anseinem schmalen Landstrich (Erschütterungszone) nacheiner Richtung fortschreitend (linear). Das Zen-trum der elfteren rückt zuweilen in bestimmterRichtung fort, so daß die Umgrenzung der be-troffenen Gebiete (Erschütterungskreise) elliptischwird. Zuweilen treten Erderschütterungeu auf einerganzen Zone (Erschlltterungsaxe) zu gleicher Zeitauf u. verbreiten sich gleichmäßig nach einer Nicht-ung (transversale E.) Zur Beobachtung über dieRichtung der Erdstöße und die Schnelligkeit ihrerFortpflanzung hat man E-messer construirt (s. u.).Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der E. ist sehrverschieden; r das Rheinische E. von 1846 wurdesie zu 3 M/frir das E. von Lissabon 17SS M4,4 M in der Minute gefunven. Are einzelnenErdstöße dauern nur wenige Secunden, wiederholensich jedoch meist bald mehr, bald minder rasch, oftzu mehreren Hunderten in kurzen Intervallen, sodaß die Dauer der E. sehr beträchtlich werdenkann. So erfolgten bei dem E. von Hondura s1856 an einer Woche 108, bei I>em E. von Lima1746 in 5 . Monaten 451 Stöß e. Die aröbten

kur;

Äerwllstungen richteten E. von kurzer Däner an ;Earacas wurve 1812 rn 30 Eöecurweii LOvvido

täalich an irgend einem Orte her Erde bemerkbarmachen u. meist unschädlich vorüberaehen, zeitweH

sich redoch zu einer Heftiakeit steiaern . dre, wiekerne andere Naturerscheinung, das E. für denMenschen furchtbar und entsetzenerregend macht.Ihrer Natur nach sind die E. zweierlei Art: Theilshängen sie mit der Neaction des angeblich feuer-flüssigen Erdinnern gegen die starre Erdrinde zu-sammen, theils werden sie durch Einsturz unter-waschener u. unterhöhlter Bodenpartieen verursacht(s. Erdfälle). Übrigens ist man in Betreff derVeranlassung der E. noch nicht einig. Das feuer-flüssige Erdinnere wird in der Neuzeit wiederstark augefochten. Die aewaltiqen Niveauverän-derungen der Erdoberfläche, d ie zahlreichen Durch "drüche von Eruptivgesteinen wLyrend der verschie- ---- .. sflz "

KMkM1MMrM«P»iVDVlMNkM«Nli

m 5 Minute n völlig ve rnichtet: e in E. IN Ecuador,1868 116. Auaultl forderte in'15 Mimten m41

denen qeoloqiichen Epochen aeben ZeuaiiUfortwährender Unruhe der Erdrinde, die gleich

von

mimen Haut den qluthflüssiqen Kern der Erde um-pannt, dessen Contraction in srolae allmählicher

M

kühlung u. dessen der Meeresflttlh aualoqe Jluth-

Iveniqer als 40.000 Menschenleben. Bousswgaultbeobachtete bei oem E. von Neugranada im Jahre1827 eine Periode von 5 Minuten, während wel-cher die Erde fortwährend erbebte u. auf u. niederwogte. Die E. werden häufig durch ein unter-irdisches Donnern angezeigt, treten jedoch auch,wie dasjenigevon Lissabon, ohne warnende Vor-zeichen ein. Öfters folgen auf das Getöse keineErderschütterungen. So wurden im Jahre 1784die Einwohner von Guanaxuato mehrere Monatelang durch unterirdisches Getöse geängstigt, ohnedaß ein E. nachfolgte. Nicht sicher festgestellt er-scheint die Beobachtung, daß Thiere ein Vorgefühlvom Ausbruche eines E-s besitzen und dies durchUnruhe, Heulen u. Winseln äußern. Dem Paroxys-,mus des E-s folgen meist in längeren od. kürzerenPausen Wochen- u. monatelange Nachschwinguugendes Bodens. Nach dem E., welches 1766 Cumanazerstörte, befand sich der Erdboden noch 14 Monate