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Erchtag —
! worden, die ihm und seinem Bruder zukamen,nahmen die beiden Brüder den Bischof gefangen,worauf E. vom Könige 914 mit der Verbannungbestraft wurde. Da er aber ohne Erlaubniß desKönigs nach Schwaben znrückkehrte u. sich sogarHerzog von Alemannien nannte, zog der Königk aeaen die beiden Brüder, nahm sie gefangen undD ließ sie durch eine Versammlung der Großen und» Geistlichen als Majestätsverbrecher verurtheilen u.D binrichten 917. Lagal.
Erchtag (Erctag, Ertag), so v. w. Dienstag.
Ercitla >) Zuniga, Alonzo de, span. Dichter,aeb. 7. August 1533 in Madrid; begleitete alsPage den nachmaligen König Philipp II. auf meh-reren Reisen u. namentlich 1554 zu dessen Ver-I mählnng nach England, ging dann nach SAmerika» u. wohnte mehreren Schlachten gegen Sie Aran-M lauer bei. Nach seiner Rückkehr nach Europa beivi Philipp II. in Ungnade gefallen, machte er Reisen( durch Frankreich, Deutschland, Italien u. Ungarn,war eine Zeitlang Kammerherr des Kaisers Ru-dolf II., vermählte sich 1570 mit der in seinenGedichten hochgepriesenen Maria Bazan, lebte seit1580 wieder in Madrid u. st. daselbst um 1595in dürftigen Verhältnissen. Er schr.: Da Lran-0 WU (historisches Gedicht über die Kämpfe gegendie Arankaner), 1569—1597 u. ö., bes. MadridM 1776 und 1828, 2 Bde., deutsch von Winterling,L Nürnb. 1831, 2 Bde. An seinem GeburtsortR wurde ihm 1857 ein Denkmal gesetzt.
» Erckmann - Chatrian, NamensverbindungD zweier literarischer Freunde, von denen EmilD Erckmann, geb. 20. Mai 1822 in Pfalzburg, seitv 1812 in Paris die Rechte studirte, n. Alexander8 Chatrian, geb. 18. Der. 1826 in Soldatenthal« bei Abreschweiler, eigentlich ein Glasfabrikant, dann» Lehrer in Psalzburg war. Seit 1847 arbeitetenI sie gemeinschaftlich für Journale und schriebenTheaterstücke, ernteten dabei aber so wenig Bei-fall, daß Erckmann endlich 1857 sich entschloß, indie Barre zu treten, während Chatrian eine Stellebei der französischen Ostbahn annahm. Ein neuergemeinsam-schriftstellerischer Versuch ward 1859 ge-macht, u. seitdem hatten sie mit ihren RomanenErfolg, der durch die Gediegenheit des Stoffes u.die Vortrefflichkeit der wenn auch etwas stark rea-listischen u. daher oft prosaisch erscheinenden Ans-sührung bei den meisten derselben ein wohlver-U dienter u. seitdem stets steigender ist. Die haupt-I sächlichsten Romane sind: D'illnstrs äoetsnr Lla-M tbsns, 1860; klontss cls In montaAns, 1860;I Naitrs Daniel Roolc, 1861; Oontss 4ss boräs^ äu Ubin, 1862, illustrirt 1867; De Ion ^sAok,
, 1882; Dsjonsrrr 4s slarinstts, 1863; Datavsrnsi äujamdon äö Llaz'onLS, 1863; Llaäams Dbsrsss,1883, deutsch Stuttg. 1865 u. Straßb. 1869; D'amikritr, 1864; llistoirs 4'rm eoasorlb 4s 1813,1881, deutsch Berlin 1865; Vaterlos, 1365,f deutsch Verl. 1867; Distoirs 4'nn bomms 4u
I peuxlo, 1865; Damaiscm korssbisrs, 1866,deutsch
Berl. 1867; Da §nsrrs, 1866; Ds bloous, 1867;Lstoirs 4'un paxsan, 1868—70, 4 Bde.; Lstoirsnun sonsmaürs, 1871; Dos papisrs 4s Na4.Isannotbs, 1871; Dss orabsurs 4s man vlllaAs,1871; Ds don visnr tsmps, 1871; Da ssntinsllsMckuo, 1871; D'bist. 4'nn plsbissite, 1872; Dss
Erdarbeiter:.
4snx krsrss, 1873 rc. Für das Theater schriebensie: Ds jnik kolonais, 1869. Schroot.
Ercolani, Giambattista, Conte, geb. 27.Der. 1817 in Bologna; studirte zunächst Medicin,widmete sich später dem Studium der Thierheil-knnde und erhielt als Lehrer Anstellung an derThierarzneischnle zu Turin. Von 1852 an gaber mit Lessona das monatlich erscheinende Oiornais4s Vsbsrinaria heraus, für welches er viele, be-sonders anatomische u. physiologische Artikel schrieb.1851—54 erschien von ihm llissrobs sborioo-analltisiis suM serittori 4i Vetsrinaria. 1860begann die Veröffentlichung seiner lsinovl lstiomsnbl41 ms4. vsb. E. ist einer der tüchtigsten undfruchtbarsten Schriftsteller seines Faches. NachLessonas Tode wurde E. zum Director der Thier-arzneischule zu Turin ernannt n. gründete 1860in Gemeinschaft mit den übrigen Professoren derTuriner Schule eine neue Zeitschrift II ms4loovstsrmario. Schmidt.
Ercsi, Marktflecken im Ungar. Comitat Stnhl-weißenburg, an der Donau; schönes Schloß; zahl-reiche Branntweinbrennereien, starkeWeberei, Bier-brauerei, Essig- u. Olfabrikation; 5540 Ew., in-begriffen die Bewohner der Pußta.
Erd (Hamzsabeg), Marktflecken im ungarischenComitat Stuhlweißenburg, unweit der Donau;Schloß, Ruinen eines türkischen Thnrmes, Über-reste einer römischen Straße; zahlreiche Brannt-weinbrennereien, gute Weine,Ackerbau,Steinbrüche,Ziegelbrennereien; 3050 Ew., die Bewohner derPußta inbegriffen. Hier 23. Juli 1684 Sieg desHerzogs Karl von Lothringen über die Türken.In der Nähe die Hundert Hügel, wo nach denungarischen Chroniken eine große Hunnenschlachtstattgefunden haben soll.
Erd-Agamcn, s. Agamen.
Erdalkalimetalle, die Metalle Calcium, Ba-ryum, (Strontium u. Magnesium). Sie haben einegoldgelbe oder silberweiße Farbe, starken Metall-glanz n. ein spec. Gewicht, welches zwischen 1,§n. 2,g liegt. Das Wasser zersetzen sie, (mit Aus-nahme des Magnesiums), schon bei gewöhnlicherTemperatur und verbrennen, an der Luft erhitzt,mit intensivem Lichte zu Oxyden. Ihre Oxydeheißen alkalische Erden, weil sie in ihren chemischenEigenschaften zwischen den Alkalien u. den eigent-lichen Erden stehen. Hcher-
Erdanker, Befestigungsmittel von Holzbekleid-ungen an Brustwehren, Grabenböschungen rc.,ferner für Bollwerkswäude.
Erdarbeiter: kommen vorzugsweise im Eisen-bahn-, Straßen- u. Wasserbau vor; in kleinemMaßstabe auch im Hochbau; sie gehöre» zu denwichtigsten und am meisten ins Gewicht fallendenZweigen des Bauwesens. Dieselben bestehen n. A.in der Anschüttung ev. Abtragung der Bahnhöfe,Bahn- u. Straßendämme u. Einschnitte, der Deich-und Hafendämme, sowie beim Hochbau in derAushebung des Souterrains. Die Preise der E.setzen sich zusammen aus den Kosten für 1) Ge-winnung u. Verladung, 2) Transport und Ein-planirung der Boden- ev. Felsenmassen. Bei denVerdingen der E. werden gewöhnlich 4 Boden-kategorien unterschieden, nämlich: 1) Stichboden,als: Sand, lockere Erde, milder Lehm rc., rc.