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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Enkolpion

S auf die letzte Silbe des vorhergehenden; Wörter,

, welche dies thun, heißen enklitische (L/-c-.-rr--äi od. ...rcar), z. B. ao-ri, er<n, Trwkrc. Manche. E von ihnen werden auch geradezu an andere Wör-» ; ter angehängt, wie in «öre^, in rzre'/x,^ - Fr in orxör-Fr; ns, gns tuns? sAogns.

Z Enkolpron (gr.), das Kreuz, welches die Bi-ß fchöfe auf der Brust tragen.

A Enkomlon (gr.), 1) ursprünglich der Festge-sang, womit der Sieger in den Kampfspielen nachHanse geleitet wurde; dann 2) (Eloginm), jedes1 Lobgedicht, Lobrede; daher Enkomiastik, die1 Kunst, verdiente Männer in einem Lobgedicht (En-h komiastikon) würdig zu preisen; solche Lobrednerl heißen Enkomiasten; 3) Lob des Verfassers eines! H Ausspruches, als Theil einer Chrie; 4) (Eloginm),

! t der Titel einer besondern Gattung komischer oderkJ burlesker Lobreden auf unbedeutende, gleichgültige,Luk lächerliche, verächtliche, oft auch schmutzige Gegen-l!s stände. Solche Enkomia kommen schon in dergriechischen Literatur vor, wie bei Lucian (auf. die Fliegen), bei Synesios (ans die Kahlköpfig-st keit) rc. Vorzüglich waren dieselben im 16 . und17. Jahrh. beliebt u. meist in lateinischer Spracheabgefaßt. Das berühmteste Stück dieser Art ist dasMorias eneowiniu (ältester Druck, Paris o. d.,datirt von 1509 u. ö.) des Desid. Erasmus. Esgibt dergleichen Lneomia auf das Podagra, die- Trunkenheit, auf verschiedene Thiere, vor Alleinden Floh u. den Esel (z. B. von Dan. Heinsius).Sammlungen sind Dornaus ^mpditbsatrum sa-pisntiae Loeratroas joso-ssriosas, Hannov. 16192 Bde. Fol., n. der kkomo äiadolus, Frkf. 1618;st eine Auswahl: Disssrtationnm Inckierarnin sb« amosnitatnm seripborss varü, Leyden 1644.

» Enköping Stadt im schwed. Län Upsala, an4 der schiffbar gemachten E-s-Ä., unweit des-M larsees, tägliche Dampfschiffsvcrbindnng mit Stock-s ? Holm; bedeutender Gemüsebau; 1920 Ew. In^ E. lebte der Dichter Afzelins. Hier 1365 SiegW der Schweden unter Albrecht von MecklenburgW über ihren entthronten König Magnus Smeck.iH Etwa 12 km davon entfernt am Mälarsee dasI Schloß Ekolsnnd (Ekholmsund).

8 Enkrätie (v. Gr.), Enthaltsamkeit.

W Enkratiten, Enthaltsame, zu den antijüdischen

W Gnostikern gehörende Partei, welche strenge Ent-» sagung der Ehe.desFleischgenusses u.desWeines sich^ T zum Grundsatz gemacht hatte,selbst beim Abendmahl,4 wo sie Wasser statt des Weines nahmen (daher Hy-> droparastaten, Aquarii). Sie waren im Orient sehr

I zahlreich. Stifter einer Hanptpartei war Tatian;Z ein anderes Haupt war Julius Cassianus,- imM 2. Jahrh. Von seinem Schüler Severns, umM 269, nannte sich eine Partei, welche Pauli BriefeW verwarf, Severianer. Diese erhielten sich bis insM 4- Jahrh.

8 Enkriniten, s. Unerinns.

DI von der Burg, Michael Leopold,

DI Ästhetiker und psychologischer Schriftsteller, geb.W 28. Jan. 1788 in Wien, studirte daselbst, tratD 1810 in den geistlichen Stand, wurde Professor

II am Gymnasium in Molk u. starb 11 . Juni 1843II durch Selbstmord. Er schr. u. A.: Die BlumenII (Lehrgedicht), Wien 1822 ; Eudoxia, od. die Ouel-W M der Seelenruhe, ebeud. 1824; Das Bild der

Druisaiicivus.

Nemesis, cbd. 1825; Melpomene oder über dastragische Interesse, ebd. 1827; liber den Umgangmit uns selbst, ebd. 1829; Don Tibnrzio, ebd.1831; Dorats Tod, ebd. 1833; Briefe über Goe-thes Faust, cbcnd. 1834; Von der BeurtheilungAnderer, ebd. 1835; Über deutsche Zeitmessung,ebd. 1836; Hermes und Sophrosyne, ebd. 1838;Studien über Lope de Bega Carpio, ebd. 1838;Über die Freundschaft, ebd. 1840; Die Epistel desHoratins über die Dichtkunst, für Dichter undDichterlinge (eine polemisch satirische Schrift)1841; Über Bildung u. Selbstbildnng, ebd. 1842;Schriften, die meist von einer düstern Unzufrieden-heit getragen sind. Schwor."

Enkyklo» (gr.) rundes Franenobergewand, be-deckte Schultern, Arme n. Hände.

Enlevage nennt man in der Zengdrnckereieine Ätzbeize für organische Farbstoffe (Krepp, In-digo) oder auch das Verfahren, wie diese Ätzbeizeangewendet wird. Will man in einem mit Kreppgefärbten Stoffe weiße Stellen erzeugen, so be-druckt man diese Stelle mit einer Säure n. ziehtihn dann durch ein Chlorkalkbad. Das Chlor wirdan den Stellen, wo sich Säure befindet, frei undzerstört die Kreppfarbe, wogegen der Chlorkalkauf die anderen Stellen nur sehr schwach einwirkt.Bei den mit Indigo gefärbten Zeugen erreichtman denselben Effect, indem man sie mit Chrom-sauren Kali an den Stellen bedruckt, welche ent-färbt werden sollen u. dann durch ein saures Badzieht; die Chromsänre wird frei u. reducirt denIndigo. Stets folgt der E. gutes Auswaschen,bei Chromsäure auch Anwendung von Kalk. Beyssel.

Enna (a. Geogr.), Stadt im Innern vonSicilicn (daher der Nabel Siciliens genannt),auf einem steilen Berge, in schöner, weizenreicherUmgebung am See Pergos, mit Tempel der De-meter und Persephone, deren Entführung durchPluto hierher verlegt wurde, war der Knoten-punkt des Verkehrs der Insel. E. war eine alteStadt der Siknler; als die Einwohner 214 v. Chr.im Begriff standen, zu den Karthagern überzu-gehen, ließ E. Pinarius, der Befehlshaber derrömischen Besatzung, die Einwohner alle in derVolksversammlung niederhanen. Im Sklavenkriegevon Sicilien flüchtete sich auf diesen Felsen derAnführer Ennus n. wurde 131 v. Chr. vom Con-sul Rupilius belagert; j. Castro Giovanni.

Ennaeteris (gr.), Zeit von 9 Jahren, odereine Periode von 8 Jahren, deren Erneuerungalso mit dem 9. beginnt. Daher EunadterischeFeste, solche, welche allmal das 9. Jahr ge-feiert wurden.

Ennäta (Ennatos, gr.), in der griechischenKirche das Gebet für einen Verstorbenen am 9.Tag nach dem Tode, damit der Verstorbene mitdem Chor der Engel vereinigt werde.

Enncaboion (gr.), 1) was den Werth von9 Ochsen hat; 2) eine so viel geltende Münze.

knnsagzwus, neunweibig, d. h. mit 9 Griffeln od.Staubwegen, welche 9 Fruchtblättern angehören:daher LunsaMnis, Ordnung einzelner Klassendes Linnöschen Systems, Pflanzen mit 9 Staub-wegen enthaltend.

kmeanärus, ncnnmännig d. i. mit 9 freienStaubfäden; daher lünneanikria,, 9. Klasse des