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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Englisch Roth

First, Llcsteli ok UnAlivii iiterainrs, ebd. 1873,Taine, Histoirs äs Irr littsratnrs anAlaiss, Par.1864; Kürzere Handbücher sind die von Shaw,Arnold, Day, Minis u. A. Für die schottischeLiteratur sind wichtig: Sibbald, Ollronielo ok8oottisll postr^ krom üis 13tll osnbnr/ to tkoaniou ok tüs erorvn8, Lond. 1804, 4 Bde.; D.Irving, Invss ok tlls Loobbisii posts, ebd. 1804;E. Fiedler, Gesch. der volksthümlichen schottischenLiederdichtung, Zerbst 1846, 2 Bde. Eine reicheAuswahl guter u. billiger Textansgaben enthält dieTaiichnitzer Sammlung. Von den zahlreichen Zeit-schriften, welche es sich zur Aufgabe gestellt haben,die Kenntniß der E°n L. in Frankreich u. Deutsch-land zu verbreiten, sind zu erwähnen: DieLikäio-tbögne Lritanniguo; Rsvus Lritannigus (Über-setzungen aus englischen Zeitschriften); Archenholz,si'bs Liiinsll Nsronr^ und öritisd Anvenm;Schubart, Englische Blätter. BibliographischeHilfsmittel sind Lowndes' 8ii>Iio§rapiisr mannai,n. Ansg., Lond. 1858 (Bohlt). Bartling.»

Englisch Roth, rothes, aus Eisenoxyd be-stehendes Pulver, welches als Anstreicher- u. Maler-farbe, sowie zum Policen von Metall u. Glas, alsSchleifmittel für Rasirmesser auf Streichriemen rc.benutzt wird. Seine Gewinnung siehe u. Col-cvthar. H-b-r-

English - Channel (Canal, La Manche),Meeresarm zwischen Großbritannien u. Frankreich.

English-Harbour, Hafenort im KirchspieleSt. Paul's der engl. Insel Antigua (zu den kleinenAntillen gehörig), an der SKüste, theils amFalmouth-, theils am E.-Hasen erbaut; Marine-Hospital, sicherer Hafen mit trefflich angelegtenWersten, vertheidigt durch die Forts Barclay u.Charlotte.

Englifiren, eine aus England stammendeOperation am Schweife des Pferdes, die einhöheres Tragen des Schweifes bezweckt. Das E.besteht in dem Durchschneiden der den Schweifniederziehenden Muskeln, womit oftmals nochein Abschneiden (Coupiren) des Endstückes desSchweifes verbunden wird. In neuerer Zeit istdie etwas barbarische Mode des E-s immer mehrin Verfall gerathen. Schmidt.

Engourdiren (v. Fr.), erstarren, betäuben;Engourdissement, das Einschlafen der Glieder,Betäubung.

kvgrsulis, s. Anchovis.

ka gros (srz.), im Großen oder im Ganzen,besond. im Handel in Ballen, Kisten, Fässern rc.zum Verkauf dienend; dem Detailhandel ent-gegengesetzt.

Engnera, Stadt in der span. Pro». Valencia;bedeutende Tuch- u. Wollcnwebereien; 5960 Ew.

Engyum (lünAzma olviias, a. Geogr.), Stadtin Sicilien, im Norden von Enna; mit Tempelder La^na mabsr. Die Sage läßt sie von Kre-msern erbaut sein, wahrscheinlich aber ist sie vonden Siculern selbst gegründet; jetzt Gangi.

Enharmonisch (v. Gr.), das Verhältniß zweierTöne, in welchem sie dem Klange nach, obschonmathematisch noch ein kleiner Unterschied statt-sindet, als gleich betrachtet werden, also nur demNamen n. Len Tonstusen nach verschieden sind,z. B. eis ä«8, o kss, Ais LS, 1>, ees rc. En-

Enkaustik.

harmonisches Klang- oder Tongeschlecht(6snns onktarmonieum), nannten die Alten denTetrachord, welcher aus zwei Viertelstönen undeinem Intervall von zwei Tönen zusammengesetztwar. Nach den neueren Systemen versteht manz. B. unter Enharmonischer Accord, En-harmonische Tonleiter rc. nur eine Vertausch-ung, Verwechselung der verschiedenen Versetzungs-zeichen u. die daraus entspringende Verschiedenheitin Ansehung des Namens der Töne.

Enheim, Stadt, so v. w. Ober-Ehnheim.

Enhuber, Karl von, Genremaler, geb.inHof16.Dec. 1811; gest. in München 8. Juli 1867. Erbesuchte die Münchener Akademie u. versuchte sich,als er die akademischen Curse durchgemacht, zuerstim Thier-, dann im romantischen Fach. Endlichzur Genremalerei übergegangen, behandelte ervorerst ernste Stoffe u. wendete sich erst 1837humoristischen zu, deren köstliche Durchführungihm bald viele Freunde erwarb. Vom Jahre1858 an wählte er größere Maßverhältnisse undstellte sich 1860 mit seinem berühmten Gerichtstag(in der Darmstädter Galerie) den Ersten seinesFaches gleich. Seine grau in grau gemaltenscenen ans seines Jugendfreundes Melch. MeyersErzählungen aus dem Ries (1864) erheben sichweit über die gewöhnlichen Illustrationen u. er-scheinen geradezu als selbständige Umdichtungen.E. hatte, was Goethe einenidyllischen Blick indie Welt" nennt; er sah dem Leben innerhalbseines Faches die Poesie u. den Humor ab u. dasGesehene gestaltete sich ihm unmittelbar zum Bilde.Weil er die Schönheit bei seiner Betonung desCharakteristischen selten im Individuum anbringenkonnte, zerstreute er sie über sein ganzes Bild.Er erinnert im Gerichtstag an Hogarth, ohne zucarikiren und rührt in seinen Bildern zu Melch.Meyer anfs Innigste, indem er die Schönheitins Gemüth n. die Tiefe der Empfindung verlegt.Hauptwerke außer obigem: der Bilderschnitzer, inder neuen Pinakothek in München; der Lehrjungedes Dorfmalers; das unterbrochene Kartenspiel(1858), gest. von C.Preißel; die versäumte Mittags-stunde (1858), gest. von Geyer; der Regentag imGebirge ( 1862 ); Abgang eines Stellwagens imGebirge (1867); Münchener Hochzeit im 18. Jahrh.(1867); Entwurf zum Schuhplatteltanz. Regnet.

knlFäris, s. Seeottsr.

Enif, Stern 2. Größe, am Maule des Pegasus.

Elttperis (a. Geogr.), 1) (Barnichios) Neben-fluß des Alpheos in Elis; entsprang bei Salmona;jetzt Fluß von Floka. 2) Fluß in Thessalien;entsprang ans dem Othrys, nahm den Apidanosauf u. mündete bei Piresiä in den Peneos; jetztFersaliti. In beide soll sich Poseidon verwandeltn. dort mit Tyro den Pelias u. Neleus, hier mitJphimedea den Otos u. Ephialtes erzeugt haben.

Enkanstik (v. Gr., Eiiibrennkunst), 1) ein Ver-fahren im Alterthnm, das zum Überzug derSchreibtafeln od. auch der Schiffswände bestimmteWachs auf eine Holzfläche einzuschmelzen. DieE. der Schiffswände wurde gewöhnlich mit ver-schieden gefärbtem Wachs ausgeführt, u. dies gabwahrscheinlich Veranlassung, die Technik zur Aus-führung von Tafelbildern zu verwenden; daher2) Wachsmalerei. Die beiden Hauptstellen,