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Elconorenkreuze — Elephanl.
sie durch ihren Sohn Richard Löwenherz die Frei-heit wieder und führte während Lessen Zug nachdem Gelobten Lande, soweit gesetzlich, die Ver-waltung des Reiches. Sie st. 1204 im KlosterFomevraonld. Vgl. Js. de Larrey, Ilistoirs äsNson. äs Onisnns, Par. 1892. 4) E. Tellez,schöne Tochter von Martin Alfons Tellez de Me-neses, geb. 1330; kam, 16 Jahre alt, als Gemah-lin des Lorenz Acunha, eines der ersten portugie-sischen Herren, an den Hof von Lissabon, wo sieKönig Ferdinand I. von Portugal kennen lernteu. sofort von Liebe zu ihr erfaßt, nicht eher ruhte,als bis E. ihm Gehör schenkte, ihren Gemahlverstieß u. ihre Scheidung von Acunha durchgesetztwurde. 1372 ward sie des Königs Gemahlin u.spielte nun die Rolle einer Königin, obwol dieEhe als eine rechtmäßige nie angesehen wurde.Ein herrschsüchtiges, leidenschaftliches Weib, ließsie sich nun zu einer Reihe Verbrechen Hinreißen,suchte vor Allem des Königs Bruder, den Jnfan-ten Johann, der ihre Schwester Maria geheirathethatte, zu beseitigen; sie verdächtigte die Treue sei-ner Gemahlin u. machte ihm Hoffnung, daß, wenner sich ihrer entledigte, er durch die Hand derBeatrix, der einzigen rechtmäßigen Tochter Fer-dinands I., auch die Nachfolge auf den Thron er-hielte. Johann ließ sich täuschen, ermordete seineGemahlin selbst und mußte nun aus dem Reichefliehen. Der nächste Anschlag galt nun ihrem an-deren Schwager Dionysius, um sich mit Hilfe descastilianischen Königs beim Tode des dahinsiechen-den Ferdinand die Regentschaft zu sichern, die sieauch.1383 (October) übernahm. Indessen da dasVolk sie wegen ihrer Kabalen ebenso haßte, wieihren Günstling d'Andeiro, mit dem sie schon zuLebzeiten Ferdinands in verbrecherischem Umganggelebt, war es dem unehelichen Bruder ihres Ge-mahls Johann leicht, sie zu beseitigen: er stießd'Andeiro im königlichen Palais nieder; E. flohzu ihrem Schwiegersohn Heinrich von Castilien,der sie in ein Kloster zu Valladolid bringen ließ,wo sie starb. 5) E. von Este, Freundin Tassos,s. d. 6) E. Christina, Tochter Christians IV.von Dänemark u. der Christina Munk, GemahlinCorfiz Uhleselds, s. d. Lag«
Eleonorenkreuze, reichverzierte steinerneKreuze an dem Wege von Lincoln nach West-minster zur Erinnerung an Eleonore, GemahlinEduards I.
Eleos (gr.), Mitleid, wurde nur von den Athe-nern göttlich verehrt u. war ihm ans dem Markteein Altar errichtet, an welchem Flüchtige den Bei-stand der Athener suchten, so Adrastos, die Hera-kleiden.
klooirsgus, Riedbock, Riedantilope, eine südasrikanische Antilope; s. Antilope.
Elephant (Elefant, LIsxlias L.), Sängethier-gatt. aus der Ordnung der Rüsselthiere. Die E-enwurden ihrer dicken Haut halber früher zu denDickhäutern (Rhinoceros, Flußpferd u. a.) gestelltu. ihrer Hufzahl gemäß mit diesen u. einigen an-deren zur Ordnung der Vielhnfer vereinigt. Vonall ihren früheren Genossen sind sie aber wesent-lich unterschieden, u. zwar zunächst u. vor Allemdadurch, daß sie von allen Hufthieren allein zuden Deciduaten gehören; bei ihnen ist also, wie
bei allen höher u. höchst stehenden Säugethieren,der Mutterkuchen des Fötus mit dem mütterliche nso verwachsen, daß sich ein Stück des letzteren beider Geburt ablöst und als Theil der Nachgeburtausgestoßen wird. Infolge dieser Eigenthümlich-kcit u. der noch zu betrachtenden Körperform bil-den denn die E-en für sich eine besondere gleich-namige Familie in der Ordnung der Rüsselthiere.Die Haut der E-en ist dick, von zahlreichen Faltendurchkreuzt u. nur hier u. da mit einzelnen Haarenbesetzt. Der Schwanz allein ist stärker, büschelförmig,behaart. Der Kopf erscheint infolge der blasig am-getriebenen Schädelknochen kurz u. hoch, mit steilabfallendem Hinterkopfe. Bes. kräftig entwickelnsich die nahezu senkrecht stehenden Zwischenkiefer,da sie die großen Stoßzähne tragen sollen. DieseZähne sind von unten nach oben gekrümmt undnach vorne gerichtet; sie sind wurzellos, d. h. ihrunteres Ende ist nicht geschlossen und der in derZahnhöhle steckende Theil weicht in Gestalt undBildung von dem frei hervortretenden nicht ab.So wachsen diese Zähne, die Vorderzähne desOberkiefers, namentlich bei dem Männchen, zumächtigen, bis 100 KZ schweren Waffen heran; siebilden das Elfenbein (s. d.). Untere Schneide-zähne und Eckzähne fehlen den E-en, doch maghier erwähnt sein, daß bei den fossilen, eben-falls zu den Rüsselthieren gehörenden Mastodontenauch im Unterkiefer zwei Vorderzähne auftrcten,welche bei den Weibchen zwar frühzeitig ausfielen,bei den Männchen sich aber theilweise zu gewal-tigen Stoßzähnen entwickelten. Mit Rücksicht aufdie Entwickelungsgeschichte kommen den E-en 6Backenzähne jederseits u. in jedem Kiefer zu; ge-wöhnlich findet man deren aber nur 2, seltener 3vor, u. dies geschieht in der Weise, daß sich zu-erst die vorderen Zähne entwickeln und daß erstnach deren Ausfallen die Hinteren Zähne ein in-tensiveres Wachsthum und dadurch eine bedeu-tende Größe erlangen. Außer diesem Ersatz aus-gefallener Zähne durch noch unentwickelte, aberbereits in der Anlage vorhandene soll auch nocheine spätere Neubildung von Backenzähnen statt-ftnden u. z. B. der indische E. 6 — 8 Mal seineZähne wechseln. Gleichzeitig findet auch in denKieferknochen selbst ein beständiges Schwinden u.Neubilden von Knochensubstanz statt. Die Backen-zähne der E-en sind Blätterzähns, d. h. jederZahn besteht aus mehreren, durch eins eigens Kitt-substanz (Cement) zusammengesügten Stücken, vondenen jedes einzelne von hartem, porzellanartigem,Schmelz genanntem Email umgeben ist. Die Au-gen der E-en sind klein, die Ohren groß, langherabhängend. Von hervorragender Bedeutung istder Rüssel; dieser dient gleichzeitig als Greif- u.Riechorgan, um die flüssige Nahrung aufzunehmen,sowie als Waffe. In seiner Eigenschaft als Greif-organ ist er lang, bis zum Boden herabhängend,sehr beweglich und an seinem vorderen Ende miteinem feinfühlenden Finger versehen. Bei dersäulenförmigen Gestalt der Beine sowie der Kürzedes Halses ist er geradezu unentbehrlich, um amBoden liegende Gegenstände auszunehmen. AlsRiechorgan stellt der Rüssel die Nase des E-endar und ist der Länge nach von 2 Kanälen, denNasenhöhlen, durchzogen. In diese Kanäle wird