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Element, galvaiiilchcs — Elemi.
noch nicht. Althergebracht ist die Eintheilung inNichtmetalle od.'Ametalle (v. gr. « xrivativnm;weniger gnt Metalloide) n. Metalle, wobei manzu letzteren diejenigen rechnet, welche sich durch einbedeutendes Wärme- und Elektricitätsleitungsver-mögen, durch hohen Grad von Undurchsichtigkeit,sowie durch einen eigenthümlichen Glanz, den sog.Metallglanz, auszcichnen, zu elfteren diejenigen,welche diese Eigenschaften nicht od. doch in gerin-gem Maße besitzen. Einen großen wissenschaft-lichen Werth hat diese Eintheilung nicht, weil einscharfer Unterschied zwischen beiden Gruppen nichtexistirt, u. weil die Merkmale beider Gruppen nuräußerliche, zufällige, keine innerlichen, d. h. aufdie Natur der E. begründeten sind. Dadurch wirdes begreiflich, daß gewisse E. von einigen Chemi-kern zu den Nichtmetallen, von anderen zu denMetallen gezählt werden, wie Arsen, Antimon,Tellur; neuerdings rechnet man dieselben gewöhn-licher zu den Nichtmetallen, weil sie sich an ge-wisse, dieser Gruppe unzweifelhaft ungehörige Glie-der nahe anschließen: das Tellur an das Selenu. den Schwefel, das Arsen n. Antimon an denPhosphor. Freilich nähern sich die letztgenanntenE. in anderer Hinsicht dem zu den Metallen ge-zählten Wismuth. Die Nichtmetalle werden wie-der in zwei kleinere Gruppen getheilt: Metal-loide u. Oxygeno'ide; zu den Metalloiden ge-hören Wasserstoff; — Stickstoff, Phosphor (Arsen,Antimon); — Bor; Silicium, Kohlenstoff; zu denOxygenoiden: Chlor, Brom, Jod, Fluor (die sog.Haloide); — Sauerstoff, Schwefel, Selen (Tellur);durch die „—" ist eine Classification in kleinereGruppen von naturgemäß zusammengehörigen,verwandten E-n angedcutet. Auch die Metalle wer-den gewöhnlich in zwei größere Gruppen, leichteu. schwere Metalle, gelheilt, deren jede wiederin kleinere Gruppen zerfällt. Die leichten Metalle(deren spec. Gew. kleiner als 5 ist) zerfallen inAlkalimetalle: Cäsium, Rubidium, Kalium,Natrium,Lithium; Erdalkalimetalle: Baryum,Strontium,Calcium,Magnesium; u. Erdmetalle:Aluminium, Beryllium, Zirkonium, Wrium, Er-bium, Thorium, Cerium, Lanthan u. Didym. Dieschweren Metalle (spec. Gew. größer als 5) zer-fallen wieder in unedle Metalle, die an feuch-ter Luft sich bei gewöhnlicher Temperatur oxydi-ren: Mangan, Eisen, Nickel, Kobalt, Uran, Zink,Cadmium (Gallium, neuerdings entdeckt), Kupfer,Indium, Blei; Thallium; Chrom, Wismuth;Zinn, Titan; Wolfram, Molybdän, Tantal, Nio-bium, Vanadin; u. edle Metalle, die bei ge-wöhnlicher Temperatur sich an der Luft nicht ver-ändern: Quecksilber, Silber, Gold, Platin, Palla-dium, Iridium, Ruthenium, Rhodium, Osmium.Neuerdings hat man versucht, diese wenig sach-gemäße Eintheilung durch eine andere zu er-setzen, indem man die Metalle in Klassen zusam-menstellt, deren Glieder nicht bloß in einzelnen,mehr od. weniger willkürlich gewählten Merkmalen,sondern in ihrem ganzen chemischen u. physikali-schen Verhalten eine große Übereinstimmung zei-gen. Diese Gruppen sind: 1) Die Ulkalimetalle(bereits ob! n genannt). 2) Die E r d a l k a l i m e t a l l e:Calcium, Strontium, Baryum. 3) Zinkgruppe:Beryllium, Magnesium, Zink, Cadmium. 4) Blei-
gruppe: Blei, Thallium. 5) Kupfergruppe:Kupfer, Silber, Quecksilber. 6) Cergruppe: M-trium, Cerium, Lanthan, Didym, Erbium. 7)Alnmininmgrnppe: Aluminium, Indium. 8)Eisengrnppe: Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel.9) Chromgruppe: Chrom,Molybdän,Wolfram,Uran. 10) Zinn gruppe: Zinn, Titan, Zirko-nium, Thorium, il) Antimongruppe: (Anti-mon), Wismuth, Vanadin, Tantal, Niobium. 12)Gold gruppe: Gold, Platin, Palladium, Rho-dium, Ruthenium, Iridium, Osmium. Von denNichtmetallen bilden die Chlorgruppe: Chlor,Brom, Jod, Fluor, sowie die Sauerstoffgruppe:Sauerstoff, Schwefel, Selen, Tellur ähnliche, dennatürlichen Pflanzenfamilien vergleichbare Klassen,während sich Kohlenstoff und Silicium der Zinn-gruppe, Stickstoff, Phosphor u. Arsen der An-timongruppe, das Bor der Alnmininm-gruppe anschließen u. der Wasserstoff eine eigeneisolirta Stellung einnimmt. In Betreff der histo-rischen Entwickelung des Begriffes eines E-s ver-weisen wir auf den „geschichtlichen Theil des Ar-tikels Chemie. 2) Überhaupt das Einfachste, dieeinfache Grundlage einer Sache; so E. einerWissenschaft, die Anfangsgründe derselben. 3)Jnsbes. nennt man in der Astronomie E. derBahn diejenigen Bestimmungsstucke der Bahneines Himmelskörpers, durch welche dieselbe völligbestimmt wird u. mit Hilfe deren man den Ortdes Himmelskörpers in der Bahn für jede ge-gebene Zeit finden kann. Diese E. sind a) die halbegroße Achse; b) die Excentricität; e) die Neigungder Bahuebene gegen die Grundebene der Eklip-tik; (I) die Länge des anfsteigenden Knotens; o) dieLänge des Perihels; l) die mittlere tägliche Be-wegung; §) die Epoche od. der Ort des Planetenfür einen gewissen Zeitpunkt. Die Länge des Pe-rihels und des anfsteigenden Knotens sind helio-centrische Längen, die Epoche u. die Umlausszeitbilden die Grundlage der ganzen Planetentheoriein ihrer größten Einfachheit. Die Excentricität u.Neigung, sowie die Länge des anfsteigenden Kno-tens sind zwar Veränderungen unterworfen, diejedoch nur periodisch und innerhalb sehr engerGrenzen stattfinden. (Vgl. Störungen.) Dagegenmacht die Lage der großen Achse eine Ausnahme,denn die Apsiden bewegen sich nach derselben Richt-ung immer weiter fort, ohne, wie die anderen E.,in bestimmten Grenzen periodisch auf- und abzn-gehen. Die Länge der großen Achse selbst endlichbleibt für immer unveränderlich, und auf diesemUmstande beruht die Stabilität unseres Planeten-systems. 4) An die ältere Bedeutung des Wor-tes Element im Aristotelischen Sinne anknüpfend,bezeichnet man mit demselben das, worin mansich leicht u. frei bewegt (gleichsam wie der Fisch,der Vogel, der Maulwurf in ihren E-n: Wasser,Lust, Erde), so namentlich in der Redensart: inseinem E. sein. 1> Hetzer. 3, Specht'.
Element,„galvanisches, s. Galvanismus.
Elemi (Ölbaumharz, Eummi oder ligsina.bllsmi), ein in verschiedenen Sorten im Handelvorkommendes Harz. Man unterscheidet hauptsäch-lich das orientalische od. ostindische von noch nichtfestgestellter Abstammung u. das amerikanische od.westindische E. von ?rotinm (lviea) loioariba u.