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Elektrisches Licht -
ein besonderes Schlagwerk, das aufgezogen wird.Der elektrische Strom dient dann nur dazu, mittelseines Elektromagneten die Hemmung des Uhrwerksaufzuheben; er hat keine Lirecte Einwirkung ansdie Glocke, sondern erlaubt nur dem Schlagwerkzu wirken. Gieftler.
Elektrisches Licht, s. galvan. Kohlenlicht.
Elektrische Pistole, s. Elcktricität 8. II.
Elektrischer Strom, strömende Bewegungder elektrischen Fluida. Sobald ein positiv u. einnegativ elektrischer Körper durch einen Leiter ver-bunden werden, findet eine Vereinigung der ge-trennten Elektricitäten durch diesen hindurch statt,indem gleichzeitig die positive Elektricität nach demnegativ elektrischen n. die negative Elektricität nachdem positiv elektrischen Körper sich hinbewegen.Ein momentaner e. St. findet statt, wenn jenebeiden Körper sofort ihre elektrische Ladung ver-lieren; ein solcher ist z. B. der Entladnngsstromder Leydner Flasche; ein continnirlicher e. St.tritt dann ans, wenn den beiden Körpern immerwieder freie Elektricitäten zugeführt werden; einsolcher durchströmt z. B. den Schließungsbogenver Jnfluenz-Elektrisirmaschine, deren Elektrodenin Berührung sind; ebenso einen Draht, welcherden Conductor u. das Reibzeng einer gewöhnlichenElektrisirmaschine verbindet, so lange deren Scheibegedreht wird; namentlich aber wird der Schließ-ungsdraht einer galvanischen Kette von einemsolchen durchflossen (galvanischer Strom); s. Gal-vanismus. Wlmm-nau-r LI.
Elektrischer Telegraph, s. u. Telegraph.
Elektrische Uhr, f. elektromagnetische Uhr.
Elektrische Vertheilnng, s. Elektricität^.. VI.
Elcktristren, elektrisch machen; bildlich: leb-hafte Gefühle erregen, beleben, anfcncrn, begeistern.
Elektrisirmaschine, 1) s. Elektricität 8. II.3) Ein von Bode eingeführtes Sternbild, südlichunter dem Wallfische, östlich von der Bildhauer-werkstätte, aus kleinen Sternen gebildet.
Elektrochemische Spannungsreihe, s. u.
Elektrolyse.
Elektrochemische Zersetzung, so v. w. Elek-trolysc.
Elektrochernismns, elektrochemische Theorie,s. Chemie II. (Gcsch.) Bd. 4. S. 703.
Elektroden, s. Elektrolyse n. Elektricität 8. III.(Jnfluenz-Elektrisirmaschine).
Elektrodynamik, die Lehre von der gegen-seitigen Einwirkung galvanischer Ströme auf ein-ander. Die Gesetze von der Wechselwirkung elektri-scher Ströme hat Ampere im I. 1820 aufgestellt.Er bediente sich zu seinen Versuchen des nach ihmbenannten Ampereschen Gestelles, welchesauf der Tafel Elektricität VI. in Fig. 1 abgebildetist. Der Haupttheil desselben ist das bewegliche,vom galvan. Nrome zu durchlaufende Drahtviereck,links. Der Strom tritt aus dem positiven Pol-draht (-I-) durch die vordere Klemmschraube indie Säule v, die am Ende ihres horizontalenArmes ein Quecksilbernäpfchen ^ trägt, von datritt er in das bewegliche Stromviereck (dessenAushängung aus der Figur unmittelbar ersichtlichist), welches er in der Richtung a. ci o d durch-läuft, gelangt dann mittels des lothrecht über xbefindlichen Quecksilbernäpfchens x in die Säule 1
— Elektrodynamik. '
n. tritt endlich durch die Hintere Klemmschraubeu. den negativen Poldraht (—) wieder aus. Wirddiesem Vierecke ein festes Stromvicreck, rechts in !der Fig., gegenübergestellt, in welches der Strom !bei -s- eintritt, so daß er die Seite k § in derRichtung von oben nach unten durchläuft, so drehtsich das bewegliche Stromviereck so, daß die Seiteu ä, in welcher der Strom ebenfalls von obennach nuten geht, sich der Seite k § nähert, wäh-rend die vom Strom in entgegengesetzter Richtungdurchflossene Seite b o sich von k§ entfernt. Esergibt sich hieraus, daß parallele Ströme ein-ander anziehen, wenn sic gleichgerichtet,einander abstoßen, wenn sie entgegenge-setzt gerichtet sind. Um die Wirkung gekreuz-ter Ströme zu untersuchen, hängt man an dasAmpercsche Gestell anstatt des einfachen Strom-vierecks das in Fig. 2 dargestellte astatische Strom-Viereck (vergl. den Artikel Elektromagnetismus)und stellt neben demselben das feste Drahtvicreckpoug in der Weise horizontal auf, daß die Seiteo u ziemlich nahe unter die Seite ab zu liegenkommt, wie dies aus der Figur ohne Weiteresersichtlich ist. Sobald nun beide Stromvierecke ^von Strömen durchflossen werden, so stellt sich u d l
der Seite no parallel und zwar stets so, daß in j
beiden Drähten die Ströme gleichgerichtet sind.Gekreuzte Ströme suchen sich immer inder Weise parallel zu stellen, daß sie ingleicher Richtung strömen; oder diejenigenTheile gekreuzter Ströme ziehen einan-der an, die beide nach der Krenznngsstellehin- oder beide von derselben Weggehen;diejenigen Theile dagegen, von welchender eine nach der Krenznngsstelle hin-, derandere von derselben weggeht, stoßen ein-ander ab. Dies gilt selbst dann, wenn beideStromtheile einen Winkel von 180° bilden, alsoin einer geraden Linie hinter einander hergehen;verschiedene Theile eines u. desselben ge-radlinigen Stromes stoßen einander ab.Ampöre hat ein elektrodynamisches Grund-gesetz aufgestellt, welches die gegenseitige (an- lziehende oder abstoßende) Wirkung zweier Strom-elemente für jede gegebene gegenseitige Lage durcheine mathematische Formel darstellt, welches alsodie bisher angeführten Gesetze als specielle Fälle !unter sich faßt. Darnach ist die Kraft, mit welcher >zwei Stromelemente einander anziehen oder ab- !stoßen, dem Producte der Stromintensitäten u. derLängen der Stromelemente direct und dem Qua-drat der Entfernung ihrer Mittelpunkte umgekehrtproportional. Der Sinn dieses Gesetzes läßt sichaber auch ohne die Formel in folgender Weiseanschaulich machen. Man denke sich jedes derbeiden Stromelemente durch ein kleines Magnetstäb-chen ersetzt, welches rechtwinklig auf der Strom-richtung steht und seinen Nordpol links von der-selben hat, ferner denke man sich diese Magnet-stäbchen beide in einer Ebene liegend, welche durchdie Verbindungslinie der beiden Stromelementeu. die Richtung des einen gelegt wird. Dann istdie Wirkung beider Stromelemente auf einanderdieselbe, wie die Wirkung der Magnetstäbchen.Freilich waren aber die Versuche Amperes, diezur Begründung dieses Gesetzes dienen sollten