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Elegisch — l
Proper; einsetzenden römischen E-en Pausias,Amyntas u. Alexis u. Dora. Je mehr Erzähl-una, desto länger ist die E. Vgl. Schillers Spa-ziergang. Die Elegien Ovids, Tibulls u. Pro-perzs sind Klagelieder. Von Elegiendichtern derneueren Zeit sind zn nennen: s.) die ItalienerAriosi, Alamanni, Manzini, Petrarka, Ariosto,Torquato Lasso; b) die Engländer Gray, LordByron, Mason, Hammond, Shelley, Beattie, Jer-ningham; e) die Franzosen Lamartine. ViktorHugo, Deshoulieres u. la Suze; ä) die DeutschenKlopstock, Hölty, Kleist, Salis, Herder, Göthe,Schiller, Nückert, Platen, Novalis, Uhlaud, Kerbel,Emil Nittershaus, Freiligrath, Anastasius Grün(Schutt), Zedlitz (Todteukränze), Lenau, Foglar(ein hervorragender Dichter der Neuzeit in Cy-pressen, Strahlen u. Schatten rc.). Im allegori-schen Sinn ist die E. eine Genie oder Nymphegenannt worden (Jakobi), welche das Gesicht indie Hand gelegt voll Rührung u. Nachdenken da-sitzt. In ihren nachlässigen Locken hängt ein zer-rissener Kranz, auf ihrem Schoost hat sie einenwelken Blumenstrauß. In der Ferne ist einGrabdenkmal zu sehen, von dem nur die obereHälste aus einem Cypressenwalde hervorragt. Hin-ter diesem liegt ein Hügel voll Rosenknospen undMorgenroth. Beyer.
Elegisch, 1) im Tone der Elegie; 2) weh-müthig, traurig, klagend; 3) zärtlich, gerührt.Elegischer Vers, s. u. Elegie.
Eleis (Elars, Ale'is), Stadt in Nubien (NOAfrika), am Weißen Nil unter 13° 43' n. Br.,einst die bedeutende Hauptstadt der Schilluks, jetztin Ruinen.
Elektra, 1) Tochter des Okeanos und derTethys, Gemahlin des Thaumas n. von diesemMutter der Iris u. der Harpyien. 2) E., eineder Plejadeu, daher auch ein Stern der Plejadeu;sie war von Zeus Mutter des Jasion und Dar-Lauos, nach späterer Sage gebar sie den Jasiondem italischen König Corythus. Sie soll dasPalladion nach Jlios gebracht und ihrem SohneDardauos übergeben haben. 3) Schwester desKadmos, nach welcher ein Thor von Theben, daselektrische benannt wurde. 4) E., Tochter vonAgamemnon und Klytämuestra, Schwester vonOrestes und Jphigenia. Nach ihres Vaters Er-mordung durch Ägisthos brachte sie ihren lljähri-gen Bruder Orestes zu Strophios, um heimlichin ihm einen Rächer zu erziehen, wofür sie vonÄgisthos die schmachvollste Behandlung erfuhr u.an einen armen Mykener vermählt wurde, dersie jedoch aus Achtung gegen ihr Loos nicht be-rührte. Nach Ermordung des Ägisthos und derKlytämuestra wurde sie Gemahlin des Pyladesu. von demselben Mutter des Medon und Stro-phios. Nach Einigen ging sie, als sie erfuhr, ihrBruder sei in Tauris geopsert worden, dahin, er-griff einen Opserbrand u. würde ihre Schwesterdamit getödtet haben, hätte es nicht das Erschei-nen des Orestes verhindert. Ihre Geschichte liegtden gleichnamigen Tragödien des Sophokles undEuripides zu Grunde, in welchen die Rückkehrihres Bruders Orestes von Strophios u. die vondemselben an Ägisthos u. der Klytämuestra voll-zogene Rache Largestellt wird, bei deren Aussühr-
Elektricität
ung ihm E. mit Rath u. That an die Hand geht.
5) Der 130. Planetoid, 17. Febr. 1873 vonPeters in Clinton entdeckt.
Elektricität, die noch nicht näher gekannteUrsache der elektrischen Erscheinungen. (Hierzu dieTafeln Elektricität I, I d, II).
L. Die Hesetze der Zleiönngs-Kkektricität.
I. Begriff der Elektricität. VerschiedeneKörper, wie Glas, Siegellack (Harz), Kaut-schuk u. v. a. erlangen, wenn sie mit gewissenanderen, wie Seide, Wolle, Raubthierpelz ge-rieben werden, die Eigenschaft, leichte Körper-chen anzuziehen. Diese Eigenschaft war denGriechen nur am Bernstein, rlixxrpor-, bekannt;der Name E. stammt von diesen: griechischen Na-men des Bernsteins. Erst im Jahre 1600 ent-deckte W. Gilbert, daß auch Glas, Siegellack,Schwefel n. Edelsteine durch Reiben dieselbe Ei-genschaft (die er von der des Magneten noch nichtunterschied) erlangen. Hat man Leu Körper kräf-tig gerieben, so werden die Körperchen, nachdemsie angczogen u. einen Augenblick festgehalten wor-den, wieder ab gestoßen. Sehr leicht läßt sich !Lies mit einer großen u. weiten Glasröhre, am !besten aus grünem Flascheuglase, zeigen, die vor-her durch Erwärmen gut getrocknet ist u. die mailmit ebenso getrocknetem Raubthierpelze oder Sei-denzeuge kräftig reibt. Nähert man dann dieRöhre einem kleinen an einem trockenen seidene»Faden aufgehängten Papierscheibchen (am bestenaus Goldpapier) oder Kügelchen ans Hollundcr-mark (elektr. Pendel), so wird dieses zuerst, auseine gewisse Entfernnng, angezogen, nach der Be-rührung abgestoßen, s. Taf. I d, Fig. 1. Solange die Glasröhre diese Eigenschaft zeigt, wirdsie elektrisch genannt; das Hervorrusen deselektrischen Zustandes heißt Elektrisiren. Diegleiche Erscheinung wie die Glasröhre zeigt einemit Raubthierpelz oder Wolle geriebene Stangevon Siegellack, Schellack oder Hartgummi. Je-der elektrische Körper zieht jeden unele-ktrischen an. Wenn man einem elektrisirten Kör-per den Finger auf eine kleine Entfernung nähert,so hört man ein schwaches Knistern u. wenn mandiesen Versuch im Dunkeln anstellt, so sieht manzwischen den einander Nächstliegenden Punkten desKörpers u. des Fingers eine seine schwache Licht-linie, den elektrischen Funken, momentanauflenchten. Der elektrische Funke wurde zuerst1672 von Otto von Guerike beobachtet. Nähert ,man einen elektrisirten Körper dem Gesicht, sobe- lkommt man eine Empfindung, als ob man mit 1einem Spinnengewebe in Berührung käme; dies ibeobachtete zuerst Hawksbee 1709. Ferner be- ^merkt man in der Nähe stark elektrischer Körpereinen eigeuthümlichen, sog. elektrischen Geruch,s. u. 6, I). Die innere Ursache dieser Erschein-ungen nennt man Elektricität. Mit diesemNamen soll selbstverständlich nichts über die innereNatur derselben gesagt werden; Liese ist, wie schonoben bemerkt, zur Zeit noch nicht näher gekannt.
II. Leiter und Nichtleiter. Befestigt manvorn an der zu elektrisirenden Glasröhre mittelseines durchbohrten Korkes einen langen, nicht zudünnen, vorn abgerundeten Metalldraht, so zeigtisich, nachdem die Röhre gerieben worden, auch der