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Gutes, welches allein real u. unveränderlich ist.Vgl. Brandts, Lommsntat. oloatioas, Altona1813; Rosenberg, Os oloatäoao xbilos. xrlmor-äüs, Berl. 1829. Hertzberg.
^looti (lat., Auserwählte), 1) in der ältestenKirche eine Abtheilung der Katechumenen, s. d.;8) eine Abtheilung der Manichäer, s. u. Manes.Electlv (v. Lat.), mit Auswahl,kloctor (lat.), 1) Erwählter; 2) Kurfürst; da-her Llsotöratns, Knrfürstenwürde, Kurfürstenthum.
Eleetoralschaf, von der seit 1765 aus Spa-nien nach Sachsen gebrachten Race stammendesSchaf, s. u. Schaf. Die Wolle von E-en heißtElectoralwolle, s. u. Schafwolle.
Electra (Sagengesch.), s. Elektra.Electroplate, versilbertes Neusilber.Elcetrotonischer Zustand der Nerven,Neetrotonus, Physiol, s, Nerven.
Electrnin (lat.), 1) Bernstein; doch ist nachden Forschungen des gelehrten Polen Lelewel(Kleinere Schriften, geogr.-histor. Inhalts; deutschv. K. Neu) das E. der Phönikier, Griechen undälteren Römer nicht unser Bernstein gewesen, die-ser vielmehr erst zur Zeit des Augustus bekanntgeworden. 2) Natürlich vorkommende Metalllegir-ung, enthält gediegen Gold (über 40K) und Sil-ber (nicht unter 15K); kommt in würfeligen Kry-stallen zackig u. in Blättchen vor; hat eine blaßgelbeFarbe, daher es Herodot (I. 50) Isrckos oirr/sösd. i. weißes Gold nennt; findet sich auf Silber-gängen bei Schlaugeuberg am Altai, Siebenbürgen(im Porphyr), Brasilien, Salzburg, bei Rudol-stadt U. a. O. Lehmann.
kisotusinum (Latwerge), eine meist aus Pulvernmit Syrup oder Honig bestehende, eine dickflüssigeMasse darstellende Arzneiform, welche mcsserspitzcn-oder theelöffelweise genommen wird. Solche Elec-tuarien sind z. B. O. anblrsimintlrieum, Wurm-latwerge, deren Hauptbestandtheil Wurmsamen ist;L. e Leims, (O. kemtivum), Latwerge von Sen-nesblättern, als gelindes Abführmittel angewendet;L. Pbsrlaoa, so v. w. Theriak.
Elecmosyne (gr.), Almosen; daher Eleemosy-narius, bei Klöstern der Almosenspeuder, undEleemosynaria, 1) in Klöstern u. Hospitälerndie Schwester, welche dem Almosenwesen vorsteht,Almosenpflegerin; 2) das an die Klöster u. Spi-täler angebaute Armenhaus; 3) das Amt derAlmosenpflege; 4) die Almosenkasse.
Elefant, s. Elephant.
Elefant«, Insel, so v. w. Elephanta.
, Elegant (lat.), synonym mit schön, anmuthig;zierlich. Der Begriff betrifft vorzugsweise dasÄußerliche der Erscheinung, im Gegensatz zu einemideellen Gehalt; daher 1) (in positivem Sinn) so-viel als zierlich, geschmackvoll, wenn es das Arran-gement und die decorative Behandlung betrifft;daher kann es ebensowol auf die Ausschmückungeiner Localität, wie auf die Tracht, wie endlichauch aus die Form der Sprache durch- geschmack-volle Wahl des Ausdrucks rc. angewandt werden.») (Im tadelnden Sinn) Eine Entartung des ein-fach Schönen, als eines ideell Gehaltvollen, zumbloßen decorativen Surrogat. In diesem Sinnegewinnt es die Nebenbedeutung des inhaltslosenModegeschmacks, des Stutzerhaften. Koketten, in
- Elegie.
der Sprache des blumenreichen, aber gedanken-armen Schwulstes, des bloß rhetorischen u. dccla-matorischen Pathos. 3) (Männlich) So viel alsStutzer, negativ verstärkt: Modenarr, Zierbengel.
Schasler.
Eleganz, die Eigenschaft des Eleganten (s. d.).
Elegiambos, Bersart, entstanden aus derVerbindung des archilochischen Verses mit einerjambischen Dipodie:
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Horaz Epod. 11 ; dies im umgekehrten Verhält-nisse: Jambelegos:
z. B. Horaz Epod. 13. ^
Elegie (v. Gr., elegisches Lied), ist diejenigelyrische Dichtungsgattung, welche eine Klage überetwas Verlorenes und den Schmerz über diesenVerlust meist mit sanfterem, alle Leidenschaftlich-keit ausschließendem Gefühle ausspricht. Der tiber-fluthende Schmerz kann sich in der Ode ergießen,nimmermehr aber in der zarten, in Wehmuthund einer harmonischen Herzeustreue gipfelnden,ruhig dahin fließenden, den Schmerz allmählichverklingen lassenden E. Die Griechen, von dereneigentlichen E-en wir nur Fragmente besitzen,bedienten sich zu ihren Klageliedern der Distichen.Auf dem rollenden Rücken des Daktylus strebte derHexameter ins Unendliche, während ihm der weh-müthigstockende Pentameter seinen Halt gab, ihnzur Einkehr in sich selbst, zur Reflexion veranlassend.Sie nannten die Verbindung des Hexameters mitdem Pentameter von Simouides an, der das Disti-chon zu Todtenepigrammeu benutzte, Elegeion,daher E. ein in dieser Form abgefaßtes Gedicht.So bekam auch dieses Versmaß den Namen elegi-sches, wie man dann überhaupt alle in diesem Maßgeschriebene Gedichte Elegien nannte, z. B. dieKriegslieder des Tyrtäus; so nannten auch Philetas(das Vorbild des Propertius) u. Kallimachos ihrenicht klagenden Gedichte in Distichen Elegien. Mim-nermos, der in erotischen Weisen um seine geliebteNauno trauert, ist der Stifter der zärtlichen,sauftklingenden E. Für die moderne E. ist dieForm des Distichons kein strenges Erforderniß.Da gerade einem sinnig elegischen Gedicht derReim gut steht, so ist das Distichon für uns nichteinmal zu empfehlen, wie denn auch Opitz, Flem-iniug u. A. den Alexandriner, Rückert und Pla-ten häufig das Sonett, Max Waldau die Cau-zone anwandten. Es kommt bei der deutschen E.weniger auf die bestimmte Form, als vielmehrdarauf an, daß zarte Wehmuth, süße Sehnsucht,schwärmerischer Tiefsiun der Liebe, schmelzendeKlage sie charakterisiren. Ihr Ton ist natürlichso verschieden, als ihr Anlaß. Anders klagt dieJungfrau, die ihren Weltschmerz nicht entdeckenwill, anders der Freund, der den früh geschie-denen Genossen/ oder die Geliebte betrauert.Göthcs Elegien haben etwas veränderten Inhalt,insofern sich in ihnen nicht selten heiterer Lebens-u. Kunstgenuß auf dem Hintergrund einer nnter-gegangenen gewaltigen Welt ausspricht. Er nähertesich dadurch der antiken E., die ja auch das be-unruhigte Gemüth zu erheitern strebte. Vgl. dieanders gestalteten, in den Geist des Tibull und