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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Eldon Eleatische Schule.

qrabens in die Dänische Wiek, 4 km östl. vonGreifswald; Ruinen eines ehemaligen, 1203 vondem Fürsten Jaromir I. von Rügen gestifteten u.später von den Schweden zerstörten Cistercienser-klosters, dessen Grundbesitz Bogislaw XIV. 1634der Greifswalder Universität schenkte; die landwirth-schaftliche Akademie ist Herbst 1876 aufgehoben u.in eine landwirthschaftliche Mittelschule verwandeltworden; botanischer Garten, Obstbanmschule, Gar-tenbau, Bierbrauerei; in einem prachtvollen Buchen-wald der Elisenhain, beliebter Vergnügnngsortder Greifswalder; (1875) 636 Ew. H- Berns.

Eldon, John Scott, Viscount Encombe,später Graf E., Lordkanzler von Großbritannien,geb. 1. Juni 1751 in Newcastle in Northumber-land, wo sein Vater, Scott, Kaufmann war; stu-dirte erst in Oxford, dann in London die Rechts-wissenschaft, ward 1776 Advocat, dann aber Mit-glied der Kanzlei des Lordkanzlers u. rückte 1783zum königl. Rath vor. Ins Parlament gewählt,zeigte er sich als eifriger Tory, erhielt dann,Meister in der Nechtserläuterung, unter dem Mi-nisterium Pitt das Amt eines Generalsachwalters1788 u. 1793 des Lbtornsx Eeneral. 1799 zumLordoberrichter, als Baron E. zum Peer ernannt,kam er 1801 als Lordkanzler ins Ministerium u.blieb hier bis zum Jahre 1806. Als März 1807der Herzog von Portland an die Spitze des Mi-nisteriums trat, erhielt er wieder das Lordkanzler-amt und führte dasselbe, 1821 inzwischen in denGrafenstand erhoben, bis zur Übernahme desMinisteriums durch Canning (1827). E. warFührer der Tories n. Gegner aller Neuerungen,namentlich der Reformbill und der Emancipationder irischen Katholiken. Er st. 13. Jan. 1838 inLondon. Lebensbeschreibung von Hör. Twiß, Lond.1844, 3 Bde. Lagst.

El Dorado (span., das goldene Land), fabel-haftes, als unermeßlich reich an Gold und Edel-steinen gepriesenes Land in SAmerika, Jahrhun-derte lang das Land geographischer Mythen. We-der der große See Parime, an dem dieses Landliegen sollte, noch die prächtige Stadt des Doradohaben in Wirklichkeit je existirt. Nach den vielenabenteuerlichen u. kühnen Unternehmungen einesNikolaus Federmann, eines Ulrich von Hutten(154145), eines Sir Walter Raleigh, der 3Reisen (1595, 1597 n. 1617) dahin unternommenhat, hat erst in neuester Zeit Robert Schomburgküber die Gegenden, in die zuletzt die Mythe denSee Parime u. die Stadt des Dorado verlegte,über das südliche Venezuela, einiges Licht verbreitet.Vgl. Klunzinger, Antheil der Deutschen an der Ent-deckung von SAmerika, Stuttg. 1857; Stricker, E.(im 9. Bde. des Globus), Hildbnrgh. 1866. H- Berns.

El Dorato, County im nordamerik. Unions-staate California, unt. 38° n. Br. u. 120° w. L.;20,309 Ew.; Countysitz: Culoma. BedeutenderBergbau aus Gold rc.

Elea (a. Geogr.), 1) Fluß in Lucania; jetztPisciota. 2) (Velia, ursprünglich Hyele.) Einst be-deutende griechische Colonie auf der WKüste vonLucanien, südöstl. von Pästum; sie hatte einenHafen u. trieb Handel mit eingesalzenen u. geräu-cherten Fischen. E. wurde um 553 v. Chr. vonflüchtigen äolischen Phokäern gegründet und war

Geburtsort des Parmenides n. Zenon, welche hierdie Eleatische Schule (s. d.) gründeten; Ruinenbei Castell' a Mare della Brucca. Riese.

Eleäsar, 1) Sohn Aarons; Oberpriester, nach-dem seine beiden älteren Brüder vom Gewittererschlagen waren. Als Josna das Gelobte Landvertheilte, stand ihm E. bei. 2) E., Sohn desAbinadab; Aufseher über die von den Philisternzurückgeholte Bundeslade. 3) E., einer von den3 Helden Davids, welche, als dieser sich in derHöhle zu Adullam aushielt, aus einer Cisterneunter dem Thore des von den Philistern besetztenBethlehem Trinkwasser holten. S. auch Lazarus.

4) (Judas) einer der makkabäischen Brüder. Im ^I. 163 v. Chr. opferte er sein Leben; als derKönig Antiochus Eupater mit einem großen Heerein Judäa einfiel, bemerkte E. einen der vielenElephanten, durch kostbare Rüstung hervorragend, lIn der Meinung, der Elephant trage den König,drang er allein durch den Haufen der Feinde,sprang unter den Elephanten, durchstach ihn vonunten, daß er stürzte u. ihn selbst unter seiner Last be-grub. 5) E., Enkel Judas des Galiläers, Partei-führer gegen die Römer. 6) E. ben Dinai, einZelotenführer um 44 n. Chr. 7) E. ben Anaina,Haupt der Zelotenpartei im Kriege gegen die Rö-mer 66 70. Unter seinem Vorsitze wurden in §gewaltthätiger Weise revolutionäre Beschlüsse ge- lfaßt gegen die Annäherung an Heiden; er stellteauch zur Erweckung des Muthes und der Be-geisterung den Siegeskalender zusammen, denKalender der Tage, welche wegen errungenerSiege festlich zu begehen seien. I>^s> Fürst.

Eleatische Schule, die von dem, in der grie- ,chischen Stadt Elea oder Velia in Unteritalien ilehrenden griechischen Philosophen Lenophanes von !Kolophon gestiftete, von 540460 v. Chr. blü-hende naturphilosophische Schule, welche, im Ge-gensatz zu der Jonischen Schule, alle empirischeErkenntniß für Schein, die Gesetze der physischenWelt für illusorische Erscheinungen, ohne Wahr-heit und Bestand erklärte und das Wesen derDinge aus Begriffen des Verstandes bestimmteund in pantheistisch ein Sinne gegen die anthropo-morphistischen Vorstellungen der polytheistischen >Volksreligion kämpfte, auch zuerst den Satz aus- ^stellte: Die Menschen haben die Götter nach ihrem iBilde geschaffen. Sie gelangte zuerst zu dem ^logischen Begriff des reinen Seins u. formulirieden Grundsatz, daß weder aus Nichts jemalsetwas werden, noch ein Seiendes jemals inNichts aufgelöst werden könne. Das Eine undewige Sein schien ihr alle Vielheit und allewirkliche Veränderung auszuschlicßen. Zu ihre»Anhängern (Eleaten) gehörten, außer dem Stister,Heraklitos, Parmenides aus Elea, Melissas vonSamos, Zeno ans Elea (ältere E. S.), Leukip-pos u. Demokritos (neuere E. S.). Auch Empe-dokles war in hohem Grade durch die Eleatenbeeinflußt. Die von Zeno eingeführte EleatischeMethode in der Dialektik war die Taktik, ab-stracte Schlüsse den täglichen Erfahrungen ent'gegen zu stellen u. den Gegner durch Subtilitmten zum Schweigen, oft zum Widerspruch mit sichselbst zu bringen. Das Eleatische Princip formu«lirte Euklides seinerseits dahin: es gibt nur Em