Elbrus — Eldena.
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sen genommen. 1725 brannte der größte Theilder Stadt ab. H> Berns.
Elbrus (Elborus, Strobylns der Alten), höch-ster Berg im Kaukasus, auf der Grenze des Ku-ban- und Tcrckgebietcs; ein mächtiger, 5658 mhoher Trachytkegel mit einem Krater-See auf sei-nem Gipfel; 3l. Juli 1868 zuerst erstiegeu.
Elbsandstcingebirge, Gebirge iu den königl.sachs. Regbez. Dresden u. Bautzen u. iu Böhmen,westlicher Theil des Lausitzer Gebirges, reicht vonSebnitz im O. bis zur Gottleuba im W. u. wirdzwischen Tetscheu u. Pirua von der Elbe durch-brochen. Kuhstall 604 m. Wegen seiner zahlreichenpittoresken Felseubildungen, seiner schroffen u. zer-rissenen Berge u. Felsen, seiner tief einschneiden-den Thäler und Schluchten, seines Neichthumsan herrlichen, romantischen Aussichtspunkten, dievielfach an die Alpenformationeu erinnern, wirdes auch Sächsische Schweiz genannt u. ist eine dervon Touristen besuchtesten Gegenden Deutschlands.
H. Berns.
Elbschwanenorden, eine der deutschcnSprach-gesellschasten des 17. Jahrh., 1656 von Joh. Ristzu Wedel im Holsteinischen gegründet; war wegenseiner Abgeschmacktheiten ohne allen Einfluß undging schon 1667 mit Rists Tode wieder ein.
Elburg, Stadt im Gerichtsbez. Arnhem dernieder!. Prov. Geldern, an der Zuider-See, Sta-tion (E.-Epe) der niederländ. Centralbahn; Kan-tonalgericht, Kirche, Synagoge, Erziehungsanstaltfür Knaben u. Mädchen (vom Admiral v. Kins-bergen gestiftet); Seilerei, Fischerei, Viehzucht;seichter Hafen; 2491 Ew.
Elbnrs, Gebirge in Persien, nördliches Rand-gebirge des Plateaus von Iran, längs dem süd-lichen Ufer des Kaspischen Meeres, erhebt sich inseinem höchsten Gipfel, dem Vulcan Demawend(nördl. von Teheran), bis zu einer Höhe von6636 m. Der NAbhang des ans Glimmer- n.Talkschiefer, ans Marmor-, Jura- u. Nnmmnliten-bildungen bestehenden Gebirges ist mit einer üp-pigen Vegetation bedeckt, ebenso die nördl. vorlie-gende Küstenebene. Auch die sanft abfallenden S-Abhänge enthalten liebliche Landschaften, und dievon zahlreichen Gebirgsbächen bewässerten Schluch-ten u. Thäler, mit fruchtbarem Boden u. gut be-baut, erfreuen sich das ganze Jahr hindurch einesreichen Pflanzenwuchses. Die Thäler der südlichenVorberge, durch niedrige Hügel getrennte Hoch-ebenen, dagegen prangen nur im Frühling inüppigem Grün, später herrscht hier Dürre u. Un-fruchtbarkeit, mit Ausnahme der Striche, die künst-lich bewässert sind. H- Berns.
Elbwiese, Bergfläche am SAbhange des Rie-sengebirges in Böhmen, zwischen dem Hohen Radu. dem Krokonosch, mit dem Elbbrunnen, aus demder westliche Quellbach der Elbe, der Elbbach, ab-fließt.
d'El Cano, Sebastian, geb. zu Guetaria inGuipuzcoa, Magelhaens Gefährte aus seiner Reiseum die Welt; er erreichte nach dessen Tode dieSunda-Jnseln u. kam 6. Sept. 1522 nach einerAbwesenheit von 1120 Tagen wieder zu San-Lucar in Spanien an. Ans der von Loaysa be-fehligten Flotte machte er eine neue Reise u. st.1526 aus der Südsee.
Elccsarten, s. Elkesarten.
Elch, so v. w. Elennthier, s. d.
El Ehnrdschch, 1) (Wah el Chardscheh oderdie Große Oase) die südlichste Oase Ober-Ägyp-tens (NOAfrika), ein 15—25 km breites n. mehrals 150 km langes Thal, von zahlreichen Quellenu. einem Bache bewässert; fruchtbar an Dattelnu. Reis, mit zahlreichen Ruinen von Tempeln n.anderen Alterthümern; von etwa 8000 Arabern(in mehreren Dörfern) bewohnt. 2) (Khardjeh)Hanptort der Oase, mit den bedeutendsten Ruinenund umgeben von Reisfeldern n. Palmengärten;2000 Ew.
Elche, Stadt in der span. Prov. Alicante, amVinalapo; 3 Kirchen, 3 Klöster, Spital, Kaserne,bischöflicher Palast; Fabrikation von Leder, Handelmit Wein, Datteln u. gebleichten Palmcnzweigen;10,360 Ew. (mit der Huerta 19,540). Die Stadtliegt in einem kahlen Hügelgelände u. ist umgebenvon einem Palmenhain, der ca. 70,000 Stämmeenthält u. der Stadr einen afrikanischen Charakterverleiht.
Elchingen (Oberelchingen), Kirchdorf im Bez.-Amt Neu Ulm des bayer. Regbez. Schwaben u.Neubnrg, unweit der Donau; 481 Ew. Ans stei-lem Berge die stattlichen Gebäude der ehemaligenberühmten, reichsunmittelbaren Benedictiner-AbtciE. Die Abtei wurde 1128 vom Markgrafen Kon-rad von Meißen gestiftet, 1803 säcularisirt u. kamdann an Bayern. Zur Zeit der Säcnlarisationbesaß sie ein Gebiet von 110 Hjkm mit 5300 Ew.Bei E. 14. Oct. 1805 Sieg der Franzosen unterNey über die Österreicher; Ney erhielt infolge diesesSieges den Titel eines Herzogs von E. H- Berns.
Elda, Stadt in der span. Prov. Alicante, amVinalapo, Station der Eisenbahn Madrid-Alicante,von Steppen umgeben; großes Schloß, Korn- u.Papiermühlen, Salpetersabrik, Espartoflechtereien;3874 Ew.
Eldagsen, Stadt im Kr. Wennigsen der preuß.Landdrostei Hannover, an der Gehle u. am Fußedes Klosterberges, Station (Bahnhof 4 km vonder Stadt entfernt) der Hannovcr-AltenbekenerEisenbahn; Flachsbau, Senffabrikation, starkeSchuhmacherei; 1875: 2317 Ew. E. gehörteehemals den Grafen von Hallermund; als diete1435 ausstarben, kam es an Braunschweig; 1470wurde es von den Grafen von Schaumbnrg er-obert; 1706 wurden mit der Grafschaft die Grafenvon Platen belehnt.
Elde, Fluß im Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin; entspringt bei der Darzer Mühle, 12 kmwestl. von Röbel, fließt durch den Müritz-, Kal-pin-, Flesen-, Malchower u. Plauer See n. theiltsich bei Eldena in die 2 Arme Alte E., welchedie Lökenitz anfnimmt, u. Nene E.; beide Armemünden bei Dömitz in die Elbe. Die E. ist225 km lang, schiffbar u. steht durch den Müritz-Havel-Kanal mit der Havel in Verbindung.
Eldena, 1) Kirchdorf im gleichnamigen Amtedes Mecklenburger Kreises im GroßherzogthumMecklenburg-Schwerin, an der Elde; Fischerei,Märkte; 930 Ew. Das ehemalige Benedictiner-Nonnenkloster, 1230 gestiftet, ward vor 1556 sä-cularisirt. 2) Dorf im Kr. Greifswald des preuß.Regbez. Stralsund, an der Mündung des Ryk-