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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Elbe Elben.

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setzte sie mit Sachsen auf'/« herab; auch Sachsengab die Schifffahrt für den Landesverkehr frei.Die Necognitionsgebühren wurden aber fort er-hoben. Eine zweite Revisionsconferenz 1842 inDresden, an welcher außer den oben genanntenStaaten noch Lübeck wegen des Mitbesitzes vonBergedorf sich betheiligte u. die 2 Jahre dauerte,brachte die Elb schifffahrtsadditionalactevom 13- April 1844 zu Stande, in der die her-zustellende Tiefe des Fahrwassers festgesetzt wurde,welche es indeß bei dem Normalsatze des Zollesvon 33 Sgr. 11 Pf. für die ganze Strecke vonder Mündung bis nach Böhmen beließ u. nureinzelne Artikel geringer belastete. Außerdem hobdie Acte mehrere vexatorische Bestimmungen auf.Statt der drückenden Recognitionsgebühren wurdeein Zollznschlag für Maaren eingeführt., Obwolsich durch die von Preußen, Sachsen n. Österreichbewilligten Zollrestitutioncn die Höhe der Abgabeim Ganzen ermäßigte, so betrug dieselbe doch immernoch für die ganze schiffbare Strecke der E. beidem Normalsatze 160 °/ der Fracht. Österreichhob den Elbzoll für seinen Landesbandel zwischenMelnik u. der sächs. Grenze 4. Mai 1850 auf,mit Ausnahme des von Steinkohlen, Bau- undBrennholz u. Holzkohlen. Auf der dritten Re-visiousconfcrenz, welche 15. Sept. 1850 in Mag-deburg znsammentrat, wurde von Österreich diegänzliche Aufhebung der Elbzölle beantragt, aberda Hannover dagegen auf eine Entschädigungbestand, u. die anderen Regierungen darauf nichteingingen, wurde dieser Plan aufgegeben u. dieConferenz23. Dec. 1850 vertagt. Im August1852 gab Österreich die Elbschifffahrt allen Schiffender Elbuferstaaten frei, indem es die böhmischenElbzölle gänzlich aufhob. Die fortgesetzten Be-mühungen Österreichs u. Preußens, den Verkehraus der E. zu erleichtern, scheiterten auch aufder im Sept. 1853 wieder zusammengetretenenRevisionsconferenz, da Mecklenburg u. Hannoversich zu kaum neunenswerthen Zollermäßigungeuherbeiließen. Ans diesem Grunde blieb die Stei-gerung des Verkehrs auf der E. weit hinter denErwartungen zurück, welche 'man nach der allge-gemeineu Entwickelung des Handelsverkehrs davonzu hegen berechtigt war. Nach Aushebung desSundzolles im März 1857 trat die Forderungder freien Elbschifffahrt von Neuem in den Vorder-grund der handelspolitischen Bestrebungen Deutsch-lands, zumal nun auch die Oder in vieler Hin-sicht der E. eine Concurrenz zu bereiten im Standewar, u. es trat deshalb im Sommer 1858 inHamburg eine vierte Revisionsconferenz zusammen,die jedoch auch, gleich den früheren, nur unbe-deutende Resultate lieferte. Im I. 1861 gelanges endlich, den Stader- oder Brunshänser Zollzu beseitigen, indem Hannover bestimmt wurde,denselben gegen eine Entschädigung von 2,857,338Thlr. aufzuheben. Auf der 5. Revisionsconferenzkam dann ferner ein Vertrag (vom 4. April 1863)zu Stande, wonach vom 1. Juni 1863 ab fürsämmtliche Uferstaaten nur noch allein in Witten-berge ein Elbzoll erhoben werden sollte, der jedochinfolge der Neugestaltung Deutschlands auch baldbeseitigt wurde. Denn durch ein Bnndesgesetzvom 11. Juni 1870 wurde festgesetzt, daß die

^ Erhebung des Elbzolles spätestens am 1. Juli1870 ganz aufhören mußte. An Mecklenburg-Schwerin wurde eine Abfindungssumme von1 Mill. Thl., an Anhalt eine solche von 85,000Thlr. aus den Mitteln des Bundes bezahlt.Gegenwärtig ist die Schifffahrt auf der E. vonjedem Zolle befteit. Mit Dampfschiffen wird sieseit 1832 befahren; seit etwa 10 Jahren bestehtauf derselben auch eine sogen. Kettenschifffahrt(Tauerei). Vgl. Karte vom Lauf u. Flußbett derE., 8 Bl., Lpz. 1812; H. v. Bose, Allgemeinegeographische u. hydrotechnische Beschreibung derE. mit ihren Zuflüssen, Aunaberg 1852; Mei-dinger, Die deutschen Ströme in ihren Vcrkehrs-u. Handelsverhältnissen, Bd. 3, Lpz. 1853; H.W. C. Hübbe, Einige Erläuterungen zur historisch-topographischen Ausbildung des Elbstromes u. derMarschinscln bei Hamburg, Hamb. 1868.

Im Alterthum hieß die E. Albis od. Albios,später Alba (wie auch im Althochdeutschen) undgalt für einen der Hauptflllsse Germaniens, dessenQuelle man bald in dem Lande der Hermunduren,bald in den Vandalischen Gebirgen, bald auf denSudeten vermuthete. Nach Strabo theilte sieGermanien iu 2 Hälften, floß parallel mit demRhenus nach N. u. mündete in mehreren Armenin den Ocean. Schon S v. Ehr. gelangte Clau-dius Drusns auf seinem deutschen Feldzuge, vomRheine herkommend, an diesen Fluß. Im Jahre3 v. Ehr. ging Domitius Ahenobarbus, von S.ziehend, über die E. in ihrem oberen Laufe underrichtete an deren Ufern dem Augustus einenAltar. Liberias kam 5 n. Ehr. vom Meere herau die Untere-E. u. fuhr auf derselben stromauf-wärts, um sich mit dem Landheere zu vereinigen,mit welchem er damals weit in Germanien hineinvorgedrungen sein soll. 2) Im ehemaligen Kö-nigreich Westfalen (bis 1814) gab es das De-partement der E., 5929 fsZüm (107S ÜZM),295,000 Ew.; Hauptstadt: Magdeburg, u. 3) dasDepartement Nieder-E., 219,000 Eiuw.;Hauptstadt: Lüneburg. 4) 1810 errichtete Napo-leon das Departement der Elbmündungcn(8oueiiesäsI'L1bs),367,OOOEw.,Hanptstadt:Ham-burg, u. vereinigte es mit dem franz. Kaiserreiche,ö) Kleiner Fluß in Knrhefsen, fällt bei Fritzlar indie Eder, einen Nebenfluß der Fulda. H- Berus.

Elbe (deutsche Myth.), so v. w. Elfen.

Elbckostelch (Kostelec uad Labem), Stadt imBez. Karolinenthal (Böhmen), am linken Ufer u.auf einer Insel der Elbe; Rathhans, Bürger-Hospital, Cavalerie-Kaserne; 1663 Ew. Hier er-focht 1424 Ziska einen Sieg.

Elben, so v. w. Alben.

Elben, Otto, deutscher Journalist, geb. 30.Jan. 1823 zu Stuttgart; studirte in TübingenRechtswissenschaften u. promovirte darin, trat 1847in die Redaction des Schwäbischen Mercur ein u.ist seit 1854 Hauptredacteur dieser Zeitung. Seit1868 Abgeordneter zum wllrttembergischen Land-tage u. seit 1870 des Deutschen Reichstages, ver-trat er in letzterem hauptsächlich das Eisenbahn-wesen u. stellte 1873 den Antrag auf Einsetzungdes Reichseisenbahuamtes. In Buchform veröf-fentlichte er n. a.: Geschichte des volksthümlichendeutschen Mäuuergesauges, Tüb. 1854. Schroot.