Eisenstuck — Eismverbiiidmigen.
168
im Bruche ist es muschlig od. feinerdig, fühlt sichrauh au, ist ohne Glanz u. undurchsichtig, seineHärte ist 2—3, sein spec. Gew. 2,«; besteht ansKieselsäure, Thonerde, Eisenoxyd, Manganoxyd,Kalk, Magnesia u. Wasser, war früher officmell;findet sich'im Steinkohlengebirge von Planitz beiZwickau in Sachsen. Lehman».'
Gleitstück, 1) Christian Gottlob, sächsischerVolksvertreter, geb. 3. Oct. 1773 in Annaberg;studirte seit 1791 in Halle u. Göttingen die Rechts-wissenschaften, prakticirte seit 1798 als Advocat inDresden, wurde 1820 Obersteuerprocurawr, wirkte1830 bei der Neugestaltung Sachsens und wurdeMitglied u. Borsteher der CommnnercpräsentantenDresdens; nachdem er 17 Jahre lang für Dres-den in der Zweiten Kammer gesessen hatte, zoger sich 1847 vom politischen Leben zurück u. st.31. Mai 1853 in Dresden. 2) Bernhard,Mitglied der deutschen Nationalversammlung, Neffedes Bor., geb. 1806 in Annaberg; erlernte inChemnitz die Kaufmannschaft u. wurde später Theil-nehmer des Fabrikgeschäftes Pflugbeil u. Comp.,auch Vorstand des Stadtverordneten-Collegiumsin Chemnitz. Im März 1848 wurde er Mitglieddes Vorparlaments in Frankfurt, ward dann inden Dreißiger-Ausschuß u. später in die National-versammlung gewählt; wo er durchgängig mitder Linken stimmte; wurde im Mai 1849 alsReichscommifsar nach der Pfalz gesandt und nachseiner Rückkehr nach Frankfurt zum Vicepräsi-denten des Rcstpariamcnts gewählt. Er gingmit nach Stuttgart u. hatte als Viccpräsident imFünfzehner-Ausschnß den Vorsitz. Noch vor dergewaltsamen Anslösung des Parlaments reichte erseine Entlassung ein, begab sich nach Brüssel undwurde Theilnehmcr eines Spinnereigeschäftes inFlorival an der Dyle. Später kehrte er nachDresden zurück u. wurde 1867 in den NorddeutschenReichstag gewählt. E. st. 5. April l871 in Dresden.
Eisensulfuret, einfach Schwefeleisen, chem.Verbindung von Eisen mit Schwefel (§ 08 ). Esbildet je nach seiner Darstellung entweder eineschwarzgraue od. eine gelbgraue metallglänzendeMasse, die an feuchter Luft sich rasch zu Ferro-sulfat oxydirt n. nur in verdünnten Säuren sichleicht unter Entwickelung von Schwefelwasserstoffzu einem Eisenoxydnlsalze auslöst. Bei Luftabschlußschmilzt es in der Rothglnth; an der Luft erhitzt,verwandelt es sich, indem der Schwefel verbrennt,in Eisenoxyd. Fertig gebildet hat man es bishernur in einigen Meteoreisen gefunden u. Troilirgenannt; künstlich erhält man es auf nassem Wegeals tief schwarz-grünes Pulver, wenn man einEisenoxydulsalz (Eisenvitriol od. Eisenchlorür) mitSchwefelammonium fällt u. den entstehenden Nie-derschlag bei möglichstem Luftabschluß trocknet; austrockenem Wege gewinnt man es durch directeVereinigung seiner Elemente, indem inan einenglühenden Eisenstab in geschmolzenen Schwefeltaucht oder Eisenseilspäne mit Schwefelblumen er-hitzt. Mischt man Eisenseilspäne (3^ Thle.) mitSchwefelblumen (2 Thle.) und feuchtet die Massemit Wasser an, so bildet sich unter beträchtlicherWärmeentwickelung ebenfalls E. Das Schwefel-eisen, welches in Laboratorien zur Entwickelungvon Schwefelwasserstoff dient, wird dargestellt, in-
dem man Abfälle von Schmiedeeisen m einemTiegel glühend macht und Schwefel einträgt; esbildet eine gelbgraue, zusammengeschmolzene Masse,die aber gewöhnlich etwas Eisen enthält und da-durch magnetisch erscheint. Hetzer.
Eisensumpferz, so v. w. Nascneisenstein.
Eisente, s. Ente.
Eisentho» (Wacke), ein dichtes, oft schwam-miges, blasiges Gestein von flachmnschligem biserdigem Bruche, weich, von grünlicher, graulicherröthlicher od. bräunlicher Farbe; der E. ist häu-fig mit Höhlungen n. Blasenräumen erfüllt, dieentweder leer oder mit verschiedenen Mineralienausgekleidet od. ganz damit angefüllt sind; er ver-wittert sehr leicht u. liefert eine fruchtbare Erde.Zum größten Theil ist der E. ans einem basal-tischen Gestein hervorgegangen, welches bereitsmehrfache Umwandlungen erlitten hat.
Eisenverbindungen (Bank.), werden getheiltin Schmiedeeisen- und Gußeisenverbindungeu.I. Schmiedeeisenv erbindnn gen. Dieselbengliedern sich wieder in feste Stangenverbindnngen(erzeugt durch Schweißung od. Nietung) und inlösbare Stangenverbindnngen (mittels Schraubenod. Rectificationsvorrichtnngen). a) Feste Stan-genverbindnngen. 1) Schweißung. DasSchweißen besteht darin, daß die zu verbindendenMetallstücke durch Erhitzen in einen Zustand derErweichung gebracht werden, in welchem sie sichdurch Hämmern gleichsam znsammenkncten lassen.Die Verbindung von Schmiedeeisen mit Schmiede-eisen durch Znfammcnschweißen ist eine der wich-tigsten Verbandweisen. Sollen z. B. Eisenstäbeaneinander geschweißt werden, so schmiedet mangewöhnlich die Enden schräg ab und rauht dieschräge Fläche; ist dies geschehen, so legt man dieStücke mit diesen Flächen schweißwarm aufeinan-der u. schmiedet sie in die verlangte Form. Ringechweißt man am besten so zusammen, daß sichdie Enden übcrgreifen. Häufig geht man auchbeim Znsammcnschweißen derart vor, Laß man daseine Ende anfhant, in die Spalte das andere keil-ormig ansgeschmiedete Ende einsteckt u. verhäm-mert. Ähnlich vereinigt man auch Stücke, die ineinem Winkel znsammengeschweißt werden sollen,in welchem Falle das keilförmige Ende des einenStückes im verlangten Winkel umgebogen u. indie Spalte des anderen eingesetzt wird. 2) DasNieten. Vernietungen können im Allgemeinen inzweierlei Weisen vorgenommen werden, entweder da-durch, daß an dem einen Verbandsstücke die Niete an-gearbeitet ist, welche durch eine entsprechende Öff-nung des zweiten Verbandsstückes hindnrchgestecktu. hierauf Lurch Anshämmcrn ein Nietenkopf ge-bildet wird, od. die Niete ist ein Verbandsstück fürich. Die erstere Art findet eine Anwendung, wennein Metallstück mit der schmäleren Kante auf diebreitere Fläche eines zweiten Stückes befestigt wer-den soll, Fig. 39 (s. d. Tafeln Eisenbalken). Diezweite Art der Verbindung mit besonderen Nietenwird angewendet, wenn dünne Metallstücke, z. B.Bleche, mit ihren breiten Flächen znsammengenietetwerden sollen. Dürfen die Nietköpfe nicht vorstehen,0 wird das Zapfenloch mit einer Versenkung ver-ehen, so daß sich dann ein versenkter Nietkop!bildet. Die gewöhnliche schmiedeeiserne Niete er»