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halt einen angeschmiedeten Kopf, den Setzkopf,Fig. 40 a, und einen zweiten, den Schließkopf,welcher beim Schließen der Nietung durch Ans-hämincrn des anderen Endes des Nagels gebildetwird; letzterer soll zu diesem Zwecke um l,g— 1,7der Nietdicke verstehen. Die Entfernungen derNietinirtel von einander müssen in einem bestimm-ten Verhältniß zu den Blechstärken stehen. Gibt ckdie Blechstärke an, dann ist die Entfernung derNieten von Mitte zu Mitte für eine feste u. dichteFuge (etwa bei einem Dampfkessel) — 5 ck, füreine feste Fuge (für Träger) — 10 ck. Die Formder Nictköpfe ist eine sehr verschiedene; zumeistfindet man aber eine sphärische, Fig. 41 o, oderkegelförmige Gestalt, Fig. 41 d. Eine zweckmäßigeRietform zeigt Fig. 42. Man unterscheidet zwi-schen einfachen u. doppelten Nietungen, u. könnendie zu vernietenden Bleche in einer Ebene liegenod. nicht. Einfache Vernietungen zeigt Fig. 43,doppelte sind in der Fig. 44 dargestellt. Außerden bereits angegebenen Entfernungen der Niet-mittel, gelten etwa, wenn ck die Blechdicke ist, nochfolgende Ausmaße: a) für vie Kesselnictung; Durch-messer der Nietung — 2 ck, Entfernung der Niet-mittel vom Blechrande — 3 ck, Durchmesser des sphä-rischen Nictkopfes (im Grundriß zu nehmen) —3 ch Durchmesser des konischen Nietkopfcs — 4 <1,u. Höhe des Nietkopfes — 1 ,^ ck; l>) für Träger:Durchmesser der Nietung — 3 ck, Entfernung derNietmittcl vom Blechrande — 5 ct, Durchmesserdes sphärischen Nietkopfcs — 4,g cl (konische Niet-köpfe bei Trägern nicht verwendet), Höhe desMetkopfes ^ 2 ,g ck. Weitere Anwendung der Niet-ungen zur Bildung von Trägern s. Eiscnbalken,Borgang beim Nieten s. Nieten, b) LösbareStangenverbindungen. 1 ) Verbindung durchSchrauben. Constrnction der Schrauben s. Schrau-ben. Als Beispiele von derlei Verbindungen mö-gen die in den Fig. 45 u. 46 angegebenen De-tails eines eisernen Dachstuhles gelten. 2 ) LösbareVerbindungen, mit welchen sich eine Rectificatiouvornehmen läßt. Hierher gehören: das sog. .Äeil-schloß, Fig. 47, bei welchem die Rectificatiou mit-tels Keilen, n. das Schranbenschloß, bei welchemdieselbe mittels Schrauben ausgeführt werden kann,Fig. 48. Außer diesen den Constructionen inSchmiedeeisen insbesondere eigenen Verbindungenkommen bei Kreuzungen u. Verlängerungen vonEisenstäbcn mancherlei den Holzverbindungen ähn-liche Verbandweisen vor, wle etwa Verzapfungen,Überblattungen rc.
H. G u ß e i s en Verbindungen. Außer denÜberblattungen n. Verzapfungen, welche auch dieserMaterialgattung übertragen wurden, sind es vor-zugsweise die Röhrenverbindungen; welche hiereiner ausführlicheren Erwähnung verdienen. Diewol am meisten übliche Verbindung gußeisernerRöhren ist die Flanschenverbindung, Fig. 49. Dieanzuwendenden Verhältnißzahlen sind in der Figureingeschrieben. Dem jedesmaligen Zwecke derRöhrenverbindnng entsprechend, muß auch für einegrößere oder geringere Dichtung an der Flanschegesorgt werden. So bedient man sich häufig eineszwischengelegten Ringes aus Kupferdraht, odereines Bleiringes, auch einer Zwischcnlage ans«der, Filz od. Pappe, der Kitte rc. Je nach der
Größe der Spannung, welche im Rohre herrscht,richtet sich die Anzahl der zu verwendenden Flan-schenschranben. So beträgt dieselbe bei nicht zuhoher Spannung etwa 2 -f- (wobei II inMillimeter), bei einigermaßen starkem inneremDrucke ist die Anzahl der Flanschenschrauben zunehmen (^)^, wobei L die Schrauben-
dicke, O die Rohrweite u. n die Anzahl der Atmo-sphären der im Rohre herrschenden Spannungbezeichnet. Bei Gas- u. Wasserleitnngsröhren vor-wiegend angcwendct ist die Verbindung durchMuffen, Fig. 50. Das beste Dichtungsmittel hier-für dürfte wol Blei sein, das man sehr zweck-mäßig in Form eines Ringes cinsetzt u. fest stemmenachdem vorher eine Wergnnterlage in die Muffegebracht wurde. Außerdem verwendet man alsDichtungsmittel verschiedene Kitte rc. Für die Rohr-wanddicke ist zu nehmen: üf —8 -l-^, die weiterenAbmessungen ergeben sich zweckmäßig folgender-maßen: Wandstärke der Muffe ck — 10 -i- O^n v,Stärke des Muffenhalses ü — 18 st- 0 ,E 5 D,innere Länge der Muffe 1^ ^ 67 st- 0 ,^ l>, Längedes Mnffenhalses 12 — 49-1- 0 ,ug l>, Gesammt-länge der Muffe I — 116 -i- 0,20 D, Lichtweiteder Dichtung b — 5 st- 0,^7 v, Höhe des Blci-ringes Ir — 28 st- 0,^7 O, Höhe des Wulstes a— 1,2 ck und die Wandstärke des Wulstes L —ck st- I, — 2. (Alle Maße in Millimeter). Hanisch.
Eisenvitriol (Melanterit, Min.), die in derNatur selten vorkommenden Krystalle des E-s;sie sind monoklin u. gewöhnlich kurz-säulenförmigod. dick-tafelförmig ausgebildet. Meist findet sichder E. in stalaktitischen, tranken- oder uierenför-migen Krusten u. Beschlägen. Härte — 2, spec.Gew. 1,g—1„; Farbe lanch- u. berggrün, ober-flächlich oft gelb beschlagen, durchsichtig bis durch-scheinend; chem. Zusammensetzung VsKO^st-II-IyO;schmilzt in seinem Krystallwasser; entsteht durchZersetzung von Eisenkies, daher kommt er auchiit Psendomorphosen nach diesem vor. Fundorte;Goslar, Bodenmais, Falun, Graul bei Schwar-zenberg, Potschappel bei Dresden. Lehmann.
Eisenvitriol, grüner Vitriol, Kupfer-Wasser, sch w efelsaures Eisenoxydul, Ferrv-sulfat, chem. Verbindung von Eisen, Schwefeln. Sauerstoff (I?s80J. In vollkommen reinemZustande bildet derselbe entweder ein weißes Pul-ver (wasserfrei) oder grünlich-blaue, prismatischeoder tafelförmige Krystalle (I?s80i -s- 7ug), dieim Dunkeln an der Luft sich nicht verändern, imSonnenlichte aber ihr Wasser verlieren und zer-fallen, sowie in feuchtem Zustande od. in wässerigerLösung der Lust ausgesetzt, sich allmählich unterBildung von gelbem basisch schwefelsaurem Eisen-oxyd oxydiren; durch Kochen mit rostfreien Eiscn-feilspähnen läßt sich das Oxydsalz, welches derLösung eine bräunliche Färbung gibt, wieder inOxydulsalz verwandeln. Stickstoffoxyd löst sich inE-lösnng mit tief braunschwarzer Farbe auf, indemeine Verbindung von noch nicht ermittelter Zu-sammensetzung entsteht, die aber durch Erwärmenzersetzt wird, so daß die E-lösung unverändertznrückbleibt. Auf dieses Verhalten gründet sich dasVerfahren Richmonts zur Ermittelung der Sal-petersäure. Durch starkes Glühen wird der E.