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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Eiseiiprvbe -

qelbes, zerfließliches Pulver. EisenextractlLxtraotuiu korri xawatnm s. oz'äonnrbum),schwarzbranne zerfließliche, krystallinisch werdendeSalzmasse von zusammenziehendem Geschmacke;besteht im Wesentlichen aus äpselsaurem Eisenoxyd.Man stellt es dar,..indem man Eisenfeile mit demSafte von sauren Äpfeln digerirt, die dunkelbrauneMasse durchseiht und dann zur Extractconsistenzeindampft. Eisensyrup (Szu-npus ksrrl ox^äati»olubilis), Mischung von Eisenoxydsaccharat nntSyrup. Ätherische effigsaure Eisentinctur (Mnoinr-r ksrri aootioi astirsrss.) ist eine mit Alkoholu. Äther vermischte Lösung von essigsanrem Eisen-oxyd. E i s e n w e i n st e i n (raibarno ksrratus), wem-saures Eisenoxyd-Kali, wird dargestellt durch Kochenvon Eisenpnlver und gereinigtem Weinstein mitWasser, bis eine Probe der dunkelbraunen Salz-masse in 56 Theilen siedendem Wasser völligauflöslich ist, u. Eindampfen zur Trockne. Schmutziggrünes, in Wasser lösliches Pulver. Eisenzuckerod. Eisenoxydsaccharat (§. oxxäs.tum saoolia-ratum solnbils). Eisenchloridlösung wird mit Na-tronhydrat gefällt, der Niederschlag mit Wasser aus-gewaschen, dann weißer Zucker zngesetzt. Bräun-liches süßschmeckendes Pulver. Leicht verdaulichesEisenmittel mit 3°/o Gehalt an Eisen. Mr-"

Eisenproüe, 1) mechanische Untersuchung desgefrischten und geschmiedeten Eisens vor der Ab-nahme u. Auslohnung. Diese E. geschieht durchAufwerfen der Eisenstange aus eine scharfkantige,in der Hüttensohle amboßartig eingelassene Platte.2) Chemische, die Ermittelung des Eisengehaltesoder der darstellbaren Roheisenmenge in einemEisenerz. Die E. geschieht durch Ausführung einesNeductionsprocesses in kleinem Maßstabe, wobeiman ein Roheisenkorn erhält oder durch maßana-lytische Bestimmung des Eisengehaltes eines Erzes.

Dürre.

Eisenprobirer, besonders angestellter Aufseherzur Abnahme u. Prüfung der Frischereiproducte.

Eiscnprobirkunst, die Lehre von den Eisen-proben, ihrer Ausführung, bildet einen Theil derallgemeinen metallurgischen Probirkunst (s. d.).

Eisenquarz (Miner.), so v. w. Eisenkiese!.

Eisenrahm (Min.), feinschuppige Varietät desRotheisenerzes, ist kirschroth, halbmetallisch glän-zend, fettig anzufühlen u. stark absärbend.

Eisenrhodanid (Eisensulfocyanid), chem. Ver-bindung von Eisen mit Rhodan (M8 od. 6>8)nach der Formel (Vs^sLgv^ zusammengesetzt. Esbildet eine dunkelrothc, fast schwarze, krystallinischeMasse, die sich in Wasser mit tiesrother Farbeauflöst. Man stellt es dar, indem man Eisen-hydroxyd in RhodanwasserstoMure löst und dieLösung bei gewöhnlicher Temperatur unter einerGlasglocke neben Schwefelsäure verdampfen läßt.Die verdünnte Lösung desselben wird am Lichtefarblos u. bei Luftzutritt wieder roth. Die dun-kelrothe Färbung, welche auch sehr verdünnte Ei-senoxydsalzlösungen beim Zusatze von Rhodan-kalium zeigen u. die man als vorzügliches Erkenn-ungsmittel für die geringsten Spuren von Eisenbenutzt, rührt ebenfalls von E. her. Hetzer.

Eisenrhodanür, Eisensulfocyanür, eine Ver-bindung von Eisen mit Rhodan (Schwefelcyan, Ov8)von der Formel entsteht beim Auf-

Eist'nsäure.

lösen von Eisen in Rhodanwasserstofssänre, sowiebeim Mischen von Eiseuvitriollösnng mit Rhodan-baryum, n. scheidet sich ans seiner concentrirtenLösung, wenn sie neben Schwefelsäure im lnstver-dllnnten Raume verdunstet, in grünen prismati- !scheu Krystallen aus. Fest wie namentlich in Lös- !nng ist es leicht zersetzbar und färbt sich unter iBildung von Eisenrhodanid dnnkelroth. Hetzer.

Eisenroqenstein (Geogn.), so v. w. Eisenoolith.

Elsenroscn, rosenförmige Krystallgruppen desspäthigen Eisenglanzes.

Eisenroth (Englisch Roth), rothes Eisenoxyd,welches als Farbe benutzt wird, so v. w. Colcothar.

Eisensalmiak, s. Eiseuchlorid (natürliches).

Eisensalze nennt man alle Verbindungen,welche entstehen, wenn der typische Wasserstoffeiner Säure durch Eisen ersetzt wird. Man un-terscheidet monatome u. diatome (nach der äl- !teren Auffassung Eisenoxydul- u. Eisenoxydsalze). ^In den elfteren fungirt das Eisen als zweiwerthi» sges Metall, d. h. ein Atom desselben ersetzt zwei !Atome typischen Wasserstoff; zu ihnen gehört das §schwefelsaure Eisenoxydul (§s80^) u. das Eisen- !chlorür (lssOI?), ebenso sind das Eisenhydroxydul ^u. Eisensulfuret mouatome Eisenverbindungen. Inden diatomen E-n hingegen finden sich immer 2Atome Eisen zu einem Doppelatom vereinigt, wel- ^ >

ches sechswerthig ist u. durch das Zeichen. ^^, ,oder (ipsz) bezeichnet wird; so im schwefelsanrenEisenoxyd, od. (§S2)(804)g, imEisen-

chlorid, od. (l?Sz)OIs, u. den entsprechen-den Hydroxyden, oder (ssg^OsL,.

Man nennt übrigens die Verbindungen, in denendas Eisen zweiwerthig erscheint, auch Ferro Ver-bindungen, die aber, welche das sechswerthigeDoppelatom enthalten, Ferridverbindungen.Eigenschaften, Bildung u. Verhalten der monato-men E. s. u. Eisenoxydnlsalze, der diatomen s. u.Eisenorydsalze. Hetz".

Eiscnsäure, chemische Verbindung von Eisen,Sauerstoff n. Wasserstoff, welche in isolirtem Zu-stande noch nicht bekannt ist u. der Formel Lzb'sOjentsprechend zusammengesetzt sein würde, aber beiihrer Abscheidnng ans den eisensanren Salzen so-fort unter Bildung von Eisenhydroxyd u. Sauer-stoff sich zersetzt. Bon den E-salzen ist daseisensaure Kalium (Eisenchamäleon) das bekann-teste. Es bildet eine rothbranne bis schwarze zer-fließliche Masse, die in Wasser sich leicht mit dun-kelkirschrother Farbe auflöst; die Lösung zersetztsich aber von selbst schon bei längerem Stehen,rascher durch den Einfluß reducirender Körper(gewisse Metalle und Metallsalze, selbst Alaunlös-ung), namentlich aber organischer Substanzen, in-dem sich Eisenhydroxyd abscheidet. Zn seinerDarstellung glüht man 1 Thl. Eisenpulver mit .

2 Thln. Salpeter u. langt die graue zusammen- -gesinterte Masse mit Wasser aus. Leitet man Chlor-gas durch Kalilauge, in welcher Eisenhydroxyd ver-theilt ist, so entsteht ebenfalls eine Lösung voneisensaurem Kalium, welches sich, wenn die Flüs- !sigkeit stark alkalisch erhalten wird, in fester Form